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LIBRARY
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MUSEUM OF COMPARATIVE ZOOLOGY
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Systematisches
Conchylien.Cabinet
von
Martini wa Chemnitz.
Fortgesetzt
Hofrath Dr. &. IE. v. Schuberith
und
Professsor Dr. J. A. Wagner.
in Verbindung mit Dr. Philippi, Dr. Pfeiffer und Dr. Dunker
neu herausgegeben und vervollständigt
Br. BE. €. BHdüster.
Ersten Bandes zwanzigste Abtheilung.
Nürnberg 1851. Verlag von Bauer und Raspe.
(Julius Merz.)
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In Abbildungen nach der Natur mit Beschreibungen von
Dr. R. A. Philippi.
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Nürnberg 1251. Verlag von Bauer und Raspe. (Julius Merz)
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Die Gattung
Ampullariona,
bearbeitet
von
Dr. Philippi.
Ampullaria Lamarck.
Das Gehäuse ist kugelig (selten flachgedrückt, selbst scheibenförmig) bau- chig, (mehrentheils) genabelt; die Mündung ist eiförmig bis beinahe kreisförmig, höher als breit; die Mundränder sind verbunden. Die Aussenlippe (meist) nicht zurückgeschlagen. Ein Deckel.
Also charakterisirt Lamarck in der hist. nat. des anim. sans vert. diese von ihm 1799 im Prodrome etc. aufgestellte Gattung, deren Arten Linne früher zu Helix, Müller zu Nerita, Bruguiere zu Bulimus gebracht hatten.
Wie schwierig es auch hier ist, aus dem blossen Gehäuse das Geschlecht zu erkennen beweisst der Umstand, dass Lamarck selbst zwei Arten unter Am- pullaria begriffen hat, A. avellana und A, fragilis, welche in eine ganz andere Familie gehören, und ein eigenes Geschlecht Amphibola Schum. (Ampullacera @. et G.) bilden, dass er mehrere fossile Natica-Arten für Ampullarien gehalten, und umgekehrt eine Ampullaria unter Planorbis versetzt hat, während Lea eine Ampullaria-Art als Paludina, Jay eine andere als Bulimus beschrieben. Zu den Kennzeichen von Ampullaria muss man offenbar noch die meist starke und oli- vengrüne Epidermis rechnen.
Der Deckel, bald kalkig, bald hornartig, zeigt concentrische Ringe, und der nucleus desselben liegt excentrisch nahe am innern Rande, ungefähr in der halben Höhe. Die äussere Fläche pflegt etwas concav zu sein, und ist bei den kalkigen Deckeln mit einer wahren Epidermis bedeckt.
Das Thier ist vielfach beobachtet; die vollständigste Anatomie ist von Prof. Troschel im Archiv für Naturgesch. 1845. p. 197 sq. gegeben. Das Thier hat einen breiten, ziemlich dünnen, vorn abgestutzten Fuss. Der Kopf trägt vorn zwei fädenförmige Fühler, ähnlich wie sie bei den Heliceen und Limaceen vor-
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kommen, und zwei sehr lange contraktile aber nicht zurückziehbare oder einstülp- bare Fühler; die Augen sitzen auf einem längeren oder kürzeren Höcker aussen am Grunde der letzten Fühler. Neben dem linken Fühler nach aussen liegt eine, im Leben ziemlich lange Athemröhre, welche nur einer südamerikanischen Art fehlt. (Man sieht, die Annahme von Lamarck, alle Schnecken mit ganzer Mün- dung hätten keine Athemröhre, ist ebensowenig allgemein gültig, als seine An- nahme, dass alle Schnecken mit ausgeschnittener Mündung fleischfressend seien). An der rechten Seite neben und hinter dem Fühler findet sich eine breite, seichte Ausbucht im Mantelrande, durch welche die Exeremente ausgeworfen werden. Das Auffallendste in der Bildung der Ampullarien ist das doppelte Athemor- gan; sie besitzen ein Mal eine einfache, aus einer Reihe Blättchen bestehende Kieme in der gewöhnlichen Kiemenhöhle, durch welche sie Wasser (richtiger die im Wasser aufgelöste atmosphärische Luft) athmen, und eine zweite, grosse in der Kiemenhöhlendecke befindliche Lungenhöhle, durch welche sie die Luft in natura athmen. Zu dieser führt eine, über der linken Athemhöhle gelegene, mit häutigem Wulst umgebene, grosse Oeffnung, vor welcher eine dicke muskulöse Klappe liegt, welche offenbar dazu dient, diese Oeffnung zu verschliessen, und deren freier Rand mit vielen feinen Blättchen eingefasst ist, die ihm ein kiemen- artiges Ansehn geben.
Der Mund hat vorn und oben einen hornigen Kiefer von beträchtlicher Grösse; die Zunge ist sehr gross, und nähert sich in ihrer Gestalt und ihrer Bewaffnung der der Paludinen, wogegen sie von der Zunge der Pulmonaten sehr abweicht. Jede Reihe der Zähnchen, welche sie bewaffnen, besteht aus sieben Zahnplatten; die mittelste derselben ist die breiteste, und an ihrem freien, rückwärts gerich- teten Rande mit 5 Kerben versehen, von denen die mittelste grösser ist; das angränzende Plättchen jederseits ist weit schmaler, und hat an seinem freien Rande drei ungleiche Vorsprünge, die beiden äussersten Plättchen endlich sind noch schmaler und enden mit einem einfachen Haken. Die Speiseröhre ist im Allgemeinen weit, der Magen kugelig. Es sind zwei Speicheldrüsen vorhanden. Die Geschlechtstheile sind in ihren Einzelheiten weniger bekannt; die Thiere sind getrennten Geschlechtes, und legen Eier.
Die Ampullarien leben in der heissen Zone von Asien, Afrika und Amerika, wo sie am zahlreichsten sind, (eine Art in Vandiemensland?) und zwar nicht in fliessendem Wasser sondern in Gräben, Lachen und Morästen, selbst wenn die- selben Monate lang ganz austrocknen, in welchem Falle diese Schnecken sich in den Schlamm einwühlen und die trockne Zeit in einer Erstarrung zubringen, die man mit Fug und Recht dem Winterschlaf mancher Säugethiere vergleichen kann. Ja d’Orbigny hat Ampullarien nach Europa gebracht, welche, nachdem sie 13 Mo- nate in einer Kiste eingepackt unterwegs gewesen, wieder lebendig wurden, als man sie in Wasser warf. Die Bewegungen der Thiere sind sehr langsam; nach
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Guilding kommen sie, um zu athmen, an die Oberfläche des Wassers. DieA. gi- sas legt in Südamerika im Monat November ihre Eier in Gestalt kleiner Trauben, und befestigt sie ausserhalb des Wassers an einem Zweige oder an einem Schilf- stengel; diese Eier sind anfangs weich, blass rosenroth und mit einem weissli- chen Reif bedeckt, ähnlich wie die rothen Weinbeeren. Nach zwei oder drei Tagen ist jede Traube fest geworden, indem die Eier sich alsdann mit einer kreideartigen Haut bedeckt haben, die ziemlich solide, und nur durch die Berüh- rung mit der Luft und durch die Sonnenstrahlen entstanden ist. Der Fötus ent- wickelt sich, der Sonne ausgesetzt, rasch, und nach fünfzehn bis zwanzig Tagen wird die Traube bräunlich, indem nun mehr der Dotter ganz durch die kleine Schnecke absorbirt ist, die jetzt bereit ist aus dem Ei herauszukriechen. Dies geschieht sobald ein tüchtiger Regen kommt.
Die Ampullarien sind eine Lieblingsspeise der Strandvögel, namentlich der grossen Rallen; in Demerara stellen ihnen die Keiher besonders nach, welche sie mit ihrem Schnabel wie mit einem Speer im Grunde des Wassers treffen; und an manchen Stellen sind die Ufer übersät mit leeren ven den Vögeln durchlöcher- ten Ampullarien-Schalen.
Was die systematische Stellung anbetrifft, so machen die Ampullarien offen- bar ein Verbindungsglied zwischen den luftathmenden Schnecken und den Kamm- kiemern, ähnlich wie die Onchidien, welche gleichfalls doppelte Athemwerkzeuge besitzen, und nach Bedürfniss Luft oder Wasser athmen können, die Limaceen mit den Nacktkiemern des Meeres verbinden. Ganz passend stellt Troschel Am- pullaria mit den Cyclostomaceen zusammen, welche zwar nur Luft athmen und nur zwei Fühler besitzen, aber getrennten Geschlechtes sind, und ihre Mund- theile nach dem Typus der Kammkiemer gebildet haben-
Man hat nicht ermangelt, die Ampullarien in mehrere Genera zu zerfällen. Zuerst hat Denys Montfort 1810 Conch. syst. IH. p. 122 Lanistes abgesondert und auf die links gewunde A. carinata Lamk. (richtiger Bolteniana Chemn.) gegründet. Die anatomische Untersuchung einer anderen links gewundenen Art, der A. ovum Peters hat Troschel gezeigt, s. a. a. ©. p. 213, dass die Kiemen- reihe eine andere Lage besitzt, dass der Eingang in die Lungenhöhle links liegt, wie bei Ampullaria, obgleich man bei dem Linksgewundensein der Schale den- selben rechts vermuthen sollte, dass der Kiefer aus zwei lose neben einander liegenden Platten besteht, und dass endlich die Seitenplättchen der Zunge zwei Spitzen haben, ich muss daher Troschel beistimmen, wenn derselbe die generische Trennung von Lanistes für gerechtfertigt erklärt, werde dieselbe aber in der Beschreibung der Tafel nicht beobachten, um die Reihenfolge der Figuren nicht zu unterbrechen. Herr Gray geht noch weiter, indem er die thurmförmige links- sgewunde A. purpurea Jonas (olivacea Sow.) zu einem eignen Genus Melado- mus erhebt, ungeachtet alle Uebergangsformen zwischen dieser
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Art und der A. Bolteniana existiren. Ich halte es für nachtheilig für die Wissenschaft, wenn man, wie es namentlich die Herren Gray und Agassiz thun, eine einzelne gerade auffallende Species herausgreift, daraus eim neues Genus bildet, ohne sich die mindeste Mühe zu geben, dasselbe zu charakterisiren, und ohne die Mittelformen zu berücksichten, es den übrigen Zoologen überlassend, mit der Einordnung derselben unter die neuen Genera so gut fertig zu werden wie sie können. Die Lanistes-Arten haben auch eine hübsche geographische Begränzung, sie kommen ohne Ausnahme in Afrika vor. Wenn eine Art A. si- nistrorsa Lea in Ostindien leben soll, so beruht dies wohl auf einem Irrthum.
Nach Montfort hat sodann Gray 1824 in Phil. Magaz. and Journ. vol. 63. p. 274 (s. Isis 1834. p. 460) das Genus Marisa aufgestelit, und die Art, M. inter- media, zwischen A. cornu arietis und A. effusa gestellt. Identisch damit ist das Genus Ceratodes Guilding 1823 dessen Typus A. cornu arietis ist. Charakterisirt wird dies Genus durch den hornigen Deckel und die glatte, schei- benförmige Gestalt des Gehäuses. Anatomische Unterschiede kennt man bis jetzt noch nicht. Allerdings scheint A. cornu arietis sehr abweichend, so dass sie Lamarck sogar zu Planorbis gebracht hat, allein A. Geveana, glauca (efiusa Lamk.) decussata, crocostoma, orinocensis bilden einen so allmähligen Uebergang zu den kugeligen Formen, dass man nicht weiss, wo man die Gränze ziehen soll, wie Troschel sehr richtig bemerkt.
Im Jahr 1828 hat Landsdown Guilding für die Arten mit kalkigem Deckel, welche zugleich meist einen innen verdiekten Mundsaum besitzen, ein eigenes Genus Pachystoma vorgeschlagen. Umgekehrt betrachtet Gray List of the ge- nera etc. 1847 Proceed. Zool. Soc. diese Arten als Typus von Ampullaria, holt den alten Humphrey’schen Namen Pomus der sieh wohl gewiss auf alle Ampul- laria-Arten bezogen hat, hervor, und nennt die Arten mit hornigem Deckel Po- mus; als Typus ist Helix ampullacea L. angeführt, welche, wenn sie über- haupt mit Sicherheit zu ermitteln wäre, höchst wahrscheinlich eine Art mit kal- kigem Deckel ist. — Die anatomische Bildung der Arten mit kalkigem Decke! ist nicht genau genug bekannt; sie scheint eine generische Trennung derselben zu rechtfertigen. Dieselben leben sämmtlich in Asien und Afrika, nie in Amerika, während Amerika nur Arten mit hornigem Deckel besitzt. Eine Ausnahme würde A. rotundata Say machen. Sollte dieselbe, und mit ihr Paludina bengalensis mit der Reiscultur nach Georgien eingeführt sein? Leider gibt es kein sicheres Kenn- zeichen an der Schale, um zu erkennen, ob Ampullaria einen kalkigen oder hor- nigen Deckelhat; denn es haben keinesweges alle Arten mit kalkigem Deckel einen innen verdickten und mit einer Rinne versehenen Mundsaum, wie ihn A. globosa so auffällend zeigt.
D’Orbigny hat im Jahr 1837 das Genus Asolene für die Ampullarien ohne Athemröhre vorgeschlagen, und diesen Namen ohne allen Grund ein Jahr
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später mit dem schlecht gebildeten, hybriden Namen Ampwiiaroides vertauscht. Endlich hat Gray aus Ampullaria neritoides des Genus Pomella? in dem oben eitirten Jahrgang der Proceed. ef the Zool. Society aufgestellt.
Letzterer, der es sich zur Aufgabe gestellt zu haben scheint, die vorzüg- lichste Vervielfältigung der Genera zu versuchen, hat demnach folgende 7 Genera aus Ampullaria gemacht. 1) Ampullaria = Pachystoma Guild. 2) Marisa — Ce- ratodes Guild. 3) Pomus = Ampullaria Guild. 4) Lanistes Montf. 5) Meladomus. 6) Pomella, 7) Asolene. Nach dem gegenwärtigen Stande unserer Kenntniss, scheint es mir, sind nur 4 Genera anzunehmen: Ampullaria, Pachystoma, Lani- stes, Asolene. Da der Name Pachystoma früher verbraucht war, so hat Swain- son dafür den Namen Pachylabra (vom Griechischen Worte zozvs dick und dem lateinischen Jabrum Lippe gebildet) vorgeschlagen, der ais vox hybrida nicht angenommen und etwa durch Pachychilus ersetzt werden sollte.
1. Ampullaria corrugata Swains, Taf. I. Fig. 1. (nach Swainson).
A. testa subglobosa, malleato-corrugata, olivacea; anfractibus ventricosis, spira quartam altıtudinis partem superante; apertura oblongo-ovata; peristomate incrassato, Croceo, distincte sulcato; labro subreflexo; umbilico angusto, ad medium Jabium site.
Ampullaria corrugata Swains. Zool. Illustr. vol. III. t. 120. _ sphaerica Desh. Enc. meth. tom. 2. p. 30. nr. 4. — rugsosa Sow. Gen. of Shells fase. 4. f. 1. 2. = — Reeve Oonch. syst. t. OXCVIH. £.1. 2. non A. rugosa Lam. _ corrugata Lamk. ed 2. vol. VI. p. 543. Es ist mir zweifelhaft, ob nicht die drei Swainsonschen Arten A. corrugata, A. carinata und A. globosa zu vereinigen sind. Sie sind alle drei ziemlich dick- schalig, haben alle eine kugelige Gestalt mit stark gewölbten Windungen, einen engen Nabel, einen sehr dieken, nach aussen etwas umgeschlagenen Mundsaum, mit einer sehr deutlichen Furche für den Deckel; sie sind alle drei aussen oli- venfarbig. Die Verschiedenheiten sind vielleicht nur individuell, oder eher geeig- net blosse Varietäten zu constituiren. Da ich indessen zu wenigMaterial besitze, so will ich mir nicht anmassen, die Frage zu entscheiden. A. corrugata unter- scheidet sich nach Swainson von A. globosa dadurch, dass das Gehäuse runzelig, nicht glatt ist, dass der Nabel in der Mitte der Innenlippe, nicht gegen die Basis hin liegt; dass die Windungen der Spira erhaben und bauchig, nicht niederge- drückt und subconvex, und dass die letzte Windung nicht im eberen Theil son- dern in der Mitte am breitesten ist. Die Mündung ist innendunkel kastanienbraun, mit schwärzlichen Binden; der Saum ist blassgelb und etwas zurückgeschlagen.“ Höhe 29, Durchmesser 27 Linien. Aufenthaltsort: Indien diesseits des Ganges. Ich besitze Ampullarien von Calcutta, welche in der Gestalt das Mittel zwi-
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schen A. corrugata und globosa halten, nur eine schwache Andeutung der wie mit einem Hammer gemachten Eindrücke besitzen, welche Swainson veranlasst haben seiner Art den Name der „gerunzelten‘“ zu geben, welche aber auch nicht so glatt ist, wie A. globosa, und deren Mündung einen beinahe weissen Saum hat; ferner besitze ich eine Ampullaria von Chedubba in Arracan. Bei dieser steigt die Naht zuletzt gegen die Mündung auffallend schräg herab, wie bei mei- ner A. globosa, welche stark gerunzelt ist, aber ganz die Gestalt der A. globosa hat. Bei beiden liegt der Nabel so hoch wie bei A. corrugata. Dass die Gestalt der Ampullarien bei einzelnen Arten ziemlich veränderlich ist, lehrt der Augenschein, für noch unbeständiger halte ich bei Süsswasserschnecken die hammerschlagartige Runzelung, die sich bisweilen bei einem Gehäuse auf der einen Seite vorfindet, und auf der andern Seite fehlt.
2, Ampullaria carinata Swains) Taf. ı. Fig. 2. (nach Swainson).
A. testa globosa, laevissima, olivacea, fasciis destituta, anfractibus prope suturam cari- natis, supra planis; apertura ovato-oblonga, infra medium latiore, fulvo limbata; labro subre- flexo; umbilico mediocri, ad dimidium labri sito.
Ampullaria carinata Swains. Zool. Ill. 2. ser. vol. E. t. 9. non Olivier.
Das Gehäuse ist kugelig eiförmig, glatt, glänzend, olivenfarbig, ohne Bin- den; die Windungen sind oben horizontal, und ist dieser horizontale Theil durch eine auffallende Kante vom übrigen Theil geschieden; die letzte Windung ist in der Mitte am breitesten. Die Spira nimmt etwas mehr als den vierten Theil der gesammten Höhe ein. Die Mündung ist länglich eiförmig, unten breiter als -oben, mit einem dicken rothgelben Saum innen eingefasst, die Aussenlippe etwas um- geschlagen; der Nabel ist eng, und liegt ziemlich in der halben Höhe der Innen- lippe. — Höhe 26, Durchmesser 24 Linien.
Aufenthaltsort: unbekannt, wahrscheinlich Ostindien.
3 Ampullaria globosa Swains, Taf. 1. Fig. 3.
A. testa globosa, laevissima; olivacea, fasciis destituta; anfractibus rotundatis, vix ad su- turam planioribus; apertura ovato-oblonga, infra medium latiore, limbe crasso, fulvo intus mu- nita; umbilico angusto, ad dimidium labri sito; labro subreflexo.
Ampullaria globosa Swains. Zool. illustr. vol. 2. t. 119. Chemn. Conch. Cab. vol. IX. 2. p. 105. t. 128. f. 1133. 34. (non 1135.)
Das Gehäuse ist kugelig, etwas mehr niedergedrückt als bei den beiden vor- hergehenden Arten, ziemlich solid, glatt, glänzend, olivenfarbig, ohne Binden. Nach Swainson sollen indess auch Individuen mit schmalen, purpurbraunen Bin- den vorkommen. Die Windungen sind gleichmässig gewölbt, an der Naht jedoch fast horizontal. Diese steigt zuletzt schräg gegen die Mündung 'hinab. Die Mündung
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ist eiförmig länglich, innen mit einem dicken Saum, der eine auffallende Rinne — zur Aufnahme des kalkigen Deckels — zeigt; der innere Theil dieses Saumes ist blassgelb, der äussere safrangelb; der Schlund blass purpurn. Der Nabel ist eng, und liegt etwas unterhalb der Mitte der Innenlippe. — Der Deckel ist kalk- artie und ziemlich dick; seine Gestalt zeigt fig. a. — Höhe des Gehäuses 29 Li- nien, Breite ebensoviel.
Aufenthaltsort: Ostindien ohne nähere Angabe bei Swainson; Chemnitz hat die von ihm abgebildeten Exemplare aus den Reissfeldern und dem Missionsgar- ten von Tranquebar erhalten.
Chemnitz hielt noch die Ostindischen und Westindischen Ampullarien für einerlei!
4. Ampullaria seutata Mousson, Taf. 1. Fig. 4. 5.
A. testa obovafa, subimperforata, satis fenui, obsolete fasciata, saepius unicolore; epider- mide nitida, olivacea; anfractibus convexis superius subangulatis; spira dimidiam aperturam fere aeqnuante, plerumque erosa; apertura ovato-oblonga, semilunari; peristomate intus parum in-
crassato. Ampullaria scutata Mousson Land- und Süssw. Moll. Jav. 1849. p. 60. — orientalis, Phil. Zeitschr. f. Mal. 1848. p. 192 ausgegeb. April 1849.
Das Gehäuse ist ziemlich dünnschalig, undurchbohrt, beinahe verkehrt eiför- mig, indem die Windungen oben am stärksten gewölbt, und die letzte nach unten stark verjüngt ist, dabei glatt und glänzend. Die meisten meiner Exemplare ha- ben eine auffallende , fast horizontale Depression an der Naht, und dicht an der- selben, namentlich auf den oberen Windungen ein paar concentrische Streifen. Die Spira nimmt etwa den dritten Theil der gesammten Höhe ein, und die Spitze ist meist abgefressen; sie ist bald blauschwarz und bald röthlich. Die Mündung ist länglich eiförmig, unten mit einer Art Guss versehn, innen sehr wenig verdickt. Das Gehäuse ist bald farblos, bald purpurn (selbst beides stellenweise an einem Individuum) bald ohne alle Spur von Binden, bald mit schwachen Andeutungen von Binden, bald mit ziemlich auffallend purpurnen Binden im Schlunde; aussen wegen der dicken Epidermis einfach olivenfarbig, — Der Deckel ist kalkartig. S. fig. b.
Aufenthaltsort: Java, die Philippinen, China.
5. Ampullaria zonata Spix, Taf. 2. Fig. 1.
A. testa maxima, subglobosa, safis tenui, lactea, fusco multifasciata sub epidermide de- mum laevi, olivacea, coriacea; anfractibus teretibus; spira circa Y; altitudinis totius testae oceu- paute; apertura subsemicireulari, superius angulata; peristomate recto, simplici, obtuso, atro- marginato; umbilico angusto.
Ampullaria zonata Spix 1827 Testac. fluviat ete. p.1. Tab. IM. £.1.2 (non d’Orb.) = — Lamk, hist. nat. etc. ed. 2. vol, VIl. p. 546.
I. 20. 2
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Das Gehäuse ist schr gross, beinahe kugelig, ziemlich dünnschalig; glatt; die Windungen, deren Zahl nur fünf beträgt, sind vollkommen gleichmässig ge- wölbt; die Spira nimmt den vierten Theil der gesammten Höhe ein. Die Mün- dung ist länglich-eiförmig, beinahe halbkreisförmig, indem sie durch die letzte Windung nur mässig modificirt wird; die Aussenlippe beschreibt beinahe einen Halbkreis, ist einfach, stumpf, aussen schwarz gesäumt; der Schland ist weiss, mit braunen Binden. Der ziemlich enge Nabel liegt in der Mitte der Innenlippe, eher etwas darüber als darunter. Auf milchweissem Grunde verlaufen zahlreiche braune Binden; die Epidermis ist ziemlich diek, olivenbraun, auf der letzten Windung glatt; auf den oberen Windungen erblickt man unter dem Vergrösserungs- glase gekörnelte Querstreifen. — Möhe 4 Zoll 2 Linien, Durchmesser ebenso- viel; Höhe der Mündung 40, Breite derselben 21 Linien.
Aufenthaltsort: die Provinz Bahia in Brasilien.
Bemerkung 1. Die Amp. Archimedis Spix, von welcher «as Original nicht mehr vor- handen war, als Prof. A. Wagner den Text zu den Testac. fluviat ausarbeitete, wird von die- sem für eine Varietät der A. zonata gehalten von der sie indessen ziemlich abweicht. Ich gebe eine Copie der Spixw’schen Figur auf Tafel 20.
Bemerkung 2. Der Gefälligkeit des Herrn Dr. Roth verdanke ich es, dass ich die. Ori- einale sämmtlicher übrigen Spiw’ischen Ampullaria- Arten habe vergleichen und wieder abbilden können, wofür ich demselben auch öffentlich hier zu danken nicht umhin kann. Gleichen Dank bin ich Herrn Gb. Lichtenstein schuldig, der mir sämmtliche Ampullarien ‚des Berliner Museums zur Ansicht geschickt hat.
Bemerkung 3. Längst nachdem ich «diese Beschreibung niedergeschrieben, bekomme ich < {a} x >) lie A. marginatra Jonas zur Ansicht, und sehe, dass es eine eiufarbige, zonenlose A. zonata ist.
6. Ampullaria Cumingii King. Taf. 2. Fig. 2. 3.
A. „‚testa globosa, transversim (nach meiner Terminologie longitudinaliter) 'striata, subal- bida, longitudinaliter (i. e. transversim) castaneo lineata et fasciata; epilermide virescente; um- bilico parvo. Alt. 17%, long. 16%, lin.“
Ampullaria Camingii King. Zool. Journ. V. p. 344.
Ich glaube es ist rein unmöglich, aus der obigen kurzen Diagnose die Art zu erkennen, und eine Beschreibung und Abbildung derselben gibt es bis jetzt nicht. So habe ich denn auch zwei ziemlich verschiedene Ampullarien unter obigen Namen bekommen; die Fig 3 abgebildete, welche ich von Cuming selbst erhalten, mag wohl die rechte sein. Sie ist eher eiförmig als kuzelig, ziemlich dünnschalig, ihre fünf Windungen sind stark gerundet, zumal oben: die letzte an der Naht horizontal. Das Gewinde nimmt vollkommen den dritten Theil der sesammten Höhe ein. Die Mündung ist länglich eiförmig, die vorletzte Windung springt wenig in dieselbe hinein; der Mundsaum ist einfach, unten etwas vorge- zogen; der Nabel liegt in der halben Höhe der inneren Lippe. Das Gehäuse hat auf weissem Grunde zahlreiche braune Binden, die besonders in der Mün- dung auffallen. Die gelblich olivenfarbene Epidermis ist nicht auffallend längs-
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gestreift — im Widerspruch mit der Diagnose — und zeigt bei starker Vergrös- serung gekörnelte Querstreifen. Höhe 10%,, Durchmesser gegen 10 Linien.
Aufenthaltsort, Panama.
Das andere Exemplar ist weit dickschaliger und kürzer, was indess zum Theil daher rührt, dass fast das ganze Gewinde abgefressen ist, und hat nur fünf oder sechs braune Querbinden; endlich bildet die Mündung unten einen auf- fallend spitzen Winkel.
7. Ampullaria papyracea Spix. Taf. 2. Fig. 4.
A. testa subglobosa, perforata, atra, nifida, tenuissima, velut membranacea; epidermide va- lida, sub lente transversim sfriata et punctato- granulata; spira brevi, conica, vix quartam alti- tudinis partem aegquante; anfracfibus regulariter convexis; apertura oblongo-ovata, subsemiluna- fa, nigra; labro tenuissimo ; labio columellari tereti, reflexo, perforationem umbilici occultante.
Ampullaria papyracea Spix Testac. fluviat. etc. p. 3. t. TV. f. 1. 2. — — Mart. et. Chemn. Conch. Cab. vol. XII. p. 194. t. 237. f. 4148. 49. —_ — Lamk. hist. nat. ed. 2. vol. VIII. p. 544.
Diese Art ist wegen ihres dünnen Gehäuses, das kaum so dick ist wie man- ches feine Schreibpapier, und wegen der starken Epidermis, welche an der Aus- senlippe den kalkigen Theil des Gehäuses wohl 12 Linien überragt, schr merk- würdig. Dasselbe besteht aus 5-6 Windungen, von denen die oberen einen regelmässigen, kurzen Kegel bilden, und regelmässig’ convex sind; die letzte ist bauchig und in ihrem oberen Theil am stärksten gewölbt. Die Oberfläche ist sehr glänzend, bisweilen mit undeutlichen Querkanten, und ausserdem mit dieht gedrängten Anwachsstreifen, so wie (unter der Lupe) mit punktirt gekör- nelten Querstreifen versehen. Die Färbung ist bald tief schwarz, bald dunkel ‚.oliven, bisweilen (nach Spix) mit einer breiteren, blasseren Binde. Die Mün- dung ist länglich - eiförmig, ziemlich halbmondförmig, innen bläulich - schwarz, in- dem die dunkle Epidermis durch die dünne Schale durchscheint; die Spindellippe ist drehrund, zurückgeschlagen und bedeckt so ziemlich die Nabelritze. — Höhe. 211% Linie; Breite ebensoviel.
Aufenthaltsort: die nördlichen Provinzen Brasiliens (Spix); Venezuela (Otto).
8. Ampullaria lineata (Helix) Spix. Taf. 2. Fig. 5. 6.
A. testa ovata, acuta, anguste umbilicata, solida, fusco multizonata, epidermide tenuis- sima olivacea vestita; spira tertiam altitudinis partem superante; anfractibus teretibus, sutura canaliculata divisis; apertura ovata, intus violacescente; peristomate recto, intus incrassato.
Helix lineata Spix Test. fluviat. ete. t. V. f.2. a dorso. —
Ampullaria 1. Wagner | c. p. 3.
Ampullaria fasciata Swains. Zool. Ilustr. 2ser vol MI. f 642? ex Desh. non Lamk. _ lineata Lamk. hist. nat etc. eu. 2. vel VE np. 547.
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Das Exemplar, worauf die Spixische Art gegründet ist, (Taf. 2 Fig. 6) hat sechs Windungen, ist vollkommen ausgewachsen, und nichts weniger als der Jugendzustand von Amp. canaliculata Lamk, wofür d’Orbieny die A. lineata in Guerin’s Mag. etc. pg. 31 erklären will. Das Gehäuse ist eiförmig, ziemlich solide, glatt, eng genabelt, spitz, die Windungen sind regelmässig ge- wölbt, und die Spira nimmt mehr als den dritten Theil der gesammten Höhe ein. Die Mündung ist länglich eiförmig, die Aussenlippe einfach, innen verdickt; die Farbe ist bläulich und die 16—20 rothbraunen Zonen sieht man nur auf der letzten Windung. — Höhe 23, Durchmesser 20 Linien. (So auch die Abbildung von Spix, wenn Wagner 35 Linien angibt, so bezieht sich dies auf die Abbil- dung von Swainson.)
Ich hätte nicht geglaubt, dass diese Art mit A. canaliculata verwechselt wer- den könnte; sie hat eine weit höhere Spira, die Nähte sind schmaler und weni- ger tief rinnenförmig; die Windungen wachsen langsamer, und in Folge hievon ist auch die Mündung im Verhältniss sehr viel kleiner.
Eine zweite Form s. Tafel 2. Fig. 5 hat ein sehr dünnes Gehäuse, ist röth- lich gelb, fast einfarbig, indem die Binden verloschen sind, die Nähte sind tief, aber einfach, nicht rinnenförmig, die Spira ist etwas kürzer. Das Gehäuse ist nicht ganz ausgewachsen, denn die Aussenlippe ist nicht vollendet. Ist dies eine blosse Varietät? oder soll man sie lieber mit A. figulina verbinden? und soll diese A. figulina auch nur als Varietät der lineata betrachtet werden? diese Fragen würde nur eine ganze Reihenfolge von Exemplaren entscheiden können.
Wagner betrachtet auch die Helix figulina Spix als eine blosse Varietät der lineata; ich gebe sie Tafel 4 Fig. S u. 9 wieder.
Aufenthaltsort: die Provinz Bahia.
9, Ampullaria reflexa Swains. Taf. 3. Fig. 1 (nach Swainson).
A. „‚testa ovate-zlobosa, laevi, spira ventricosa, obtusa, sub epidermide purpurea; aper- tura nigro-purpurascente; labio exteriore tenui, margine reilexo“. Alt. 23Y,, latit. 241/ lin.
Ampullaria reflexa Swains. Tilloch’s Phil. Magaz. vol. 61. p. 377. — Idem Zool. il. vol. III. t. 172. h Knorr Vergn. vol. V. t. 5. f. 2. absque epidermide (seeund. Swainson).
Ich habe diese Art nicht gesehen. Die Diagnose lautet: „das Gehäuse ist eiförmig-kugelig, glatt, unter der Epidermis purpurn; das Gewinde ist bauchig und stumpf; die Mündung ist schwärzlich purpurn; die Aussenlippe dünn am Rande umgeschlagen“. Wir erfahren ausserdem noch, dass der Nabel eng und durch die umgeschlagene Innenlippe ziemlich verdeckt ist. In der Abbildung misst die Spira etwa den dritten Theil der gesammten Höhe und ist nur an dem Wirbel stumpflich, auch ist das Gehäuse auffallend bandirt, wovon die Beschrei- bung nichts sagt. ©hne diesen letzteren Umstand wäre ich geneigt die A. reflexa
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für ein auffallend grosses Individuum der melanostomaParreyss zu halten. — Höhe und Durchmesser sind oben angegeben. Aufenthaltsort: unbekannt.
10. Ampullaria puncticulata Swains, Taf, 3. Fig. 2. (nach Swainson).
„A. „testa ovata, subtilissime punetata; spira obtusa; labri exterioris margine interiorisque basi rufis, incrassatis.‘“
Ampullaria puncticulata Swains. Zool. ill. vol. HI. t. 143. figg. mediae.,
Auch diese Art ist es mir noch nicht geglückt in Natur zu sehen. Nach Swainson ist das Gehäuse eiförmig, und ausser den feinen Anwachsstreifen mit Querlinien kleiner Punkte bedeckt, die man nur mit der Lupe sehen kann. (Diese. Skulptur kommt bei vielen Arten vor, und ich habe sie schon bei ein paar der vorhergehenden Arten angemerkt). Die Spira ist stumpf, in der Abbildung nimmt sie etwas mehr als den vierten Theil der gesammten Höhe ein, und ist die letzte Windung oben am meisten bauchig. Das Gehäuse zeigt viele und auffallende Querbinden. Der Nabel scheint eng zu sein, und liegt unterhalb der Mitte. Die Mündung ist schmal, (länglich) bräunlich fleischfarben, der Mundsaum innen ver- dickt, rotbbraun, (so dass man schliessen darf, der Deckel sei kalkig). Höhe 20, Durchmesser 16 Zoll.
Aufenthaltsort: unbekannt.
11. Ampullaria pomum Ph. Taf. 3. Fig. 3. 4. A. testa subglobosa, tenui, anguste umbilicata, laevi, fasciis multis angustis fuseis sub - epidermide virescente zonata; spira vix quartam altitudinis partem aequante; anfractibus tumidis,
ad suturam fere horizontalibus; apertura dilatata, oblongo-ovata, subsemilunari; labro simpliei; paullulum expanso, labio reflexo luteo, umbilicum angustissimum fere oceultante; faucibus fuseis.
Das Gehäuse ist dünnschalig. kugelig, glatt, selbst unter der Lupe, sehr eng genabelt. Die Windungen sind aufgetrieben, nach oben stärker gewölbt, an der Naht beinahe horizontal; das Gewinde nimmt kaum den vierten Theil der gesammten Höhe ein. Die Mündung ist länglich eiförmig; der Mundsaum dünn, innen nicht verdickt, wenn gleich eine weissliche Färbung innen 12—2 Linien vom Rande der Aussenlippe entfernt beinahe so aussieht; die Aussenlippe in der untern Hälfte etwas ausgebreitet, die Spindelwand ziemlich breit umgeschlagen, so dass der Nabel fast ganz verdeckt ist, und so wie der Saum der Aussenlippe gelb. Unter einer grünlichen Epidermis sieht man ziemlich zahlreiche schmale Binden, die auch im bräunlichen Schlunde noch zu erkennen sind. — Höhe 26, Durchmesser 24Y2 Linie.
Aufenthaltsort: unbekannt.
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Die Gestalt ist ziemlich wie bei A. corrugata, allein die Mündung ist we- sentlich verschieden gebildet, und zweifle ich nicht, dass A. pomum einen hor- nigen Deckel besitzt.
12, Ampullaria aperta Ph, Taf. 3. Fig. 5.
A. testa ovato-globosa, umbilicato-perforata, obsolete fasciata, demum Iongitudinaliter sub- plieata; epidermide olivacea, laevi; anfractibus superioribus modice eonvexis, ultimo rotundato, in medio praesertim turgido; apertura patula, late ovata, spiram bis aequante; peristomate crasso, pallide luteo; labro expanso.
Ampullaria aperta Ph. Zeitschr. f. Malokoz. 1849. p. 18.
Das Gehäuse ist kugelig-eiförmig, aufgeblasen, ziemlich solide, und glatt, die letzte Windung scheinbar der Länge nach gefaltet. Die sechs Umgänge wach- sen ziemlich rasch, die oberen erscheinen mässig gewölbt, die letzte ist bauchig und ziemlich in der Mitte am stärksten aufgetrieben. Das Gewinde ist spitz, und nimmt den dritten Theil der gesammten Höhe ein. Der Nabel ist sehr eng. Die Mündung ist breit eiförmig, stark erweitert, der ganze Mundsaum dick, aber nicht mit einer besondern Leiste innen versehn; die Aussenlippe stark ausgebreitet, halb zurückgeschlagen. Das Gehäuse erscheint einfarbig olivenbraun, in dem gelbli- ehen Schlunde schimmern aber einige schmale braune Binden durch. Der Mund- saum ist lebhaft hellgelb. — Höhe 15 Linien, Durchmesser ebensoviel.
Aufenthaltsort: unbekannt.
Durch dieEigenthümlichkeiten ihrer Mündung ist diese Art sehr ausgezeichnet.
13. Ampullaria scalaris d’Orb, Taf. 3. Fig. 6.
A. testa subglobosa, solida, anguste umbilicata, purpurascente, plerumque uwnieolore sub epidermide olivacea; anfractibus ultimis superius obtuse carinatis, spatio lato horizontali supra carinam; spira tertiam altitudinitis partem superante; apertura subovata, peristomate simplici, albo; labio tenui, acuto.
Ampullaria scalaris d’Orb. Guerin Magaz. de Zool. 1835. p. 31. — _ d’Orb. Voy. dans l’Amer. meridion. p. 369. t. 50. f. 1—3. — _ Jay Catalog 1839. t. II. f. 7. (medioeris.)
Das Gehäuse ist ziemlich solide, eng genabelt, und von sehr eizenthümlicher Gestalt. Die obersten Umgänge sind gleichmässig gerundet, quergestreift, und bilden ein spitzes Gewinde; der vorletzte und der letzte werden an der Naht in der Erstreckung von mehreren Linien horizontal, worauf sich das Gehäuse plötz- lich umbiegt. Die Mündung ist breit eiförmig, durch die letzte Windung beinahe gar nicht modifieirt, und berührt der linke Mundsaum nur in einer ziemlich klei- nen Strecke die vorletzte Windung. Die Aussenlippe ist einfach, schneidend, die Spindellippe dick, nicht zurückgeschlagen. Die Färbung ist mehrentheils ziemlich
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dunkelbraun, mit Ausnahme des horizontalen Theiles der Windungen, der weiss- lich ist; selten ganz grünlich. d’Orbigny erwähnt auch einer kleineren, gebän- derten Varietät, bei welcher die Kantenbildung weit weniger auffallend ist. — Höhe 20, Durchmesser 19 Linien, doch gibt es auch Individuen die 30 Linien hoch werden.
Aufenthaltsort: Paraguay, Chiquitos, Moxon etc. nicht Mexiko, wie Jay angibt.
Das Thier, von d’Orbigny beobachtet, (s. Taf. A. Fig. 2. 3.) hat einen abge- rundeten Fuss mit sehr dünnen Rändern; der Kopf hat wulstige Lippen, und kurze, conische Lippenanhängsel oder kleinere Fühler; die Augen stehen auf ei- nem kurzen Höcker. Die Unterseite des Fusses und der Umfang des Mundes sind bläulich; die Oberseite des Fusses rosenroth, mit kleinen schwarzen, diver- girenden Linien und grösseren dreieckigen Fleexken von derselben Farbe, die so gestellt sind, dass ihr spitzer Winkel nach dem Centrum gerichtet ist. Die bei- den Fühlerpaare und die oberen Theile des Kopfes sind schwärzlieh mit gelben Pünktchen, ‘die Athemröhre strohgelb, mit tief schwarzen Querbinden.
14. Ampullaria olivacea Spix. Taf. 4. Fig. 1.
A. testa magna, solida, ‚ovato-globosa, anguste umbilicata; fere unicolore, epidermide oli- vacea; transversim granulato-striata; anfraetibus 5 teretibus; spira eirca Ya altitudinis oceupante; sutnra simplieiz apertura_ovato-oblonga, subsemilunari; peristomate simpliei recto, erasso; labro inferiore .croeeo; Faueibus rufis ;
Ampullaria olivacea Spix Testae. fuv. t. BTL. f. 1.
Das Gehäuse ist solide, eiförmig-kugelig; die oberen Windungen erscheinen cylindrisch, die letzte ist nach der Basis hin etwas verschmälert. Die Epidermis ist olivengrün, unter dem Vergrösserungsglase mit gekörnelten Querstreifen; un- ter derselben ist das Gehäuse einfarbig, doch sieht man auf den oberen Windun- gen und um den Nabel herum einige verloschene Binden. Die Mündung ist läng- lich, beinähe halbmondförmig, wegen des Hereintretens der letzten Windung; der obere Winkel abgerundet, so dass man beim ersten Blick glauben sollte, die Naht sei rinnenförmig, was sie nicht ist. Der Mundsaum ist einfach, diek, stumpf, so wie der Schlund röthheh braun; der freie untere Theil der linken Seite ist safran- celh. Der Nabel ist ziemlich eng, und liegt in der halben Höhe des Mundsaums. — !!öhe 45, Durchmesser 32 Linien.
Aufenthaltsort: der Solimoös, Japurä und andre Zuflüsse des Amazonen- stromS.
i5. Ampullaria querceina Spix Taf. 4. Fig. 2. A. testa globoso-ovata, mediocriter umbilicata, unicolore; epidermine olivacea, laevissima
16 spira tertiam altitudinis partem aequante; anfractibus in parte snperiore teretibus, subinflatis, ultimo subcompresso; aperfura oblonga, subsemilunari; peristomate simplieci, cum faueibus albo. Ampullaria quereina Spix Test. fluviat etc, t. II. f. 2. —_ olivacea var. Wagn.]. ce. p. 8.
Wagner erklärt a. a. ©. diese Ampullaria für eine blosse Varietät der A. olivacea, sie unterscheidet sich indessen I) durch eine weit höhere Spira, 2) durch eine schmalere Gestalt, 3) durch die ganz glatte Epidermis, 4) indem die Windungen im obern Theil weit stärker aufgeblasen sind, 5) indem der Nabel etwas weiter ist, und und etwas höher liegt, 6) indem Schlund und Mundsaum weiss sind. Letztere Eigenschaft kommt indessen weniger in Betracht, da das Gehäuse, obgleich es 5V2 Windung besitzt, noch nicht den Mundsaum vollendet hat, zahlreiche schwarze Längsstreifen zeigen die Stadien des Wachsthums an, und lassen schliessen, dass der vollständige Mundsaum schwarz gerandet ist. — Höhe 35, Durchmesser 28%. Linien.
Aufenthaltsort: wie der vorige.
Ob A. quercina eine blosse Varietät der olivacea ist oder eine eigene Art lässt sich schwerlich ohne die Ansicht zahlreicherer Exemplare entscheiden.
16. Ampullaria cyclostoma Spix. Taf. 4. Fig. 3-6.
A. tesfa parva, depresso-slobosa, solida, late umbilicata, alba, zonis paueis fusco-rufis eincta; epidermide olivaceo-fulva, laevi; spira depresso-conica, tertiam altitudinis partem vix aequante; apertura ovato-oblonga, alba, labio non dilatato.
Ampullaria eycelostoma Spix Test. fluviat. ete. p. 4. t. 4. f.5. valde medioeris. _ —_ Lamark Hist. nat. etc. ed. 2. vol. VIII. p. 546.
Das Gehäuse ist ziemlieh solide, niedergedrückt, weit genabelt; die fünf Windungen sind gleiehmässig gewölbt, die letzte drehrund. Zwei rothbraune Binden erblickt man auf dem oberen Theil der Windungen, drei breitere, von de- nen die unterste den Nabel umgibt, auf dem untern Theil, doch variirt diese Zeichnung ein wenig. Die Epidermis ist olivenfarbig, bald mehr ins Braune, bald mehr ins Gelbe fallend, glatt, mit blossem Auge erblickt man nur gedrängt regelmässige Anwachsstreifen, bei scharfer Vergrösserung erscheint die ganze Oberfläche schwach gekörnelt. Der Nabel ist mittelmässig weit, uud fängt hoch oben an, so dass der unterhalb desselben liegende Theil des Mundsaums zwei- mal so hoch ist, als der obere Theil desselben. Die Mündung ist nieht kreisrund, wie man aus den Namen schliessen sollte, sondern eiförmig, selbst länglich ei- förmig, und erscheint von der Seite gesehen sehr geschweift. Der Mundsaum ist einfach, ziemlich dick, aber scharf, nicht abgerundet, die Innenlippe ist nicht erweitert, durch welches Kennzeichen A. cyclostoma von A. glauca (oder effusa) und Verwandten sogleich zu unterscheiden ist. — Der Deckel ist horn-
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artie, hält in der Gestalt das Mittel zwischen eiförmig und halbkreisförmig, ist oben winklig, unten breiter, abgerundet. — Höhe 10%, Durchmesser II Li- nien.
Aufenthaltsort: Brasilien (ohne nähere Angabe, Spix), Columbien (von Mo- ritz dem Berliner Museum eingeschickt), Corrientes (von d’Orbigny erhalten).
Fig. 3 stellt das Originalexemplar von Spix dar, Fig. 4 ein Individuum aus Columbien, fig. 5 und 6 zwei Individuen von Corrientes.
Mit A. cyclostoma ist meiner Ansicht nach am nächsten A. Spixii d’Orb. verwandt und nur durch bedeutendere Grösse, weiteren Nabel, höhere Spira verschieden, und in der That hat d’Orbigny die Spixi’sche A. cyclostoma nicht erkannt, sondern für eine kleine Varietät seiner A. Spixii gehalten.
17. Ampullaria impervia Ph. Taf. 4, Fig. 7.
A. testa crassa, exacfe ovata, omnino imperforata, fusco-zonata sub epidermide olivaceo- Jutea; spira fere 2; totius altitudivis aequante; aufractibus modice convexis, versus suturam magis planatis; apertura ovatfa, alba; peristomate reeto simplici, intas inerassato.
Die hier abgebildete Ampullaria ist mir als A. exumbilicata Spix vom Münchener Museum zur Ansicht zugeschickt, stimmt aber nieht mit der Spix’schen Abbildung dieser Art. Sie ist zwar auch diekschalig, undurchbohrt, mit braunen Binden versehen, sie hat ebenfalls eine hohe, zwei Fünftel der gesammten Länge einnehmende Spira, eine eiförmige Mündung, und ein einfaches, innen verdick- tes Peristom, allein sie hat eine ganz andere Gestalt, ist genau eiförmig, viel schmaler, die Windungen sind weit weniger aufgetrieben, die Andeutung des Nabels liegt tiefer; die Mündung ist oben schmaler und winkliger. Höhe 17, Durchmesser 13% Linie.
Aufenthaltsort: Brasilien.
18. Ampullaria figulina Spix. Taf. 4. Fig. 8. 9.
A. testa ovata, angusfe umbilicata, tenuissima, plerumque multifasciafa; epidernide laevis- sima, nitida, olivacea, seu olivaceo-lutea; spira acuta, plerumque quartam altitudinis partem ae- quante; anfractibus convexis, sutura profunda sed non canaliculata divisis; apertura permagna, ovata, patula; labio columellari longissimo, reflexo.
Ampullaria figulina, Spix Test. fluviat. ete. t. IV. £.4. —_ cincta, De Ürist. et Jan. 1832. Catal ur. 25. p. 3. — fasciata, Pfeif. in Archiv f. Nafurgesch. 1840, I. p, 255. nr. 110.
Das Gehäuse ist eiförmig, sehr dünnschalig; die fünf bis sechs stark gerun- deten Windungen sind durch eine tiefe aber nicht rinnenförmige Naht geschieden, der letzte ist in seinem oberen Theil am stärksten convex. Das Gewinde nimmt etwa den vierten Theil der gesammten Höhe ein, bisweilen mehr, bisweilen we-
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niger. Die Mündung ist auffallend gross. erweitert; der untere Theil der Innen- iippe vom engen Nabel an nimmt drei Fünftel der Höhe derselben ein, und ist über den Nabel zurückgeschlagen. Die Oberseite erscheint dem blossen Auge vollkommen glatt und glänzend, bei schärferer Vergrösserung ist sie fein gekör- nelt. Gemeiniglich sieht man zahlreiche, egale Querbinden von der Breite ihrer Zwischenräume; selten sind dieselben verloschen und nur auf der innern Seite der Aussenlippe noch sichtbar. Die Spitze ist gemeiniglich dunkel. — Höhe 17, Durchmesser 15 Linien.
Aufenthaltsort: Brasilien, Spix; Jamaica? de Cristoforis; Cuba Pfeifer.
Von A. lineata Spix, mit welcher Wagner diese Art vereinigt, unterschei- det sie sich nieht bloss durch dünneres Gehäuse, sondern: auch durch: kürzere Spira, nicht rinnenförmige Nähte, und weit grössere nach unten weit mehr vor- vezogene Mündung.
A. fasciata Lamk. begreift, wie seine Citate und sein Vaterland beweisen, verschiedene Ost- und Westindische Arten, und muss dieser Name ganz wegfallen.
19. Ampullaria retusa v. Olfers. Taf. 5. Fig. 1.
A. testa tenui, pyriformi, perforata, nitida, laevi, olivacea, fusco-multizonata; spira ynartam eirciter altitudinis partem aequante, retusa; anfractibus superius valde tumidis, ad sutu- ram saepe fere planis; ultimo versus. basin, conico-attenuato; aperftura oblonga, utrinque aeque lata, labro tenuissimo, margine columellari reflexo, fissuram umbilicalem fere omnino occultante.
Das Gehäuse ist für seine Grösse sehr dünn, sehr glänzend, und birnförmig, indem die Windungen oben sehr stark gewölbt, in einzelnen Exemplaren an der Naht fast horizontal, nach unten dagegen conisch vorgezogen sind. Die Spira ist sehr stumpf, und nimmt kaum den vierten Theil der ganzen Höhe ein. Der Nabel ist sehr eng, und wird fast ganz vom umgeschlagenen Spindelrand ver- deckt. Ich zähle sechs Windungen; die obersten sind braun, die folgenden blass, der letzte hat zahlreiche rothbraune Binden, die in der Mündung deutlicher als aussen sind, indem sie dureh die ziemlich dicke, lebhaft gelblich - olivenfarbene, glatte Epidermis, welche keine Spur von Körnelung zeigt, wenig durchschimmern. Die Mündung ist länglich, sehr schief, die beiden Mundränder beinahe parallel, die Aussenlippe sehr dünn. — Höhe 27%, Durchmesser 25 Linien.
Aufenthaltsort: Guyana, namentlich: der Rio Rupunin, und Brasilien.
20. Ampullariapyrum Ph. Taf. 3. Fig. 2.
A. testa tenui, pyriformi, anguste umbilicata, alba, zonis multis fuseis pieta; epidermide oli- vacea, sub lente granulata; spira vix quartam altitudinis partem aequante, conica; anfractibus
parum convexis, ultimo superius subcarinato, fere obverse conico; apertura oblonga; peristo- mate scindente; labro. intus marginato.
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Das Gehäuse ist dünnschalig, birnförmig, eng genabelt, weiss, mit zahlrei- chen schmalen braunen Binden. Die Windungen, sechs an der Zahl, sind oben eben, und bilden eine fast genau kegelförmige Spira, die kaum den vierten Theil der gesammten Höhe einnimmt; die letzte ist in der Verlängerung der Naht kantig, nach unten beinahe kegelförmig verschmälert. Die Mündung ist länglich, mit schneidender, innen gerandeter Aussenlippe. Die Epidermis zeigt unter dem Vergrösserungsglase dicht gedrängte gekörnelte Querlinien. Höhe 27, Durch- messer 24 Linien.
Aufenthaltsort: Brasilien (im Münchener Museum).
Ich habe diese Art unter dem Namen A. zonata var. bekommen, die Gestalt ist indessen so abweichend, dass man schwerlich beide Formen vereinigen kann. Von der gleichfalls birnförmigen A. retusa unterscheidet sie sich durch das co- nische Gewinde, die Kante der letzten Windung, die breitere Mündung, die ge- körnelte Epidermk*.
21. Ampullaria cingulata Ph. Taf. 5. Fig. 3.
A. testa ovata, anguste umbilicata, tenui, hyalina, lactea, zonis rufis angustis 5-6 elegan- ter pieta; spira conica, tertiam altitudinis partem haud aequante; suturis canaliculatis; anfracti- bus teretibus, ultimo versus basin paullulum attenuato; apertura maxima, ovata; margine colu- mellari late reflexo.
Eine sehr ausgezeichnete Art, welche durch den engen Nabel und das dünne Gehäuse der A. figulina einigermassen nahe kommt, aber durch die breite rin- nenförmige Naht, die geringe Zahl der Binden etc. sehr verschieden ist. Das Gehäuse ist ziemlich eiförmig, stumpflich, und besteht aus sechs Windungen, welche gegen die Naht hin abschüssig sind, so dass dadurch hier eine breite und ziemlich tiefe Rinne entsteht; die letzte ist im obern Theil am stärksten gewölbt. Die Spira nimmt den vierten Theil der gesammten Höhe ein. Die Oberfläche ist ziemlich glänzend, ungeachtet sie dicht gedrängte, zarte Anwachsstreifen zeigt. Die Mündung ist sehr gross, länglich eiförmig; der untere Theil des linken Mund- saumes ist länger als der obere, breit, und über den engen Nabel zurückgeschla- gen; die Aussenlippe ist einfach, gerade. Das Gehäuse ist weiss, glasartig, mit sechs ziemlich schmalen rothbraunen Binden; die Spitze gelb. Die Epidermis fehlte. — Höhe 15", Durchmesser 15 Linien.
Aufenthaltsort: unbekannt. (Aus dem Berliner Museum.)
22. Ampullaria Wernei Ph. Taf, 5. Fig. 4. Taf, 17. Fig. 2.
A. testa magna, subglobosa, anguste umbilicata, laevi, lucida, obsolete multifasciata; epi- dermide pulchre olivacea; anfractibus teretibus, ad suturam depressis; spira fere quartam altitu-
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dinis partem aequante: aperfura ovato-oblonga, semilunari; peristomate late inerassato; faucibus purpurascentibus multifaseiatis.
Ampullaria rugosa, Parreyss in lit.
Das Gehäuse ist kugelig eiförmig, solide, glatt, glänzend, wenn auch die Anwachsstreifen es hie und da runzelig erscheinen lassen. Ich zähle 5% Win- dungen, welche beinahe eylindrisch, an der Naht jedoch beinahe horizontal sind. Die Spira nimmt etwa den vierten Theil der gesammten Höhe ein, doch variirt dieses Verhältniss, so wie auch das Verhältniss zwischen Höhe und Breite des Gehäuses, ein wenig. Der Nabel ist eng, geht aber bis zur Spitze durch. Die Mündung ist länglich-eiförmig, und wegen des Hereintreters der letzten Windung halbmondförmig. Der Mundsaum ist innen in ziemlicher Breite aber nur mässig verdickt, der freie Spindelrand ein wenig über der Naht zurückgeschlagen, und so lang wie der angewachsene Theil des linken Mundsaums oder die eigentliche Innenlippe. Das Gehäuse zeigt schmale, rothbraune Binden, dieselben scheinen aber nicht durch die dicke olivengrüne oder olivenbraune Epidermis durch, und sind meist nur innen sichtbar. Der verdickte Mundsaum ist bald grünlich weiss, bald gelb. Der Deckel ist kalkig, sehr diek, biäulich, von der Gestalt der Mün- dung des Gehäuses, schmaler als der von A. globosa. Höhe 3 Zoll 7 Linien, Durchmesser 3 Zoll 2 Linien.
Aufenthaltsort: der weisse Nil.
Fig.4 der Sten Tafel stellt ein nicht vollkommen ausgewachsenes, von Werne dem Berliner Museum mitgebrachtes Exemplar vor, welches ich Anfangs wegen seiner engeren Mündung für verschieden von dem grossen durch Parreyss erhal- tenen Exemplare meiner Sammlung (Tafel 17. Fig. 2) hielt.
Von Ampuliaria urceus (rugosa Lamk.) unterscheidet sich A. Wernei, abge- sehn von Deckel und Mundsaum, durch die Glätte der Schale, und die unten nicht so vorgezogene Mündung etc.
23. Ampullaria columbiensis Sow. Taf. 5. Fie. 5.
A. testa ovata, solida, anguste umbilicata; laevi, olivacea, fusco multizonata; spira conica, tertiam altitudinis partem subaequante, apice erosa; anfractibus superieribus parum, ultimo aequa- liter convezis; apertura oblongo-ovata, intus purpurea; peristomate simplici, albo-maculato.
Ampullaria columbiensis, Coll.
Diese Art scheint nirgends beschrieben; den Namen finde ich, ohne Angabe eines Autors, in Jay’s Catalog. Das Gehäuse ist ziemlich solide, eiförmig nach oben und nach unten beinahe gleichmässig schmaler werdend, ganz glatt und besteht aus fünf Windungen, die gleichmässig conyex sind; die letzte ist nach der Basis hin etwas verschmälert, von den obern sieht man nur einen kleinen Theil, daher sie schwächer gewölbt erscheinen. Die Spira nimmt den dritten Theil der gesammten
21 Höhe ein. Zahlreiche schmale rothbraune Binden schimmern durch die olivenfar- bene Epidermis durch. Der Nabel ist eng, kaum durchgehend, und liegt in der halben Höhe des linken Mundsaums. Die Mündung ist länglich eiförmig, innen purpurn, der Mundsaum weiss und braun gefleckt, einfach. — Höhe 16, Durch- messer 14 Linien.
Aufenthaltsort: unbekannt.
24, Ampullaria oblonga Swains, Tafel 5. Fig. 6. — Tafel 10. Fig. 1.
A. testa oblonga, laevi, tenui, fasciis destituta, fusca, subimperforata; epidermide oliva- cea; spira conica, apice obtusa, quartaın altitudinis partem aequante; anfractu ultimo superius turgido, basin versus attenuato; apertura elongata; peristomate simplieci.
Ampullaria oblonga, Swains. Zool. Ill.vol. I. t. 136. figg. mediae.
Nachdem ich auf Tafel 10 eine Copie der Swainson’schen Figuren bereits gegeben, bekam ich vom Berliner Museum zwei Exemplare der A. oblonga zur Ansicht, und konnte ich noch das ausgewachsene auf Tafel 5 abbilden. Das Gehäuse ist nicht besonders dünn, eher solide, und durch seine schmale Gestalt sehr ausgezeichnet. Die Windungen sind oben sehr stark gewölbt, nach unten stark verjüngt; das Gewinde hat eine auffallend stumpfe Spitze, und ist beinahe terrassenartig abgesetzt, es misst nur etwa den vierten Theil der gesammten Höhe. Die Mündung ist länglich, in der Gegend des gänzlich ebliterirten Nabels am breitesten, unten etwas vorgezogen. Der Mundsaum ist einfach. Unter einer olivengrünen Epidermis ist das Gehäuse lila; ein jüngeres Exemplar ist ganz blassgelb, und scheint diese Art niemals Binden zu bekommen. — Höhe Is, Breite 14 Linien.
Aufenthaltsort: Caripe (nach dem Berliner Museum).
25. Ampullaria balteata Ph, Taf. 5. Fig. 7. — Taf. 17. Fig. 4.
A. testa subglobosa, late umbilicata, laevi, pallide lutea vel alba, in basi zonis paueis rufis cineta; spira acuta, tertiam altitudinis partem aequante; anfractibus teretibus, ad suturam depressis; apertura oblengo-ovata, flava, peristomate simplieci, margine columellari vix dilatato, labium altitudine subsuperante.
Lange Zeit kannte ich nur das Tafel 5 Fig. 7 abgebildete, kleine aber völlig ausgewachsene Exemplar meiner Sammlung, bis ich das grosse, Tafel 17 Fig. 4 vorgestellte, seiner Epidermis beraubte von meinem Freunde Koch zur Ansicht erhielt.
Das Gehäuse ist ziemlich solide, niedergedrückt kugelig, weit genabelt, ziem- lich glatt, glänzend. Die sechs Windungen sind stark und ziemlich gleichmässig gewölbt, an der Naht beinahe horizontal, so dass die Spira, welche den dritten
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Theil der ganzen Höhe ausmacht, beinahe terassenartig abgesetzt erscheint‘ Die Oberfläche ist glatt, in dem grösseren Exemplar gegen die Mündung hin durch die Anwachsstreifen etwas runzelig; oben an der Naht deutlicher gerunzelt, und auch wohl mit einer concentrischen Furche versehn. Unter der olivengrünen Epi- dermis sieht man auf der Mitte des letzten Umganges oder etwas darunter ein schmales braunes Band, und ein paar ähnliche im untersten Theil desselben. Die Mündung ist länglich eiförmig, durch die letzte Windung beinahe gar nieht modi- fieirt, blass gelb, mit einfachem Mundsaum. Der Spindelrand ist nicht verbrei- tert und länger als die Innenlippe. Höhe 29, Durchmesser 28 Linien.
Aufenthaltsort: unbekannt.
Von A. glauca oder effusa, A. orinoccensis, luteostoma, dubia unterscheidet sich diese Art durch die nicht verbreiterte Spindellippe sogleich.
26. Ampullaria purpurea Jonas, Taf. 6. Fig. 1.
A. testa sinistrorsa, solidiuscula, furrita, subimperforata, laeviuscula, olivacea; anfrac- tibus modice convexis, spira acufa, saepe erosa, dimidiam altitudinem occupante; apertura lu- nata, peristomate simpliei, faucibus purpureis.
Ampullaria purpurea, Jonas 1839 Archiv f. Naturgesch. p. 242. tab. X. £. 1. Bulimus tristis, Jay 1839 Catal. t. 7. £. 1. p. 121.
Das Gehäuse ist linksgewunden, mit einem engen Nabelritz versehn, ziem- lich dickschalig, solide, glänzend, glatt; die Epidermis ist unter der Lupe durch dichte Längs- und @uerstreifen fein decussirt, beinahe gekörnelt, olivengrün, oft ist die Spitze schwärzlich, die folgenden Windungen biläulich, die letzte braun; bisweilen, wie die Melanien mit einem schwarzen Ueberzuge versehn. Die Win- dungen sind nur mässig gewölbt, das Gewinde spitz, wenn es nicht angefressen ist, was nicht selten der Fall ist, von der halben Länge des Gehäuses. Die Mündung ist halbmondförmig, oben sehr spitz, im Schlunde purpurroth, der Mund- saum einfach, die Spindellippe, wo sie in die Innenlippe übergeht, etwas umge- schlagen, so dass der sehr enge Nabelritz fast ganz verdeckt ist. Der Deckel ist dünn, hornartig, gelblich, oben spitzwinklig. — Diese Art wird sehr gross, ich besitze ein beinahe drei Zoll langes Exemplar.
Aufenthaltsort: das Festland Afrikas der Insel Zanzibar gegenüber, nicht der Schwarenfluss in Australien, wie Jonas angegeben hatte.
27. Ampullaria ovum Peters. Taf. 6. Fig. 2. Taf. 7. Fig. 7.
A. testa oblonga, subturrita, anguste umbilicata, laevissima, nitida, olivacea, fasciis destituta; anfractibus convexis; apertura ovato-oblonga, sublunata; peristomate simpliei. Paludina olivacea, Sow. Gen. of Shells fig. 3. — _ Reeve Conch. syst. II. t. CXCVIM. fie. 3. Lanistes ovum, Peters Archiv f. Naturgesch. 1835. I. p 215.
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Das Gehäuse ist länglich-thurmförmig, weit breiter als bei der vorigen Art, ziemlich dünnschalig, eng aber offen genabelt, nieht bloss durchbohrt, glatt, glän- zend, olivenfarben, und zeigt die Epidermis keine Spur der Bildung, wie sie bei A. purpurea beobachtet wird. Die Windungen, 5V: an der Zahl, sind ziemlich stark gewölbt; die Spira nimmt ebenfalls die halbe Höhe des Gehäuses ein; die Mündung ist länglich eiförmig, weniger sichelförmig gebogen, der obere Winkel ist weniger spitz; der Schlund dunkel purpurbraun, der Mundsaum einfach, weiss. — Höhe 28", Breite 25 Linien; meist kleiner. Das grosse, Taf. 7. Fig.7 abgebildete Exemplar befindet sich im Berliner Museum.
Aufenthaltsort: Mozambique.
28. Ampullaria intorta Lamk. Taf. 6. Fig. 3.
A. „testa sinistrorsa, ovato-globosa, perforata, laevi, alba, zona fasciisque rufo-violaceis pieta; anfractibus quaternis, subintortis, superne planulatis; labro tenui.‘“
Ampullaria intorta, Lamk. hist. nat. etc. vol. VI, 2. p. 179 — edit. 2. vol. VII. Eneyel. meth. t. 457. fie. 0 ae Ich habe diese Art nicht gesehn. Sie ist eiförmig, ziemlich weit genabelt, keineswegs bloss perforirt, glatt, die Windungen 4 oder 5, sind mässig gewölbt, nahe der Naht platt; die Spira nimmt zwei Fünftel der gesammten Höhe ein. Die Mündung ist länglich-eiförmig, oben spitz, mit einfachem Mundsaum. Von allen links gewundenen Ampullarien zeichnet sich diese Art sehr durch ihre zahl- reichen braunen Binden aus. — Höhe 12, Durchmesser 10 Linien. Aufenthaltsort: unbekannt.
29. Ampullaria Bolteniana (Helix) Chemn. Taf. 6. Fig. 4. 5.
A. testa sinistrorsa, depressa, late umbilicata, laevi, rufescente, zona alba in medio an- fractu ultimo, basi alba; epidermide virescente; earina umbilicum eingente; apertura ovato-orbi- eulari, peristomate simplici, recto.
Gualt. Test. t.2, fig. T. bene. Helix Bolteniana, Chemn. Conch. Cab. IX. I. p. 89. t. 109. f. 921. 22. — hyalina var. 3. Gmel. p. 3640. nr. 180. Cyclostoma carinata, Oliv. Voy. 1804. vol. II. p. 39. note 3. t. 31. f.2. A. B. Lanistes Olivieri, D. Montf. 1810 Conch. syst. nr. 31. p. 122. Ampullaria carinata, Lamk. hist. nat. etc. vol. VI. 2. p. 179. — ed. 2. vol. VII. p- 536. nr. 8. Lanistes Olivieri, Blainv. Manuel de Mal. t. 34. f. 3. Caillaud Voy. a Meroe. vol. 2. t. 60. f. 9, Desh. Encycl. meth. Vers. vol. 2. p. 219.
Das Gehäuse ist ziemlich dünnschalig, niedergedrückt, mit feinen Anwachs- streifen dicht bedeckt, auch wohl etwas gerunzelt, sonst glatt. Die fünf Win-
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dungen sind bald an der Naht horizontal, dann gewölbt, die letzte in der Ver- längerung der Naht kantig, bald fast gleichmässig gerundet, und stärker abge setzt, doch pflegen die obersten Windungen immer eine kleine Kante in der Mitte zu zeigen. Das Gewinde nimmt etwa % der gesammten Höhe ein, ist aber bis- weilen etwas höher, bisweilen etwas niedriger. Der Nabel ist ziemlich weit, von einer schärferen oder schwächeren aber stets deutlichen Kante eingefasst. Die Mündung ist läuglich-eiförmig, mit ziemlich gradlinigstem Innenrand; die Lippe einfach und scharf. Unter einer dünnen, grünlichen Epidermis pflegen die oberen zwei Drittel der Windungen rothbraun, die Grundfläche, und eine Binde in der Mitte der Windung weiss zu sein. Die Spitze ist bald hellviolett, bald blau- sehwarz. Der Deckel ist dünn, hornartig, von der Gestalt der Mündung. — Durchmesser 15 Linien, Röhe 12’. Linie.
Aufenthaltsort: der Nil von Unterägypten bis Abyssinien hinauf; aus Abys- sinien stammt eines meiner Exemplare, welches ich von Rüppel erhalten.
30. Ampullaria nilotica Sow. Taf. 6. Fig. 6. (nach Swainson).
A. testa sinistrorsa, late umbilicata, subglobosa, fere biconica, tenui, laevi, alba, tasciis destituta; epidermide olivacea, tenuniter striata; spira conica acuta, (in icone) circa quartam to- tius altitudinis partem oceupante; apertura ovata, utrinque angulata; margine obtusa, umbilicum
cingente. i Ampullaria nilotica, Sow. apud Swains. Zool. Illustr. 2ser. vol. I. t. 38. f.2.
Ich habe diese Art nicht gesehn. Sie ist dünnschalig, so hoch wie breit, und nähert sich der Gestalt eines in der Mitte abgerundeten Doppelkegels. Die oberen Windungen erscheinen schwach gewölbt, und in der Figur, weiche die Mündung zeigt, nimmt die Spira nur den vierten Theil der Höhe ein; wahrschein- lich ist sie aber höher, und nur jene Figur nicht in der richtigen Lage gezeich- net. Der Nabel erscheint enger als bei A. Boiteniana, und soil von einer stumpfen Kante umgeben sein. Die Mündung ist eiförmig und erscheint oben und unten winklig. Das Gehäuse ist unter einer olivengrünen, fein gestreiften Epi- dermis weiss, ohne Binden. — Höhe 16”, Durchmesser 17% Linie.
Aufenthaltsort: unbekannt.
31. Ampullaria subcarinata Sow. Taf. 6. Fig.
A. testa sinistrorsa, crassiuseula, late umbilicata, snbglobosa, olivacea, faseiis angustis purpureis in medio anfractus ultimi pieta; anfractibus superne angulatis, supra planis et Jinea transversa notatis; spira obtusa, vix quartam totius altitudinis partem occupante; umbilico carina obtusa eincto; apertura oblongo-ovata; peristomate simplici.
Ampullaria subcarinata, Sow. Gen. of Shells. f. 4. — —_ Swains. Zool. Ill. 2 ser. I. t. 38. £. 1. _ —_ Beeve Uonch. syst, IL. t. COXCVIIL £. 4.
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Das Gehäuse ist linksgewunden, ziemiich weit genabelt, etwas dickschalig, in Folge unregelmässiger, durch das Wachsthum hervorgebrachter Runzeln ziem- lich rauh. Die Windungen haben oben eine Kante, sind oberhalb derselben eben, und mit einer Querlinie bezeichnet (also wie bei A. balteata u. andern); die Spira ist kurz und nimmt etwa den vierten Theil der ganzen Höhe ein. Der Nabel ist weit, von einer stumpfen Kante umgeben; die Mündung länglich eiförmig, unten abgerundet, mit einfachem Mundsaum. Das Gehäuse ist unter einer olivengrünen Epidermis weiss, mit schmalen purpurnen Binden auf der Mitte der letzten Win- dung. — Höhe 17, Durchmesser 18% Linie.
Aufenthaltsort: Der Congo-Fluss; von Cranch gesammelt.
32. Ampullaria libyca Morelet.
; Taf. 6. Fig. 8.
A. testa sinistrorsa, anguste umbilicata, ovata, tenui, lineis elevatis transversis cincta, fusca, obseurius fasciata; anfractibus superioribus medio carinatis supra carinam planis; spira 35; totius altitudinis oceupante; carina acuta umbicum cingente; apertura ovato-oblonga, utrinque
angulata. Ampullaria libyca Morelet in Bronn’s Tauschcatalog 1850.
Das Gehäuse ist linksgewunden, genabelt, dünnschalig eiförmig, mit feinen, erhabenen, ungleichen Querlinien, und sehr zarten Anwachsstreifen, bräunlich mit dunkleren, durch die Epidermis durchschimmernden Querbinden. Die Win- dungen, vier bis fünf an der Zahl, sind oben scharfkantig, oberhalb der Kante horizontal; die Spira nimmt % der ganzen Länge ein; der Nabel ist eng, zuletzt etwas trichterförmig erweitert und von einer scharfen Kante umgeben. Die Mün- dung ist länglich eiförmig, beiderseits winklig, innen braun. Der dünne hornar- tige Deckel hat dagegen unten keinen Winkel. — Höhe 7", Durchmesser 7 Linien.
Aufenthaltsort: Gabon in Guinea.
33. Ampullaria nucleus Ph. Taf. 7. Fig. 1.
A. testa parvula, omnino imperforata, solida, ovato-globosa, zonis rufo-fuscis interruptis pieta; spira conica, tertiam altitudinis partem aequante; anfraotibus superioribus valde convexis, subangulatis, ultimo versus basin paullulum attenuato; apertura oblongo-ovata, alba; labro intus
incrassato.
Das Gehäuse ist klein, undurchbohrt, ohne alle Spur von Nabelritz, dick- schalig, eiförmig-kugelig, mit rothbraunen, unterbrochenen Binden; die conische Spira nimmt den dritten Theil der gesammten Höhe ein; die oberen Windungen sind sehr convex, etwas kantig, die letzte gegen die Basis hin etwas verschmä- lert. Die Mündung ist länglich -eiförmig, weiss; die Aussenlippe innen auffallend verdickt. Der Deckel ist dünn, hornartig, — Höhe 8, Durchmesser 7% Linien.
_ Aufenthaltsort: unbekannt. (Aus dem Berliner Museum.)
I. 20. 4
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Durch das solide Gehäuse, die unterbrochenen @uerbinden etc. kommt diese Art der A. erassa nahe, scheint aber durch den gänzlichen Mangel einer Nabel- spalte, kürzere Spira, kantige Windungen und durch die unten verschmälerte Gestalt der letzten Windung hinreichend verschieden, um als eigene Art aufge- stellt werden zu müssen.
34. Ampullaria Geveana Desh, Taf. 7. Fig. 2.
A. testa solida, depressa, alba, transversim rufo multizonata; apice brevi, acuto; 'spira demum plana; sufuris eanalienlatis; umbilico latissimo; apertura oblongo-ovali, crocea, perpen- dieulari; labio columellari dilatato, perpendiculari.
Geve Belust. t. 3. f. 20 a. b.
Neritae effusae pars. Müll. hist. verm. p. 175.
Helicis effusae pars. Chem. Conch. Cab, IX. 2. p. 118. ’ Ampullaria Gevesensis Desh. in Lamk. hist. nat. ed. 2. vol. VII. p. 541. n. 12.
Deshayes hat wohl den deutschen Genitiv Geve’s für den Nominativ gehal- ten, und so das fehlerhafte Wort Gevesensis gebildet, welches ich in Geveana verbessert habe. — Das Gehäuse ist solide, glatt, niedergedrückt, und besteht aus 6% Windungen, von denen die ersten drei bis viertehalb eine kurze, kegel- förmige Spitze bilden, die andern oben horizontal sind, so dass das Gehäuse zu- letzt scheibenförmig wird; an der Naht verläuft ein breiter ziemlich tiefer Kanal. Der Nabel nimmt etwa den dritten Theil des Durchmessers der Grundfläche ein. Die Windungen wachsen langsam in die Breite aber rasch in die Höhe; der Ue- bergang der letzten in den Nabel ist vollkommen abgerundet. Die Mündung ist länglich, von der letzten Windung ziemlich modifieirt, im Umfang safrangelb; ihre Axe ist genau senkrecht. Der untere freie Theil des inneren Mundsaumes ist stark verbreitert und umgeschlagen. Das Gehäuse ist unter der gewöhnlichen, olivengrünen Epidermis weisslich mit 6 und mehr braunrothen, breiten Binden. — Höhe der Axe 13, Durchmesser 26 Linien.
Aufenthaltsort: unbekannt.
35. Ampullaria planorbula Ph Taf. 7. Fig. 3.
A. testa depressa, alba, zonis rufis transversis paucis eincta; apice brevi, obtusiusculo; spira demum plana; suturis late canaliculatis; umbilico amplo; apertura oblongo-ovata, alba; axi ejus obliqua; labio columellari dilitato.
Das Gehäuse ist beinahe scheibenförmig, und der so eben beschriebenen A. Geveana sehr ähnlich, aber abgesehen von der geringen Grösse leicht zu unter- scheiden durch den kleineren Nabel, den breiteren Kanal an der Naht, deutliche Kanten der Windungen sowohl oben am Kanal der Naht, wie unten am Nabel, durch die schief nach unten und innen geneigte Axe der Mündung, die weisse Farbe derselben, die grössere Kürze der Spindellippe, welcher kaum so lang ist,
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wie die Innenlippe, endlich durch die schmalen Binden. — Höhe der Axe 5%, Durchmesser 9% Linien. Aufenthaltsort: unbekannt. Aus dem Berliner Museum.
36. Ampullaria paludinoides De Crist. et Jan. Taf. 7. Fig. 4.
A. testa subglobosa, umbilicato-perforata, plerumque glauca, fusco-zonata; epidermide oli- vacea; spira conica, tertiam altitudinis partem occupante; anfractibus ad suturam horizontalibus; apertura oblongo-ovata; labro intus inerassato, obtuso.
Ampullaria paludinoides De Crist et Jan. Catal. nr. 25. fide Mus. Berolin.
Das Gehäuse ist ziemlich solide, beinahe kugelig, glatt. Die Windungen sind oben an der Naht horizontal und wird dieser horizontale Streifen von einer sehr stumpfen aber deutlichen Kante begränzt; übrigens sind die Windungen fast ey- lindrisch, im oberen Theil jedoch etwas stärker aufgetrieben als gegen die Basis hin. Die Mündung ist länglich-eiförmig; die Aussenlippe stumpf, innen in ziem- licher Breite verdickt, gelblich oder weiss; der freie Theil des linken Mundsaums oder die Spindellippe ist über den sehr engen Nabel zurückgeschlagen und kür- zer als die eigentliche Innenlippe. Die Epidermis ist olivengrün, wie gewöhn- lich; darunter ist das Gehäuse einfarbig oder mit zahlreichen braunen Binden versehn. — Höhe vom Wirbel bis zur Basis der Mündung 19, Durchmesser 16 Linien. A
Aufenthaltsort: Nach dem Münchener Museum Mangalore in Ostindien, nach dem Berliner Museum Südamerika und Mexiko. Der ersteren Angabe schenke ich mehr Glauben.
Von A. virens unterscheidet sich A. paludinoides durch eine höhere Spira, die deutliche Kante in der Nähe der Naht, von A. malabarica durch die mehr ku- gelige Gestalt und die breitere Mündung.
37. Ampullaria sinamarina (Bulimus) Brg. Taf. 7. Fig. 5.
A. testa ovato-ventricosa, imperforata, crassa, solida, fusca, unicolore, apice obtusa, de- cussatim striata, subgranosa; anfractibus convexis, ultimo maximo; apertura magna, late ovata, albida, superius angulata.
Bulimus sinamarinus Brug. Journ. d’hist. nat. I. p. 342. t. 18. f. 2, 3. Ampullaria sinamarina Desh, in ed. 2. Lamk. vol. VIII. p. 548.
Das kugelig-eiförmige, diekschalige, undurchbohrte Gehäuse besteht nur aus vier Winpdungen, die mässig gewölbt sind. Die Spira beträgt beinahe den dritten Theil der ganzen Höhe, ist aber meist abgefressen. Die letzte Windung ist sehr gross, gleichmässig gerundet. Die Oberfläche ist durch vertiefte Querlinien und vertiefte Anwachsstreifen kreuzweise durchschnitten, und gekörnelt. Die Mündung ist sehr gross, breit eiförmig, oben winklig, der Columellarrand ist beinahe grad-
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linigt; der Mundsaum ist einfach, innen schmutzig gelblich, nach Deshayes schön milchweiss; die Innenlippe ist ziemlich verdickt; die Spindel ist dick, drehrund; der Schlund purpurn, ins Bläuliche fallend. Aussen ist die Schale einförmig oli- venbraun. — Höhe 23, Durchmesser 24 Linien.
Aufenthaltsort: Guyana. (Aus dem Berliner Museum.)
35. Ampullaria guinaica Lamk, Taf. 7. Fig. 6.
A. testa sinistrorsa, anguste umbilicata, globoso-conoidea, satis tenui, olivacea,: obscure fasciata; spira tertiam altitudinis partem vix superante, plerumque erosa; anfractibus teretibus, ultimo rotundatim in umbilicum abeunte; apertura subovata, peristomate simplici.
Helix lusitanica L. Syst. nat. ed. XII. p. 12452? —_ — Gimel. p. 3636. nr. 822? Gualt. Test. t. 2. fig. T.2?? (scheint mir Bolteniana zu sein!) La prune de Reine Claude Favanne Cat. rais. nr. 107. t. 2. f. 107. p. 26.
Helix varica Müll. hist. verm. p. 70. nr. 266. — Gmel. p. 3635. nr. 76. Chemn. Conch. Cab, vol. IX. 1. p. 80. t. 108. f. 913. 14. epidermide orba. Cochlea guinaica, — — — vol.X. p. 367. t. 173. f. 1684. 85. epidermide vestita. Prunum viride.
Ampullaria olivacea Encyel. meth. t. 457. f, 1. A. B. — guinaica Lamk. hist. nat. etc. ed. 1. vol. VI. 2. p. 178. — ed. 2. vol. VII. p. 536.
In mehreren Punkten kann ich Deshayes Ansicht über diese Art nicht thei- len. Er meint, Chemnitz folgend, es sei kein Zweifel, dass die A. guinaica iden- tisch mit Helix lusitanica sei, allein ich bezweifle, dass sich die H. lusitanica aus der Beschreibung erkennen lässt, die nicht einmal angibt, dass das Gehäuse links gewunden ist. Die von Linne citirte Figur Gualtieri’s ist schon von Lamarck nur mit einem ? zur A. guinaica eitirt, und scheint mir sicher zur A. Bolteniana zu gehören. Die Priorität hat unstreitig der Müller’sche Name. Zweitens kann ich den Zweifel von Deshayes nicht theilen, ob beide Chemnitz’sche Abbildungen der- selben Art angehören, nur ist zu bemerken, dass in Fig. 1685 die Spira zu hoch ist, und drittens zweifle ich gar nicht, dass Lamarck’s Art und die Chemnitz’sche identisch sind. — Das Gehäuse ist mässig dickschalig, kugelig conoidisch, und besteht aus fünf bis sechs Windungen, von denen die obersten in der Nähe der Naht weit undeutlicher kantig sind, als bei A. Bolteniana; der letzte ist vollkom- men drehrund, ohne Kante in der Nähe der Naht, und um den Nabel herum, bis- weilen aber mit einer Andeutung von Kante in der Fortsetzung der Naht. Die Spira nimmt beinahe den dritten Theil der gesammten Höhe ein, und ist oft an der Spitze angefressen. Die Mündung ist breit eiförmig, mit sehr schiefer Axe, und einfachem, schneidendem Mundsaum. Die Farbe ist olivengrün, nach der Spitze hin dunkler. Auf der letzten Windung schimmern bisweilen ein paar braune Binden durch. Fehlt die Epidermis, so erscheint das Gehäuse bläulich
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grau und braun gewölkt. Der Deckel ist dünn, hornartig, glatt, oben winklig. — Höhe des Gehäuses 19, Durchmesser 20 Linien; nach Chemnitz gibt es Exemplare von 27 Linien Durchmesser.
Aufenthaltsort: Guinea, namentlich die Gegend um den Voltafluss.
Ampullaria ovum Peters. j Taf. 7. Fig. 7. Siehe die Beschreibung oben p. 22. nr. 27.
39, Ampullaria malabarica Ph. Taf. 7. Fig. 8.
A. testa ovata, anguste umbilicata, olivacea, unicolore, laevi; spira fere tertiam altitudinis partem aequante, subcontabulata; anfractibus ad suturam horizontalibus, ibique radiatim subru- gosis, ultimo versus basin paullulum attenuato; apertura ovato-oblonga; peristomate intus in- crassato.
Das Gehäuse ist ziemlich breit eiförmig, sehr eng genabelt, mässig solide, glatt, glänzend. Es besteht aus 5/2 Windungen; die oberen sind stark gewölbt, an der Naht horizontal und daselbst etwas strahlenartig gerunzelt, die letzte ist nach der Basis hin etwas verschmälert; die Spira, welche etwa den dritten Theil der gesammten Höhe einnimmt, erscheint beinahe treppenartig abgesetzt. Die Mündung ist länglich-eiförmig, etwas halbmondförmig, ihr oberer Winkel ist ab- gerundet; der Mundsaum ist innen verdickt; der Spindeltheil desselben ist eben so lang, wie die dünne Innenlippe. Von aussen erscheint das Gehäuse einfarbig, olivengrün, im gelblichweissen Schlunde erblickt man indessen gegen die Aussen- lippe hin Andeutungen von schmalen, rothbraunen Binden. Der verdiekte Mund- saum ist gelblich mit einem schwarzen Saum der Epidermis eingefasst. — Mein Exemplar ist 16V Linien hoch, und 14 Linien breit, ich habe aber seitdem grös- sere, 21 Linien hohe Exemplare gesehn.
Aufenthaltsort: Mangalore im Reich Canara auf der Küste Malabar; mitge- theilt von Herrn Hohenacker in Esslingen.
Von A. scutata Mousson unterscheidet sich diese Art durch die horizontale Zone an der Naht, den deutlichen Nabel, die längere Spindellippe, von A. virens, carınata, globosa etc. durch die eiförmige Gestalt.
40. Ampullaria polita Desh. Taf. 8. Fig. 1.
.. A. testa ovata, vix perforata, polita, virescente; spira productinscula, apice obtusa 2, to- tius altitudinis aequante; apertura ovato-oblonga intus purpurea, labro intus marginato, Ampullaria polita Desh. Encyel. meth. Vers. vol. 2. p. 31. nr. 8. = .— Lamk. bist, nat. ed. 2. vol. VIH. p. 54. B — virescens Desh. Dict. class. d’hist. nat. plauches 5m. livr. t. 87. £ 2.
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Das Gehäuse ist eiförmig, für seine Grösse dünnschalig, sehr glatt und glän- zend, mit einem engen Nabelritz, und besteht aus 61 Windungen, welche eine kegelförmige, hohe, zwei Fünftel der gesammten Höhe einnehmende Spira bilden. Dieselben sind — und hiervon sagt Deshayes nichts — oben an der Naht bei- nahe horizontal und machen eine stumpfe, abgerundete aber doch deutliche Kante ehe sie nach unten abfallen. Die Mündung ist länglich eiförmig, nach oben hin allmählig schmaler; die Aussenlippe ist innen in einiger Entfernung vom Rande verdickt. Auch die Innenlippe ist ziemlich stark verdickt. Die enge Ritze, wel- che den Nabel andeutet, liegt tief, im dritten Theil der Höhe des innern Mund- saumes. Das ganze Gehäuse erscheint aussen dunkel grünlich, der abgeriebene Wirbel dunkel purpurn, beinahe schwärzlich, der Schlund ist chocoladenbraun, und der äussere Theil der Aussenlippe innen dunkel rostbraun; die Innenlippe aber heller rostbraun, nach Deshayes dunkel orange gelb. Derselbe gibt auch an, dass sich zuweilen Spuren von Binden zeigen. Der Deckel, welcher Des- hayes unbekannt geblieben war, ist dick, kalkig, bläulich, wenn die Epidermis davon kommt. — Höhe 32, Durchmesser 26 Linien.
Aufenthaltsort: Java (nach Herrn Obrist Winter).
Von Herrn Largilliert habe ich eine kleine, 23 Linien hohe, sehr dünnscha- lige, mehr gelbgefärbte Ampullaria erhalten, welche aus China stammen soll, und. wo die oberen Windungen schwach gewölbt sind, und jeder Andeutung von Kante entbehren, welche aber übrigens grosse Aehnlichkeit mit A. polita zeigt. Ich vermuthe, dass sie eine eigene Art bilden muss, mag ihr aber keinen Namen ge- ben, da mein Exemplar den Mundsaum noch nicht vollendet hat, und an der Spitze „eschädigt ist.
41. Ampullaria virens Lamk. Taf. 8. Fig. 2.
A. testa globosa, ventricosa, anguste umbilicata (subperforata Lamk.), virente; spira brevi, quintum altitudinis partem vix superante; anfractibus convexis, ultimo maximo; apertura ovato- oblonga, rufescente, peristomate incrassato albo.
Ampullaria virens Lamk. hist. nat. etc. ed. 1. vol. VI. 2. p. 179. — ed.2. vol. VIM. p- 536. nr. 7. _ — Delessert Recueil. t. 31. £. 5. —_ — conica Swains. 1823. Philos. Magaz. vol. 62.
Die beiden Exemplare meiner Sammlung stimmen in Grösse, Gestalt, Fär- bung, Nabelbildung etc. vollkommen mit der Delessert’schen Abbildung, die Win- dungen sind aber an der Naht horizontal, und ist diese horizontale Zone von einer Art Kante eingefasst, die indess weit schwächer als bei A. polita oder ca- rinataSwains. und vielleicht nur vom Zeichner Delesserts nicht gehörig hervorge- hoben ist. Das Gehäuse ist kugelig, etwas niedergedrückt, glatt und glänzend, eng aber deutlich genabelt.e. (Wenn Lamarck im Gegensatz zu A. guinaica — eine
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wunderliche Vergleichung! — sagt: subperforata und: elle nä qu’une fente ombili- cale, so zeigt die Figur von Delessert deutlich einen engen Nabel in dem Sinn, in welchem die deutschen Conchyliologen das Wort zu gebrauchen pflegen.) Die Windungen sind 5%; die Spira nimmt weniger als den vierten Theil der gesamm- ten Länge ein. Die letzte Windung ist sehr gross und bauchig. Die Mündung ist länglich eiförmig, halbmondförmig, unten etwas vorgezogen, der obere Win- kel gerundet; der Mundsaum ist stark verdickt, stumpf. Der Nabel liegt in der halben Höhe des linken Mundsaums. Aussen ist das Gehäuse einfach olivengrün, innen bräunlich und bandirt, die Verdiekung des Mundsaumes ist weisslich, der äusserste, von der Epidermis gebildete Rand schwarz. — Höhe19Linien, Durch- messer ebensoviel.
Aufenthaltsort: unbekannt.
Die nächste Verwandte scheint mir A. carınata Swains., welche durch be- deutendere Grösse, deutlichere Kante oben an der Naht und gelben Mundsaum zu unterscheiden ist.
42. Ampullaria borneensis Ph. Taf. 8. Fig. 3.
A. testa oyato-globosa, anguste umbilicata, laevi, olivacea; anfractibus aequaliter con- vexis, ad suturam vix horizontalibus; spira tertiam altitudinis parteın aequante, apice eroso, albido; apertura oblongo-ovata, fere Iunata, peristomate late incrassato, flavescente,
Schröter Fluss - Conch. t. IX. £. 14,
Das Gehäuse ist eiförmig, aufgetrieben, ziemlich solide, glatt, glänzend, oli- vengrün, eng genabelt, wie A. virens. Die 5% Windungen beinahe cylindrisch gewölbt, an der Naht zwar beinahe horizontal, aber ohne Kante; die Spira nimmt den dritten Theil der gesammten Höhe ein, der Wirbel ist abgefressen, weiss- lich. Die Mündung ist länglich-eiförmig, beinahe mondförmig, unten ziemlich stark vorgezogen; der Mundsaum innen in der Breite von etwa 1” Linien stark verdickt, am Rande stumpf; der Nabel liest in der halben Höhe des linken Mund- saumes. Unter der olivengrünen Epidermis schimmern die rothbraunen Binden schwach durch; dieselben sind weit deutlicher im Schlunde zu erblicken. Die Verdickung des Mundsaumes ist in der innern Hälfte weiss, in der äusseren blassgelb; der von der Epidermis gebildete Saum desselben ist schwarz. Der Deckel ist kalkig und sehr dick, innen bläulich roth. — Höhe 22, Durchmesser 21 Linien.
Aufenthaltsort: Borneo,, mitgetheilt von Herrn Largilliert.
Von A. virens sogleich durch die hohe Spira, von A. celebensis durch das- selbe Kennzeichen, den offnen Nabel etc., von A. scutata durch den offnen Na- bel etc. leicht zu unterscheiden,
32%
43. Ampullaria pallens Ph. Taf. 8. Fig. 4.
A. testa subglobosa, umbilicato-perforuta, fasciata; epidermide laevi, tenuissima, pallide olivacea; anfractibus rotundatis, sutura profunde canaliculata divisis, ultimo superius maxime ventricoso; apertura ovato-oblonga, fere semilunari, spiram fere ter aequante; pe-
ristomate incrassato-albido. Ampullaria pallens Ph. Zeitschr. f. Malakoz. 1849. p. 17.
Das Gehäuse ist ziemlich solide, beinahe kugelig, eng genabelt, glatt; die Epidermis ist blass olivenfarben sehr dünn, unter der Lupe mit zahlreichen dicht gedrängten Anwachsstreifen bedeckt und beinahe gekörnt. Die 5 oder 5% Win- dungen sind durch eine tiefe, rinnenförmige Naht getrennt; die letzte oben am stärksten bauchig. Die Spira nimmt beinahe den dritten Theil der gesammten Höhe ein. Die Mündung ist länglich eiförmig, halbmondförmig; der Mundsaum innen verdickt; der Nabel liegt etwas unterhalb der Mitte. Das Gehäuse ist bläu- lich mit zahlreichen braunen @uerbinden, welche namentlich in der Mündung ge- gen den Mundsaum hin hervortreten, der Schlund ist in der Tiefe einfach pur- purbraun; der Mundsaum blassgelb, zum Theil durch die auslaufenden Binden gefleckt. — Höhe 19, Durchmesser 17 Linien.
Aufenthaltsort: wahrscheinlich Ostindien.
Von den ähnlichen A. virens, malabarica, borneensis etc. sogleich durch die tief rinnenförmige Naht zu unterscheiden; von A. speciosa, welche dieselbe Naht besitzt, durch engeren Nabel, und engere, weiss gesäumte Mündung.
44. Ampullaria Spixii d’Orb, Taf. 9. Fig. 1.
A. testa subglobosa, solida, late umbilicata, albida, zonis paucis, latis, rufo-fuscis eineta; epidermide olivaceo-lutea, sub lente fortiori tenuissime granulafa; spira conica tertiam altitu- dinis partem superante, sed plerumque apice erosa; anfractibus aequaliter convexis, prope
suturam declivibus; apertura oblongo-ovata, peristomate simplici.
Ampullaria zonata d’Orb. 1835. Guerin Mag. Zool. p. 32. non Spix. — Spixii d’Orb. Voy. Amer. merid. p. 376. t. LI. f£. 7. 8.
Das Gehäuse ist im Allgemeinen kugelig, ziemlich dünnschalig, weit genabelt, glatt, weisslich, mit wenigen, breiten, chocoladebraunen Binden, und einigen schmalen Linien derselben Farbe; die Epidermis ist dunkel gelb, ins Olivenfar- bene fallend, unter schärferer Vergrösserung mit dichten Anwachsstreifen bedeckt und fein gekörnelt. Die Windungen sind beinahe gleichmässig und cylindrisch an der Naht jedoch stärker abschüssig; dicht an derselben sieht man gemeinig- lich eine eingedrückte parallele Linie, und ausserdem strablenartige Runzeln. Die Spira würde reichlich % der gesammten Höhe betragen, allein der Wirbel ist fast immer abgefressen. Die Mündung ist eiförmig, gar nicht mondförmig, die Mund- ränder einfach, schneidend; der Columellarrand nicht verbreitert; die Innenlippe sehr kurz. Der Schlund ist gelblich oder purpurn, und zeigt gegen den Mund-
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saum hin die Binden sehr schön. — Höhe (bei unversehrter Spitze) 16, Durch- messer 15 Linien.
Das Thier, von d’Orbigny beobachtet, hat beide Fühlerpaare sehr lang, eine mittelmässige, dicke Athemröhre, und einen etwas dreieckigen Fuss. Der Augen- stiel ist deutlich vom Fühler gesondert. Die Färbung ist einförmig, oben roth- braun, die Unterseite des Fusses gelblich; die Muskeln des Deckels sind schön scharlachroth. Dieser ist hornartig, dünn, aussen etwas concav.
Aufenthaltsort: der Parana in den Provinzen Corrientes und de las Missiones. Mitgetheilt von d’Orbigny.
Ueber die Verwandtschaft mit A. cyclostoma, und die Unterschiede zwischen beiden Arten siehe diese erstere nr. 16.
45. Ampullaria pulchella Anton. Taf. A. Fig. 4. 5. Taf. 9. Fig. 2.
A. testa ovato-globosa, admodum solida, anguste umbilicata, laevi, Iutescente, zonis paucis, angustis, fuscis eincta; anfractibus modice convexis; spira tertiam altitudinis partem su- perante, apice erosa; apertura oyata, margine interno rectilineo; peristomate incrassato, acuto.
Ampullaria crassa d’Orb. 1835. Guerin. Mag. Zool. p. 33. non Swains. — pulchella Anton 1839. Verzeichniss. p. 50. nr. 1836. _ Roissyi d’Orb. Voy. Amer. merid. p. 377. t. LIL. f. 1—3.
Das Gehäuse ist kugelig-eiförmig, sehr dickschalig, ziemlich eng genabelt, (wenn d’Orb. in seiner Diagnose sagt: minime umbilicata, so ist dies nur ein grammatischer Fehler, und das Wort minime falsch angewendet für anguste;) glatt, weisslich mit einzelnen, schmalen, schwarzbraunen Binden, die durch die dünne gelbliche Epidermis durchscheinen. Diese erscheint bei starker Vergrösse- rung glatter als bei A. Spixii. Die Windungen, nur vier an der Zahl, sind ganz gleichmässig gewölbt; die Spira nimmt über ein Drittel der gesammten Höhe ein, doch ist die Spitze fast immer abgefressen. Die Mündung ist ziemlich breit eiför- mig, oben winklig, der innere Rand fast gradlinigt, der Mundsaum verdickt, je- doch am Rand schneidend. Die Mündung ist weisslich, und treten die braunen Binden in derselben lebhaft hervor. — Höhe 12, Durchmesser 10% Linien.
Das Thier, von d’Orbigny beobachtet, zeichnet sich durch eine kurze Athem- röhre aus (also wohl ein Uebergang zu Asolene!); die Färbung desselben ist ro- senroth in Gelbliche ziehend, unten gleichförmig, oben rothbraun gefleckt. Der Deckel ist hornartig dünn, wie gewöhnlich.
Aufenthalt: der Parana, sehr häufig bei der Stadt Bajada. Mitgetheilt von d’Orbigny.
Von der sehr ähnlichen A. Spixii so wie von A. cyclostoma durch den weit engeren Nabel etc. leicht zu unterscheiden.
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46. Ampullaria Platae (Helix) Maton. Taf. 9. Fig. 3.
A. „testa globoso-ventricosa, subrotunda, erassa, subimperforata, laevigata, flavescente, vel fasciis fuscis eincta; spira obtusissima, erosa; anfractibus quatuor, minime convexis, ultimo magno; apertura magna ovali, albida, labro subacuto ““ d’Orb.
Helix Platae Maton 1809. Linn. Trans. X. t. 24. f. 16. 17. Ampullaria naticoides d’Orb. 1835. Guerin Mag. Zool. p. 33.
_ Platae d’Orb. Voy. Amer. mer. p. 379. t. XLIX. f. 3—6. an Ampullaria Storeria Jay Catal. t. 1. f. 5.? siehe unten nr. 87.
Ich habe diese Art noch nicht selbst gesehn. Das Gehäuse ist kugelig-eiför- mig, dickschalig, nach obiger Diagnose fast undurchbohrt, während d’Orbigny wenige Zeilen weiter unten von einem mittelmässigen Nabel spricht! Nach, der Abbildung ist das Gehäuse ebenfalls eng genabelt, und nicht fast undurch- bohrt. Es ist glatt, ‘gelblich, einförmig oder mit braunen Binden; die Spira ist sehr kurz, fast halbkugelig, und nimmt etwa den fünften Theil der gesammten Höhe ein; sie ist oft angefressen. Die oberen Windungen erscheinen kaum con- vex, die letzte ist sehr gross, beinahe kugelis. Die Mündung ist gross, eiför- mig, weiss, und lässt die Binden der Aussenseite erkennen. — Höhe 11, Breite 10 Linien.
Das Thier hat einen beinah eiförmigen Fuss, der vorn abgestutzt, und mit einer tiefen Rinne versehen ist; beide Fühlerpaare sind sehr lang und schlank. Die Athemröhre fehlt ganz. Wegen dieses Umstandes hat d’Orbigny aus dieser Art das Genus oder Subgenus Asolene gemacht, welchen Namen er später mit dem viel schlechter und durchaus fehlerhaft gebildeten Ampulloidea vertauscht hat. Die Färbung ist einförmig gelb auf allen untern Theilen; röthlich gelb mit morgenrothen Fleeken auf den obern Theilen.
Aufenthaltsort: um Buenos Ayres.
Das Gehäuse unterscheidet sich von A. Roissyi durch den jedenfalls weit engeren Nabel und die kurze Spira.
47”. Ampullaria crassa Swains. Taf. 9. Fig. 4 5.
A. testa globoso-ovata, solida, omnino imperforata, laevi, alba, faseiis fuseis eineta; epidermide saturate olivacea; anfractibus convexis, spira %s altitudinis aequante; apertura ovata, peristomate crasso, albo.
Ampullaria erassa Swains. Zool. Ill. (1 ser.) III. t. 103. figg. sup. et inf. Helix erassa Spix Test. fluviat ete. t. V. f. 3i. — faseiolata ejusd. 1. c. t. V. f. 1. Ampullaria Olivieri Desh. Enc. meth. vers. tom. 2. p. 31. var. b. Rima umbilicali prorsus obsoleta. Helieina exumbilicata Spix 1. e. t. V. f. 4. eadem var. fasciis nullis. Ampullaria Brownii Jay. Catal. t. 1. f. 4. (jede Beschreibung fehlt.) DR Ampullaria crassa Wagn. Test. fluv. p. 4 — Ühemn. Oonch. Cab. XI. p. 195. t. 237. f. 4149. — — Desh. in ed. 2. Lamk. hist. nat. etc. vol, VIIT. p. 548,
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Das Gehäuse ist kugelig-eiförmig, diekschalig, im Ganzen glatt, vollkommen undurchbohrt, weisslich mit dunkelbraunen Binden, welche durch die gesättigt olivengrüne Epidermis dunkelgrün durchscheinen. Die 5 Windungen sind ziem- lich stark gewölbt, und bilden ein hohes Gewinde, welches über den dritten Theil der gesammten Höhe einnimmt; die Spitze ist oft abgefressen. Die Mün- dung ist eiförmig etwas mondförmig, mit einem dicken Mundsaum, welcher an der Aussenlippe in einen schneidenden Rand ausläuft, während der Spindelrand stumpf und drehrund ist. Hinter demselben ist eine schmale Furche als Andeu- tung des Nabels. Der Schlund ist violett, der verdickte Mundsaum weisslich. — Exemplare des Münchener Museums sind 18 Linien hoch und 17 breit.
Ich stimme Wagner vollkommen bei, wenn er die Helix crassa und fasciolata Spix als vollkommen synonym betrachtet, und die Heliecina exumbilicata dessel- ben als Varietät ansieht; doch unterscheidet sich letztere nicht bloss dureh den schwächeren Nabelritz, sondern auch durch eine Art Kante im obern Theil der letzten Windung. Dagegen habe ich ein anderes Exemplar des Münchener Mu- seums wegen der bedeutend schmaleren Gestalt als A. impervia abgesondert. S. o. Nr. 17. 1.4. 1.7.
Fig. 4 ist eine Copie nach Swainson, Fig. 5 stellt die Varietät dar.
9. Ampullaria reflexa Swains. var. Taf. 9. Fig. 6. Taf. 18. Fig. 4.
A. testa globoso-ovata, anguste umbilicata, tenui, laevissima (interdum malleata), oli- vacea, plerumgque fasciis destituta, anfractibus convexis; spira conica quartam vel tertiam totius altitudinis partem aequante; apertura late ovata, patula, basi producta, purpurea, peristomate simplici tenui, reflexo.
Var. a. testa fasciata, laevi, spira valde elevata. A. reflexa Sow. vide p. 12. nr. 9.
Var. b. testa unicolore olivacea laevi, spira elata. A. melanostoma Parr. in lit.
Var. c. testa unicolore, ochracea, laevi, spira satis elata. A, ochracea Jay. Catal. 1839. t. 111. f. 8. Descriptio insufficientissima.
Var, d. testa unicolore, laevi, spira depressa. an A. conica Wood Suppl.??
Var. e. testa malleata A. malleata Jonas, Mollusk. Beitr. p. 22. t. 10. f. 11. 8. un- sere Taf. 18. Fig. 6.
Nachdem ich zahlreichere Exemplare zu vergleichen Gelegenheit hatte, glaube die die A. reflexa, melanostoma Parreyss (die ich auch wohl als mexicana mihi Freunden früher mitgetheilt) conica Wood und malleata Jonas vereinigen zu müs- sen. Das Gehäuse ist im Ganzen eiförmig, dünnschalig, mit einer vollkommen glatten, olivengrünen Epidermis überzogen, bisweilen mit allerlei Eindrücken ver- sehen, die wie von Hammerschlägen entstanden aussehen, mehrentheils ungebän- dert, innen purpurn oder chocoladenbraun. Die Höhe der Spira variirt; wo sie hoch ist, sind die Windungen regelmässig gewölbt, wo sie niedrig ist, sind die Windungen oben stärker gewölbt oder von oben niedergedrückt. Die Mündung ist breit eiförmig, verhältnissmässig gross, birnförmig, durch die letzte Windung
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modificirt, erweitert, besonders nach unten; mit einfachem Mundsaum; die rechte Lippe ist bedeutend ausgebreitet, der Spindelrand dagegen ist nur mässig umge- schlagen. Der Mundsaum ist bald weiss, bald gelb, selten ebenfalls chocoladen- braun mit schmalem weissem Saum.
Die erste Varietät ist bereits oben beschrieben, sie zeichnet sich durch hohe Spira und deutliche Bandirung aus.
Die zweite Varietät, ebenfalls mit hoher Spira, ist mehrentheils einfärbig oli- vengrün, und etwas kleiner; mein grösstes Exemplar ist 23 Linien hoch.
Die vierte Varietät durch niedrige Spira charakterisirt ist meist einfarbig oli- vengrün.
Die fünfte durch die stark gerunzelte Schale bezeichnet, hat ein hohes Ge- winde, einen etwas weiteren Nabel. Interessant ist ein Exemplae der Koch’schen Sammlung mit zwei Mundrändern, der ältere ist stark umgeschlagen; der letzte eine halbe Windung vom ersten entfernt, ist es beinahe gar nicht, wie auch Jo- nas von seiner A. malleata angibt.
Ich zweifle nicht, dass auch Jay’s A. ochracea hierher gehört, seine ganze Beschreibung lautet: „Gehäuse bauchig-kugelig, dünn, glatt, ockergelb; die Win- dungen convex, und an der Naht weiss-bläulich.“ Die Figur ist in einer so un- glücklichen Lage gezeichnet, dass man die Gestalt der Mündung nicht erkennen kann. Man sieht indessen deutlich den stark umgeschlagenen Mundsaum, und die allgemeine Form stimmt auch ganz mit A. reflexa, daher ich sie ohne grosse Bedenken oben als Varietas ce angeführt habe.
Aufenthaltsort: Mexico; die zweite und dritte Varietät besitze ich namentlich aus Yucatan, die vierte ist bei Tabasco und Vera Cruz zu Hause.
48. Ampullaria flagellata Say. Taf. 9. Fig. 7.
A. „testa subglobosa, olivaceo-fusca, fasciis angustis 15—16, obscure rufo-fuscis picta; spira conica, moderatim elevata, acuta; anfractu ultimo regulariter rotundato, versus suturain subrugoso; labro paullulum dilatato; umbilico libero, manifesto; apertura intus rufo-fusca; labio, columella, et margine labri albis; operculo corneo.‘ Say.
Ampullaria flagellata Say Descriptions etc. New. Harmony. p. 22.
Obige Beschreibung von Say passt ganz auf die hier abgebildete Art meiner Sammlung; ich gebe sie hier wörtlich wieder, mit wenigen durch Klammern be- zeichnete Einschaltungen. „Das Gehäuse ist kugelig, olivenbraun, mit 15— 16 schmalen, dunkel rotbbraunen Binden; die conische, mässig erhabene, spitze Spira (nimmt den dritten Theil der gesammten Höhe ein); die letzte Windung ist regel- mässig gerundet, gegen die Mündung hin etwas runzlich (wohl indem hier die Anwachsstreifen etwas stärker auftreten; dies zeigt sich an meinem Exemplar nicht); die Aussenlippe ist etwas erweitert; der Nabe] (zwar eng aber) frei und
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deutlich; die Mündung innen rothbraun; die Innenlippe, die Spindel und der Rand der Aussenlippe weiss; der Deckel hornartig.. — Höhe über 18, Durchmesser 14—15 Linien.“
Aufenthaltsort: Vera Cruz in Mexiko, meine Exemplare stammen von Herrn Liebmann, und sind ebenfalls aus Mexiko, ohne nähere Angabe des Fundortes.
Say vergleicht die A. flagellata mit seiner A. paludosa; mehr Aehnlich- keit hat sie meiner Meinung nach mit A. reflexa, von der sie fast nur die ku- . gelige Gestalt, und die regelmässige Bandirung unterscheiden.
49, Ampullaria Gruneri Ph, Taf. 9. Fig. 8.
A. testa ovato-«lobosa, umbilicato-perforata, subrugosa, olivacea, zonis fuseis per epi- dermidem crassiuseulam laevissimam aegre perlucentibus; spira tertiam altitudinis partem fere superante; anfractibus rotundatis, ultimo ın parte superiore paullo magis turgido; apertura ovato- oblonga, semilunata, lutescente fusco-zonata; peristomate intus parum incrassato, pallide fulvo; labra recto; margine columellari reflexo.
Das Gehäuse ist kugelig eiförmig, sehr eng genabelt, ziemlich dickschalig, mit runzelartigen Anwachsstreifen, bedeckt mit einer ziemlich dicken, vollkom- men glatten, glänzenden, olivengrünen Epidermis, durch welche die braunen Binden nur ganz schwach durchsehimmern. Dafür finden sich von Zeit zu Zeit schwärzliche Längsstriemen, als Ueberbleibsel früherer Mundsäume. Das Ge- winde ist auffallend erhaben, und misst mehr als den dritten Theil der gesamm- ten Höhe; der Wirbel selbst ist abgefressen. Die Windungen, 5% an der Zahl, sind stark gewölbt, die letzte in der oberen Hälfte etwas stärker aufgetrieben. Die Mündung ist länglich, ziemlich stark halbmondförmig, wegen des Hervortre- tens der vorhergehenden Windung, weisslich mit schwärzlich durchscheinenden Binden; der Mundsaum ist nur wenig verdickt, gelblich; die Aussenlippe grade, schneidend, aussen mit einer dunkler gefärbten Epidermis versehn; die Spindel- lippe ist zurückgeschlagen, so dass dadurch der ohnehin sehon sehr enge Nabel noch mehr verkleinert wird. — Höhe 34, Durchmesser 30 Linien.
Aufenthaltsort: unbekannt. Aus der Gruner’schen Sammlung.
Ampullaria oblonga Swains, Taf. 10. Fig. 1. nach Swainson. S. die Beschreibung p. 21. nr. 24.
Ampullariainsularum d’Orb. Taf. 10. Fig. 2. Ich kann am Gehäuse nicht den mindesten Unterschied zwischen dieser Art und der A. gigas Spix entdecken, s. die Beschreibung dieser unter Nr. 66, habe
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aber nicht unterlassen wollen, eine authentische Abbildung der A. insularum hier zu geben. | RT, rb 50 Ampullaria sordida Swains. Taf. 10. Fig. 3.
A. testa ovato-globosa, umbilicata, solida, pallide olivacea, zonis transversis frequentibus fuseis pieta, interdum subunicolore, ferruginea; anfractibus valde conyexis, ad suturam horizon- talibus; spira fere tertiam altitudinis partem aequante; apertura late ovata, patula, peristomate reflexo, luteo, extus nigro limbato.
Ampullaria sordida rn 1822—23. Zool. Il. (1 ser.) vol. III. t. 143. fig. sup. — intormedia Fer, Voy. de l-Uranie t. 68. £. 1. 2. (kann ich nich nach- — — aOrlieny Voy. Amer. mer. p. 371.
Ferussac soll nach d’Orbigny diese Art im Dietion. class. d’hist. nat. A. in- termedia benannt haben, allein in diesem. Werk finde ich — wenigstens im Ar- tikel Ampullaria — nichts von einer A. intermedia, ich glaube daher, dass der Name Swainson’s die Priorität hat.. Das Gehäuse ist eiförmig, aufgeblasen, ziem- lich dickschalig, mit einem mittelmässigen, bis zur Spitze offenen Nabel. Die Windungen sind stark gewölbt, oben an der Naht horizontal; die Spira nimmt den dritten Theil der gesammten Höhe ein. Die Mündung ist breit eiförmig,, .et- was halbmonförmig, erweitert; der Mundsaum einfach, mindestens so stark um- geschlagen, wie bei. A. reflexa, und zwar in seinem ganzen Umfange; der Nabel beginnt bereits über der halben Höhe des linken Mundsaumes. Das Gehäuse ist weisslich mit zahlreichen braunen Binden, ‚die bisweilen zusammenfliessen, der Schlund bald braun, bald weiss, der Mundsaum gelb, mit schwärzlichem, allmälig in das Gelbe sich verlierenden Saum. Die, Epidermis zeiehnet sich durch ihre regelmässigen, ziemlich entfernten Querreihen von Pünktchen oder vielmehr Körn- chen aus. — Höhe 25, Durchmesser 22V Linien.
Aufenthaltsort: Brasilien, nach d’Orbigny bei Rio Janeiro gemein.
Ein Exemplar zeigt eine merkwürdige Schalenkrankheit: inwendig ist näm- lich die innerste Schalenschicht in zahlreiche längliche Bläschen erhoben, welche im Entstehen mit einer thierischen weichen oder flüssigen Masse erfüllt, (etwa mit einem Wurm?) jetzt ein trocknes, gelbes Häutchen im Innern zeigen.
5l. Ampullariateres Ph. Taf. 10. Fig. 4.
A. testa subglobosa, acuta, tenui, satis late umbilieata, fasciata; epidermide nitida, fusea; anfractibus teretibus, sutura profunde canaliculata divisis; spira conica, acuta, fere dimidiam al- titudinem occupante; apertura ovato-oblonga, fere elliptica; margine columellari recta descen- dente, late reflexo, labium longitudine superante.
Ampullaria teres Ph. Zeitschr, f. Malakoz. 1849. p. 19,
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Das Gehäuse ist dünnschalig, ziemlich weit genabelt, im Allgemeinen; kugelig, glatt, glänzend, in der oberen Hälfte der Windungen weiss und braun bandirt, in der untern einfarbig braun mit Ausnahme des Nabels, welcher weiss ist. Die Epidermis ist dunkel gelbbraun. Die Spira nimmt reichlich % der gesammten Höhe ein; die einzelnen Windungen sind stark gewölbt, und wird die.Naht zu- letzt sehr tief rinnenförmig. Die Mündung ist länglich eiförmig, beinahe. ellip- tisch, ‚mit. sehr schiefer Axe. Der Mundsaum ist einfach, der, Spindelrand sehr breit, umgeschlagen, höher als die eigentliche Innenlippe. — Höhe 16, Durch- messer 15 Linien.
Aufenthaltsort: unbekannt.
Von A.effusa oder glauca durch weit weniger niedergedrückte Gestalt, enge- ren Nabel, höhere Spira, rinnenförmige Naht, von A. crocostoma durch engere und viel schräger gestellte Mündung, von A. luteostoma durch das hohe Gewinde ete. verschieden.
52. Ampullaria Chemnitzii Ph. Taf. 10. Fig. 5.
A. testa ovafo-globosa, anguste umbilicata, laevissima, caerulescente, fasciis angustis rufis eineta; epidermide . . (tenuissima? caduca?); anfractibus regulariter convexis; spira acuta, tertiam altitudinis partem superanfe; apertura ovato-oblonga, semilunata; basi producta; peri- stomate simplici, Jutescente, columellari reflexo; faueibus rufo-fuscis.
Üben. Conch. Cab. IX. 2. t. 128. f. 1135. bene, a dorso, Ampullaria fasciata Enc. meth. t. 457. f. 3. a. b —_ — Lamk. et auct. ex parte.
Ich glaube, dass gegenwärtige Art in der Encycl. a. a. ©. abgebildet ist, nur in einem fast doppelt so grossen Exemplar, glaube aber auch, den Namen A. fasciata gänzlich verwerfen zu müssen, da man darunter offenbar eine ganze Reihe der verschiedensten genabelten und ungenabelten ostindischen und westin- dischen Arten begriffen hat, wie die flüchtigste Vergleichung der Citate bei La- marck, so wie seine Angabe des Vaterlandes: les rivieres de FInde, des Molu- ques et des Antilles beweist, und wie dies auch Mousson mit Recht bemerkt hat, s. die Zeitschr. f. Malakoz. 1849. p. 180. — Leider kenne ich diese Art nicht mit der Epidermis; ohne dieselbe ist sie bläulich, mit schmalen, rothbraunen Binden verziert, und verdient mit Recht wegen dieser Färbung, der regelmässigen Ge- stalt und des Glanzes zu den schönsten Schnecken gezählt, zu werden, auch kommt ihr der Name cordon bleu in diesem Zustande wohl zu. Das Gehäuse ist ziemlich solide, beinahe kugelig, ziemlich eng genabelt, aber keinesweges bloss durchbohrt. Die Spira ist spitz und nimmt den dritten Theil des Gehäuses ein. Die Windungen, 6 an der Zahl, sind regelmässig gewölbt; die Mündung ist länglich eiförmig, durch das Hereintreten der vorletzte Windung stark halbmond- förmig, unten ziemlich 'stark vorgezogen. Der Mundsaum ist einfach; der Spin-
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delrand derselben wenig verbreitert aber stark nach aussen umgeschlagen, und nebst der Innenlippe gelb; der Schlund ist rostbraun, oben heller, und lässt die braunen Binden deutlich sehen. — ‘Höhe des in der Ene. abgebildeten Exempla- res 25, Durchmesser 24 Linien; mein Exemplar ist 17 Linien boch und 16 breit. Aufenthaltsort: unbekannt.
Deshayes bezweifelt in der neuen Ausgabe von Lamarck nicht, dass die Helix ampullacea die Ampullaria fasciata Lamarck’s sei. Wenn indessen die oben citirte Figur der Enc. meth. die Lamarck’sche Art vorstellt, so ist die Linne’sche Art, mit ihrem ‚„umbilicus tanquam rima tecta labio interiore‘‘ wohl etwas an- deres.
53. Ampullaria dolium Ph. Taf. 11. Fig. 1.
A. testa maxima, subglobosa, anguste umbilicata, solida, nigro-olivacea, fasciis destituta, longitudinaliter subrugosa; anfractibus regulariter convexis; spira (quarfam vel tertiam altitudi- nis partem occupante) apice erosa; apertura patula, late ovata, peristomate simplici, labro late reflexo; Jabio croceo.
Die Art gehört zu den grössten; sie ist ziemlich kugelig, solide, eng gena- belt, durch die Anwachsstreifen gerunzelt, weiss, ohne Spur von Binden, mit einer dunkel olivenfarbenen, glatten Epidermis bedeckt; die Spira würde den drit- ten oder vierten Theil der gesammten Höhe einnehmen, wenn nicht die zwei’oder drei ersten Windungen abgefressen wären. Die abgefressene Spitze erscheint röthlich. Die übrig gebliebenen Windungen sind sehr regelmässig gewölbt. Die Mündung ist sehr gross, erweitert, breit eiförmig, mit stark ausgebreiteter Aus- senlippe; der Mundsaum ist einfach, der Columellartheil desselben nach aussen umgeschlagen, aber nicht eben verbreitert, und nebst der ziemlich schwieligen Innenlippe safrangelb; bisweilen ist auch die Aussenlippe gelb, meist ist sie aber, wie der Schlund, gelblich weiss. — Der Deckel ist hornartig, ziemlich dick, aussen concav, dunkelbraun. — Höhe 4 Zoll, schräger Durchmesser nicht viel weniger. — Ungeachtet ihrer bedeutenden Grösse hat diese Art höchstens 5 Windungen.
Aufenthaltsort: Guyana, namentlich der Orinoco.
Von der sehr ähnlichen A. urceus durch die weite Mündung und die aus- gebreitete Aussenlippe, den Mangel der regelmässigen, wellenförmigen Runzelung etc. verschieden.
54. Ampullaria speciosa Ph, Taf. 11. Fig. 2.
A. subglobosa, anguste umbilicata, glauca, purpureo-fasciata; epidermide laevi, pallide olivacea, demum ferruginea, laevi; anfractibus rotundatis; sutura profunde canaliculata; spira
ai
vix quartam altitadinis parfem oceupante; apertura oblongo-ovata, subsemilunari; peristomate haud incrassato, pnlcherrime croceo, faueibus violaceis. Ampullaria speciosa Ph. Zeitschr. f. Malakoz. 1849. p. 18.
Das Gehäuse ist ziemlich solide, eng genabelt, fast vollkommen kugelförmig, glatt, bläulich weiss, mit violetten Binden, die obersten Windungen blass fleisch- farben. Die Epidermis ist anfangs ungemein dünn und blass, später olivengrün, ‘zuletzt dunkel, beinahe braungelb, glatt und glänzend. Die Windungen, 7 an der Zahl, sind regelmässig gewölbt, durch eine tiefe, breit rinnenförmige Naht ge- schieden. Die Mündung ist ziemlich birnförmig, länglich eiförmig; der Mundsaum einfach, kaum verdickt, nieht umgesehlagen, vom dunkelsten Safrangelb, wäh- rend der Schlund im Grunde dunkel violett ist. — Höhe 37 Linien, Durchmesser ebensoviel. i
Aufenthaltsort: Cap Guardafui. (Mit dieser Angabe hat Herr Dr. Peters ein kleineres der Epidermis beraubtes Exemplar vom Nordamerikanischen Consul in Zanzibar erhalten.)
Ungeachtet der Mundsaum nicht verdickt ist, so zeigt das Gefühl doch eine Art Rinne in demselben und glaube ich, dass der Deckel kalkig ist. Die näch- sten Verwandten sind A. pallens, malabarica etc. nicht A. canaliculata.
55. Ampullaria castanea Desh, Taf. 12. Fig. 1.
A. testa depresso-globosa, late umbilicata, obseure olivacea, zonis latis obseure fuseis eincta; spira humili, apıce erosa (integra vix quartam vel quintum totius altitudinis partem oc- eupante); anfractibus quatuor, superius subearinatis, ad suturam planatis; apertura oblonga, peristomate simpliei eroceo, margine columellari parum dilatato.
Ampullaria castanea Desh. Encycel. meth. Vers. tom. 2. p. 31. nr.5. — A. luteos- toma ed.2. Lamk. vol. VIII. 2. p.542. nr. 13. non Swains. — _ Ziegl. colleet.
Das Gehäuse ist diekschalig, niedergedrückt-kugelig, weit genabelt, mit ziem- lich groben Anwachsstreifen, mit etwa fünf breiten schwarzbraunen Binden auf röthlich geibem Grunde, und mit einer dunkel olivengrünen, beinahe schwärzli- chen Epidermis bedeckt. Die Windungen, 4% an der Zahl (wenn nicht durch das Abfressen der Spitze einige verloren gegangen sind), sind auf dem Rücken regel- mässig gewölbt, in der Nähe der Naht schwach kantig, und von dieser Kante bis zur Naht horizontal und selbst geneigt. Die Spira würde, selbst wenn sie ganz unversehrt wäre, nur den fünften, höchstens den vierten Theil der ganzen Höhe einnehmen. Die Mündung ist länglich-eiförmig, halbmondförmig, oben be- deutend enger als unten; der Mundsaum einfach, dunkel safrangelb, die untere Hälfte des linken Mundsaumes ist wenig verbreitert, wenig umgeschlagen. — Höhe 26, Durchmesser 28 Linien.
Aufenthaltsort: der Orinocco.
Von A. luteostoma abgesehen von der Färbung durch niedrigere Spira,
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höhere und schmalere Mündung und schmaleren Columellarrand; von A. erocos- toma, mit welcher die Färbung des Mundsaumes überein kommt, durch grössere Breite, schmalere Mündung, schmalen Columellarrand, die nicht rinnenförmige Naht; von A. glauca oder effusa durch die mehr kugelige Gestalt, engeren Nabel, und eine oben weit engereMündung sowie durch die dunkle Färbung verschieden.
56. Ampullaria luteostoma Swains, Taf. 12. Fig. 2.
A. testa subglobosa, late umbilieata, olivacea, lineis remotis fuscis eineta; spira elevata, apice acuta, terfiam totius altitudinis partem subaequante; anfractibus sex, ad sutu- ram subplanatis; aperfura ovato-oblonga, semilunata, basi effusa; peristomate marginato luteo; parte columellari dilatata, reflexa.
Ampullaria luteostoma Swains. Zool. ill. (1 ser.) vol. III. t. 157. fig. inf. et sup. non Desh,
Das Gehäuse ist ziemlich kugelig, weit genabelt, mässig dickschalig, glatt, unter einer hellen, olivengrünen, selbst gelblichen Epidermis mit wenigen, ent- fernten, schmalen braunen Binden (oder Linien, wie Swainson sagt); die Win- dungen, sechs an der Zahl, sind auf dem Rücken regelmässig gewölbt, an der Naht horizontal aber ohne Kante, und daselbst strahlenartig gerunzelt, auch wohl mit einer concenfrischen Furehe versehen. Die Spira ist spitz, und nimmt ziem- lich den dritten Theil der gesammten Höhe ein. Die Mündung ist länglich eiför- mig, unten erweitert, bei weitem niehtso schmal als bei A.castanea; der Mund- saum ist innen verdickt, hochgelb, nicht safrangelb, der freie Theil der linken Hälfte ist stark erweitert und stark umgeschlagen. — Höhe 19, Durchmesser 18 Linien.
Aufenthaltsort: unbekannt.
Ich glaube, dass diese Art durch Färbung, höhere Spira, weitere Mündung etc. hiulänglich von A. castanea verschieden ist, mit welcher Deshayes sie ver- binden will; A. crocostoma unterscheidet sich durch rinnenförmige Nähte und safrangelben Mundsaum, A. effusa s. glauca durch weiteren Nabel etc.
In der Sammlung des Dr. Pfeiffer befindet sich ein 27 Linien grosses Exem- plar mit einer einzigen braunen Binde und auf der Oberfläche mit unregelmässi- gen queren Kanten, wie sie oft bei Limnaeen und Paludinen verkommen.
57. Ampullaria crocostoma Ph. f Taf. 12. Fig. 3.
A. testa depresso-globosa, late umbilicata, zonis paueis angustis fuscis picta, epidermide pallide oliyvacea; anfractibus teretibus, sutura canaliculata divisis; spira eirca Yz altitudinis oceupante; apertura ovato-oblonga, pyriformi; peristomate simplici, intus paullulum incrassato croceo, parte columellari ejus valde dilatata. -
Das Gehäuse ist im Allgemeinen kugelig, etwas niedergedrückt, weit gena-
belt, mässig diekschalig, gelblich mit einzelnen, entfernten, schmalen dunkelbrau-
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nen Binden unter einer ziemlich blassen, gelblich olivengrünen, glatten Epider- mis. Die Windungen, sechs an der Zahl, sind auf dem Rücken gleichmässig ge- rundet, nach der Naht hin vertieft, so dass hier eine ziemlich tiefe Rinne ent- steht. Die Spira nimmt ziemlich den dritten Theil der gesammten Höhe ein. Die Mündung ist ziemlich breit eiförmig, oder verkehrt birnförmig, nur wenig (durch den letzten Umgang modifieirt, mit einfachem, innen lebhaft safrangelbem, kaum verdicktem Mundsaum; der untere Theil des linken Mundsaumes ist sehr breit und etwas umgeschlagen; der Schlund ist gelblich, mit durchscheinenden Binden. — Höhe 14, Durchmesser 142 Linien.
Aufenthaltsort: Caraccas, von Dr. Tams daselbst gesammelt.
Von A. luteostoma und castanea durch die rinnenförmige Naht, von luteo- stoma ferner durch grössere Breite, safrangelben Mundsaum, breitere, birnförmige Mündung, von A. castanea durch helie Färbung, schmale Binden, weitere Mün- dung etc. verschieden.
55. Ampullaria glauca (Helix) L. Taf. 12. Fig. 4.
A. testa depresso-globosa, late umbilicata, laevı, albida, zonis 4—5 rufis eincta; anfracti- bus dorso rotundatis, ad suturam horizontalibus vel declivibus; spira brevi, acuta, quartam to- tius altitudinis partem aequante; apertura oblonga, elliptica; peristomate simplici, parte columel- lari ejus dilatata, subreflexa.
Lister. Conch. t. 129. f. 29. Seba Mus. 3. t. 40. f. 3—5. Helix glauca L. Syst. naf. ed. X. p. 771. nr. 594. — Mus. Lud. Ulr. p. 667. ar. 369. Syst nat, ed. XII. p. 1245. _ — Gmel. p. 3628. nr. 48. — neritina Gmel. p. 3638. p- 93. == ampullaria var. y. Gm. p. 3626. nr. 43. — oculus communis Gm. p. 3621. nr. 159. Nerita effusa Müll. bist. Verm. p. 173. nr. 361. Helix effusa Chem. Conch. Cab. IX: 2. p. 118. t. 129. f£ 1144. 45. Schröter Binleit. tom. 2. p. 145. eadeı. ]. c. p. 201. nr. 82, Kammerer Ruldolst. Cab. t. 11. &7. <; : Bulimus effusus Brug. Diet. nr. I. R Ampullaria effusa Lamk. hist nat. ed. 1. vol. VI. p. 178. — ed. 2. vol. VIII. p. 535.
nr. 9. _ — Swains. Zoel. Ill. (1 ser.) vol. TII. t. 157. — guyanensis Guerin Icon. Regne anim. Moll. t. 13. f.5. (sec. Deshayes, mihi potius A, castaneam referre visa est).
Das Gehäuse ist niedergedrückt-kugelförmig, weit genabelt, weisslich mit 5 und mehr rothbraunen Binden, glatt, mit einer dünnen, blass olivenfarbenen' Epi- dermis bedeckt. Die Windungen sind auf dem Rücken regelmässig gewölbt, nach der Naht hin horizontal,. selbst abschüssig, so dass eine flache Rinne entsteht. Die Mündung ist länglich, unten nicht breiter als oben, an der Basis stark vor- gezogen wie bei den Verwandten, wenig durch den letzten Umgang modifieirt; der Mundsaum ist innen nicht verdickt, safrangelb, oder blassgelb; der untere
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Theil des linken Mundsaumes ist stark verbreitert. Der Schlund ist gelblich und zeigt die braunen Binden. — Höhe 2 Zoll, Durchmesser ebensoviel.
Aufenthaltsort: Bolivien (Thorey); nach Lamarck die Flüsse der Antillen und Ostindiens, welches letztere wohl jedenfalls ein Irrthum ist.
Deshayes gebührt das Verdienst, nachgewiesen zu haben, dass Lamarck’s A. effusa die Linne’sche Helix glauca ist. Sie unterscheidet sich von der ver- wandten A. luteostoma, castanea, crocostoma sogleich durch den weiteren Nabel, welcher dagegen weit enger ist, als bei A. Geveana.
59. Ampullaria pachystoma Ph. Taf. 12. Fig. 5.
A. testa depressa, subglobosa, solidissima, late umbilicata, zonis paucis angustis, nigro- fuseis eincta; epidermide olivacea, nitente; spira acuminata, valde depressa; anfractibus tereti- bus ad suturam planis; apertura maxima, ovata, subrhomboidea, basi producta; peristomate eras- sissimo, subreflexo, luteo.
Ampullaria pachystoma Ph. Zeitschr. f. Malakoz. 1849. p. 17.
Das Gehäuse ist niedergedrückt-kugelig, weit genabelt, etwa wie A. luteo- stoma, überaus dickschalig und schwer, glatt, mit wenigen, schmalen, dunkel- braunen Bändern auf gelblichem Grunde. Die Epidermis ist olivengrün, glatt, glänzend. Die Spira sehr niedergedrückt, endet aber mit spitzem Wirbel. Die Windungen, 5Y: an der Zahl, sind auf dem Rücken wohl gerundet, nach der Naht hin horizontal, und wachsen rasch; die letzte ist auffallend gross. Die Mündung ist sehr gross, breit eiförmig, etwas rautenförmig, nach unten erweitert; der Mundsaum sehr dick, blass orangegelb, die Aussenlippe nach unten ausgebrei- tet. — Höhe 21, Durchmesser 24V. Linien.
Aufenthaltsort: angeblich Brasilien.
60. Ampullaria kordofana Parreyss. Taf. 13. Fig. 1.
A. testa globoso-ovata, inflata, tenui, laevi, anguste umbilicata, glauca, obsolete fasciata; epidermide olivacea, laevi; anfractibus tumidis, ad suturam fere horizontalibus; spira contabulata tertiam altitudinis partem aequante; apertura late ovata, pyriformi; peri- stomate simplici recto, non incrassato.
Ampullaria kordofana Parreyss in lit. — ovata Caill. Vay. a Meroe t. 60. f. 10.
Das Gehäuse ist kugelig-eiförmig, aufgetrieben, eng genabelt, ziemlich dünn, bläulich, mit blassen, verloschenen braunen Binden. Die Epidermis ist oliven- grün, ganz glatt. Die Windungen, sechs an der Zahl, sind stark aufgetrieben, an der Naht horizontal, und die Spira setzt daher treppenartig ab; sie nimmt ‚beinah den dritten Theil der gesammten Höhe ein. Die Mündung ist eiförmig, nach oben enger, und durch die letzte Windung verschmälert. Der Mundsaum
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ist einfach, nicht verdickt, grade, grünlich gelb; der Schlund ist bräunlich pur- purn. — Höhe 28, Durchmesser 25 Linien.
Aufenthaltsort: Kordofan.
Die Unterschiede von ovata siehe bei dieser. Von A. Wernei unterscheidet sich gegenwärtige Art durch die eiförmige Gestalt und die unten enge, oben weite Mündung.
61, Ampullaria lucida Parr, Taf. 13. Fig. 2. Taf. 14. Fig. 4.
A. testa ovata, angustissime umbilicata, laevi, rufescente, fasciis pallide fuscis obsoletis pieta; epidermide laevissima, nitidissima olivacea; anfractibus convexis, ad suturam deeli- vibus; spira vix tertiam altitudinis partem aequante; apertura ovata, basi latiore, apice acute angulata; peristomate simpliei, recto.
Ampullaria lucida Parreiss in lit.
Das Gehäuse ist eiförmig, ziemlich solide, bei weitem nicht so aufgetrieben wie bei der vorigen Art, enger genabelt, mit blassen, weniger in die Augen fal- lenden Binden, und mit einer sehr glatten und glänzenden, olivengrünen Epider- mis bedeckt. Die Windungen sind weit schwächer gewölbt, an der Naht abschüs- sig; die Spira ist stumpfer und nimmt kaum mehr als den vierten Theil der ge- sammten Höhe ein, doch ist ihre Spitze abgefressen. Die Mündung ist eiförmig, unten viel breiter als oben, wo sie einen ziemlich spitzen Winkel bildet, durch die letzte Windung etwas modificirt, mit einfachem, nicht verdicktem Mundsaum. Der Schlund ist bräunlich, der Mundsaum weisslich. Der Deckel ist kalkartig, dünner als er bei den Asiatischen Arten zu sein pflegt, aussen etwas convex. — Höhe 22, Durchmesser 19 Linien.
Aufenthaltsort: Aegypten.
Die Unterschiede von A. kordofana sind in der Beschreibung hinlänglich her- vorgehoben; vielleicht fällt aber unsere Art mit A. ovata Olivier zusammen; s.d.
62. Ampullaria phaeostoma Ph. Taf. 13. Fig. 3.
A. testa ovato-conoidea, angustissime umbilicata, tenui, violaceo-fusca, laevi, epidermide olivacea; anfractibus parum convexis, ad suturam declivibus; spira fere conica; tertiam altitudi- nis partem aequante; apertura ovata, patula, obscure fusca; peristomate simplici, reflexiusculo.
Das Gehäuse ist spitz-eiförmig, sehr eng genabelt, ziemlich dünn, glatt, dunkelbraun ins Violette ziehend, kaum gebändert, mit einer olivenfarbenen Epi- dermis bedeckt; die Windungen sind schwach gewölbt, an der Naht abschüssig, was besonders bei der letzten Windung auffällt. Die Spira ist conisch, und nimmt den dritten Theil des Gehäuses ein. Die Mündung ist eiförmig, beinahe birnför- mig, oben spitzwinklig, durch die letzte Windung modificirt, dunkelbraun, mit
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ausgebreitetein, selbst umgeschlagenem Mundsaum. — Höhe 25, Durchmesser 21 Linien. ‘ | Aufenthaltsort: unbekannt. Der enge Nabel, die dunkle Mündung, und der ausgebreitete, umgeschlagene Mundsaum erinnern an A. reflexa, von welcher sich A. phaeostoma durch ihre sehr auffallende, eiförmige, oben spitze Gestalt unterscheidet. |
63. Ampullaria exigua Ph. Taf. 13. Fig. 4. ’ A. testa parva, ovato-globosa, perforata, tenui, obsolete transversim fusco-lineata, epi- dermide tenuissima, pallide olivacea; spira conica, vix terfiam altitudinis partem aequante; an- fractibus teretibus, ultimo superius longe magis inflato; apertura oyata, peristomate simplici, fulvo; labio columellari crasso, tereti; faucibus albidis, rufo zonatis.
Das Gehäuse ist eiförmig-kugelig, mit einer engen Nabelspalte durehbohrt, ziemlich dünnschalig, glatt, bald einfarbig, blass bräunlich, bald mit blassen, schmalen rothbraunen Binden. Die Epidermis ist sehr dünn, blass. olivenfarben. Die Spitze pflegt einförmig blassgelb zu sein, der Bauch bläulich. Die Windun- gen, 5% an der Zahl, sind stark gewölbt, die letzte ist im obersten Theil stark aufgetrieben, nach unten abschüssig. Das Gewinde setzt beinahe treppenartig. ab, und nimmt den dritten Theil der gesammten Höhe ein. Die Mündung ist breit ei- förmig, wenig durch die letzte Mündung modificirt, blass, röthlich, gebändert. Der Mundsaum ist einfach, gerade, nur am Grunde etwas weniger ausgebreitet, gelb; der Spindelrand verdickt, drehrund. Höhe 10%, Durchmesser 9% Linien.
Aufenthaltsort: unbekannt.
Vielleicht ist A. exigua nur als eine dünnschalige, zwergige Varietät der A. erassa zu betrachten; die Gestalt ist ganz wie bei der var exumbilicata jener, und der Nabelritz schliesst sich vielleicht in höherem Alter.
64 Ampullaria Largillierti Ph. Taf. 13. Fig. 5.
A. testa ovato-globosa, perforata, tenui, transversim nigro-fasciata; epidermide fusca, opaca, scabra, sub lente transversim conferte striata, striisque incrementi decussata, subgranu- losa; anfractibus rotundatis, ad suturam planulatis, angulatis; apertura oblonga, semilunari, basi angulata et effusa.
Ampullaria Largillierti Ph. Zeitschr, f. Malakoz. 1848. p. 192.
Das Gehäuse ist sehr dünn, eiförmig-kugelig, von einer engen Nabelspalte durchbohrt, bräunlich, mit zahlreichen, schmalen, bisweilen büschelförmig gestell- ten, dunkelbraunen Binden, bedeckt mit einer braunen Epidermis, welche, zumal unter dem Vergrösserungsglase, dicht gedrängte, erhabene, von den Anwachs- streifen durchschnittene, und dadurch gekörnelte Querstreifen zeigt. Die Windun- gen sind an der Naht horizontal, dann bauchig, und trennt eine deutliche Kante
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den horizontalen Theil vom gewölbten Theil. Die Spira ist in meinem Exemplar ganz abgefressen und schwarz; unversehrt würde sie vermuthlich beinah den dritten Theil der gesammten Höhe einnehmen. Die Mündung ist länglich, stark halbmondförmig, unten winklig und ausgegossen; die Aussenlippe ganz gerade, sehr dünn und schneidend; der Columellartheil der Innenlippe drehrund, umge- schlagen. Eine abgerundete Kante umgibt die Nabelspalte, und endet mit dem erwähnten Ausguss. Der Schlund ist purpurn, nach der Aussenlippe hin weiss- lich, und nehmen sich die Binden des Gehäuses sehr hübsch darauf aus. — Höhe etwa 17, Durchmesser 15 Linien. Aufenthaltsort: Nossi-be in Madagaskar, mitgetheilt von Herrn Largilliert.
64. Ampullaria Ceeillei Ph. Taf. 13. Fig. 6.
A. testa globoso-ovata, umbilicato-perforata, tenui, transversim multifasciata; epidermide rufo-fusea, laevi, nitente; anfractibus teretibus, sutura subeanalieulata divisis; ap erlag ovato oblonga, integra; peristomate simpliei; spira 25 altitudinis subaequante. age
Ampullaria Cecillei Ph. Zeitschr. f. Malakoz. 1848. p. 19. = UA 1 £L Das Gehäuse ist kugelig-eiförmig, sehr eng genabelt, dünnschalig, auf weiss- lichem Grunde mit zahlreichen, rothbraunen Binden verziert; die Epidermis ist rothbraun, glatt, glänzend. Die Windungen sind stark gerundet, an der Naht beinahe horizontal; die Spira nimmt beinahe zwei Fünftel der gesammten Länge ein. Die Mündung ist eiförmig, mit beinahe gradem Spindelrand, und treten die Binden des Gehäuses im Schlunde sehr lebhaft hervor; der Mundsaum ist einfach dünn, grade, mit dunkelbraunem von der Epidermis herrührendem Saum. — Höhe 13, Durchmesser 12 Linien. Aufenthaltsort: Nossi-be in Madagaskar, von Herrn Largilliert mitgetheilt.
66. Ampullaria gigas Spix, Taf. 14. Fig. 1. 2.
A. testa globosa, inflata, late umbilicata, tenui, plerumque multifasciata; epidermide oli- vacea, laevissima; spira elevata, tertiam altitudinis partem on anfractibus rotundatis, tu- midis; sutura canaliculata; apertura maxima, pyriformi, basi fere semicirculari; peristo- mate 'simpliei.
Ampullaria gigas Spix Testac. fluviat. tab. 1. f. _ canaliculata Delessert Recueil. t. an % "3. an Lamarck? — — We FE Yon: Amer. merid. p.371. ex parte t. XLIX. 2 7.5 t Var. unicolor. tab. 10. f. 2. Ampullaria insularum d’Orb. 1. c. p. 374. t. LIE £. 1. 2.
Das Gehäuse ist sehr aufgeblasen, kugelig, weit genabelt, dünnschalig, ziem- lich glatt, doch kommen nicht selten Individuen vor, welche fein der Länge nach gerunzelt sind, andere mit Eindrücken, welche aussehen, als ob sie von Hammer-
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schlägen herrührten. Die Färbung ist sehr variabel, bald ganz einfarbig, weiss- lich, gelbroth, rothbraun, violett, bald mit zahlreichen braunen Binden, die mehr oder weniger durchscheinen, je nachdem die Epidermis dünner oder dicker ist. Diese ist olivenfarbig, ganz glatt, ohne Querstreifen, Körnchen etc. Die Win- dungen sind allemal sehr aufgetrieben, und durch eine breite tiefe Rinne geschie- den. Die Mündung ist breit eiförmig, der Innenrand beinahe gradlinigt, der un- tere Rand beinahe halbkreisförmig; nach oben wird sie viel schmaler, der oberste Winkel ist aber abgerundet. Der Mundsaum ist einfach grade, der innere be- rührt nur in einem sehr kleinen Theil die vorletzte Windung. Die Färbung des Schlundes so wie des Mundsaumes ist ebenso variabel wie die des ganzen Ge- häuses; besonders schön sieht es aus, wenn der Mundsaum innen in breiter Strecke dunkel morgenroth ist. Der Deckel ist hornartig, ziemlich dünn.
Das Thier hat nach d’Orbigny einen beinahe dreieckigen Fuss, mit sehr stum- pfen Winkeln; der hintere Winkel ist abgerundet, die beiden vorderen sind abge- stutzt; derKopf ist ziemlich verlängert ; die Augen treten wenig hervor; die vorderen Fühler sind sehr verlängert. Die Färbung ist auf der unteren Seite des Fusses grünlich, in der Mitte gelb, oben hellgelb mit schwärzlichen Flecken; der Kopf ist grau mit longitudinalen, schwärzlichen Flecken; die beiden Fühlerpaare und die Athemröhre sind auf der oberen Seite in die Quere schwarz gestreift; häufig sind die Farben mit einem helleren oder dunkleren Braun überdeckt.
d’Orbigny unterscheidet eine A. insularum, weil das Thier brauner ist, und kürzere vordere Fühler (appendices buccaux) habe. Auch nennt er die Schale nur perforata, und die Spira brevis, ferner soll das Gehäuse und der Deckel dicker sein. Allein seine Figur der A. insularum t.51. f. 1. 2. zeigt die Spira ebenso hoch und zeigt einen eben so weiten Nabel als bei gigas gefunden wer- den, und zum Ueberfluss kann ich versichern, dass die Exemplare der A. in- sularum, welche ich von Herrn d’Orbigny selbst erhalten, sich in gar nichts von A. canaliculata, von welcher ich ebenfalls seiner Güte Exemplare verdanke, unterscheiden, namentlich auch durchaus nicht diekschaliger sind. Ich kann sie da- her nicht als besondere Art gelten lassen.
Aufenthaltsort: Brasilien und die La Platastaaten.
A. gigas ist nicht bloss in Beziehung auf die Färbung sehr veränderlich, sondern auch in Rücksicht auf die Grösse. Ich habe Exemplare gesehn, welche 5 Zoll hoch und 4" Zoll breit sind, und besitze ein vollkommen ausgewachsenes Exemplar, das nur 1Y4 Zoll hoch ist.
d’Orbigny behauptet, auch die Gestalt sei sehr veränderlich. Dem kann ich nicht beistimmen; sowohl die allgemeine Gestalt wie die Gestalt der Mündung ist bei allen meinen Exemplaren — ich besitze deren 7 — und bei allen Exempla- ren, die ich in öffentlichen Sammlungen und bei Freunden gesehen, ziemlich die- selbe, namentlich nimmt die Spira immer etwa ein Drittel der gesammten Länge
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ein. D’Orbigny bildet zwar a.a. ©. t. 50. f. 4. eine Form ab mit vollkommen plattem Gewinde, welche er für eine blosse Varietät der A. canaliculata er- klärt, welche aber ausserdem auch eine sehr abweichende, viel engere Mündung und, wie es scheint, auch einen engern Nabel besitzt. Ich kann mich nicht ent- schliesen, diese in so wesentlichen Punkten so auffallend verschiedene Form für eine Varietät der A. canaliculata zu halten, sondern sehe sie für eine eigene Art an, die ich A. d’Orbignyi nenne. S. nr. 9. Tafel 21. Fig. 4. Ebenso glaube ich nicht, dass die von d’Orbigny t. 50. f. 5. abgebildete Form mit sehr stark umgeschlagenem Mundsaum, und ohne rinnenförmige Naht zu A. gi- gas gehört, sondern vermuthe, dass sie meine A. aperta vorstellt. A. cana- lieulata Lamarck’s wird gewöhnlich zu A. gigas gezogen, allein ich zweifle sehr, dass dies richtig ist: Lamarck sagt ausdrücklich sie sei nicht glatt, sondern longitudinaliter striata; er nennt die Spira kurz, und die Mündung bläulichweiss. Endlich gibt er Guadeloupe als Vaterland au, was alles nicht auf A. gigas passt. Herr Chenu bildet zwar in Delessert’s Recueil die A. gigas als die A. canalieu- lata Lamarck’s ab, allein er hat sich offenbar — was nicht genug getadelt werden kann — erlaubt, ein anderes als das von Lamark zur Aufstellung der A. cana- liculata benutzte Exemplar abzubilden; denn Lamark gibt die Grösse dessel- ben auf 15 Linien an, und die Chenu’sche Figur ist 5 Zoll lang!!!
67. Ampullaria ovata Olivier, Taf. 14. Fig. 5.
A. „testa oblongo-ovata, subcornea, intus alba; umbilico angusto, recuryo; margine colu- mellari obtecto.‘““ Ol
Ampullaria ovata Olivier Voy. 1804. vol. II. p. 39. note 1. t. 31. £. 1.
Unsere Figur ist ein getreuer Abriss der Olivier’schen. Ich bin noch nicht so glücklich gewesen, eine Ampullaria zu bekommen, welche der Figur und Be- schreibung von Olivier entspricht. Deshayes beschreibt in der zweiten Ausgabe von Lamark als A. ovata offenbar unsere A. kordofana, wenn er das Gehäuse eiförmigs-kugelig nennt, während es bei ovata nach Olivier länglich-eiför- ' mig sein soll. Sollte wirklich die A. ovata so variiren, dass die Olivier’sche schmale Form und die aufgeblasene A. kordofana, die Form, deren Windun- gen an der Naht aufgetrieben und horizontal, und die A. lucida Parr. mit den sehr abschüssigen Windungen einerlei sind? Dies zu beurtheilen muss ich andern überlassen, denen eine grössere Reihenfolge von Exemplaren zu Gebote steht. — Zur Vergleichung gebe ich in Fig. 6 die A. ovata Caillaud = kordofana Par- reyss, in Fig. 3. eine mir als A. ovata mitgetheilte Form zweifelhaften Fund- orts, die möglicher Weise zur Mexikanischen A. reflexa gehört, Fig. 4., ein kleines Exemplar der A. lucida, welches ich lange für die Qlivier’sche ovata gehalten. Die Olivier’sche A. ovata ist 29 Linien lang und 20 Linien hoch.
I. 20. 7
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Aufenthaltsort: Aegypten, namentlich der See Marcotis. Nach Cailland auch in der Oase von Siwah. 685. Ampullaria neritoides d’Orb,
Taf.'15., Big. 1. 2.3.
A. testa depressa, ovata, solida, imperforata, vel lactea vel purpurea, concolore vel zonata; epidermide olivacea, lineis transversis elevatis, granulato-punctatis distantibus sculpta; spira brevissima, subhemisphaerica; anfractu ultimo maximo; apertura maxima, ovato-orbiculari
Ampullaria neritoides d’Orb. 1835. Guerin. Mag. d. Zool. p. 31. — d’Orb. Voy. en Amer. p. 368. t. XLIX. f. 1. 2.
Das Gehäuse hat eine sehr eigenthümliche Gestalt, es ist niedergedrückt, quer eiförmig, solide, undurchbohrt, und besteht nur aus 3%, höchstens vier Windungen. Dieselben sind ziemlich regelmässig gewölbt, (bisweilen verläuft eine breite, flache Rinne etwas unterhalb der Naht), und nehmen sehr rasch zu, so dass die letzte ganz unverhältnissmässig gross erscheint. Die Spira ist sehr kurz, niedrig, beinahe halbkuglig, oft abgefressen. Die Mündung ist sehr breit eiförmig, der Spindelrand beinahe gerade, indem die vorletzte Windung nur we- nig hereintritt; der Mundsaum ist einfach; die Aussenlippe schneidend. Anstatt des Nabels ist eine enge Ritze da; eine seichte Rinne, welche man leicht über- sehen kann, umgibt die Nabelkante, und bringt eine scharfe Einbucht im Grunde des Mundsaumes hervor. Das Gehäuse ist entweder milchweiss, oder blass cho- coladebraun, und zeigt alsdann Spuren von braunen Binden. Diese Färbung ist jedoch nur in der Mündung sichtbar. Die Aussenseite erscheint wegen der dicken Epidermis olivengrün. Diese zeigt ziemlich entfernte, erhabene, gekörnelt punk- tirte Querstreifen. Der Deckel ist hornartig, ziemlich dick, beinah halbkreisför- mig; das Centrum der Anwachsstreifen liegt hart am innern Rande in der Mitte.
Aufenthaltsort: der Urugüay, besonders dessen Mündung.
D’Orbigny hat leider das Thier nicht beobachtet. Gray hat aus dieser Art das Genus Pomella gemacht.
69. Ampullaria robusta Ph, Taf. 15. Fig. 4. 5.
A. testa globoso-ovata, solida, perforata, purpurea, ad aperturam demum fulva; epider- mide olivacea; spira quartam altitudinis partem vix superante, conica, erosa, atropurpurea; an- fractibus regulariter convexis, ad suturam fere horizontalibus; apertura ovata, patula, fulva; labre dilatato, castaneo-maculate.
Das Gehäuse ist eiförmig, kaum durchbohrt, sehr diekschalig, unter einer starken olivengrünen Epidermis, die bei schärferer Vergrösserung fein gekörnelt Ist, in den obersten Windungen dunkel purpurbraun, beinahe schwarz, allmälig heller, gegen die Aussenlippe hin röthlich gelb. Die kegelförmige Spira nimmt kaum mehr als den vierten Theil der gesammten Höhe ein, und ist stark ange-
al
fressen, so dass ich die ursprüngliche Gestalt der Windungen nicht erkennen kann: der letzte Umgang ist regelmässig gewölbt, und an der Naht horizontal. Die Mündung ist breit oval, birnförmig, unten sehr viel weiter als oben, durch die vorletzte Windung ziemlich stark modifieirt, erweitert, und die Aussenlippe stark ausgebreitet. Der Schlund ist chocoladenbraun, gegen die Aussenlippe hin wird derselbe röthlich gelb; der Saum der letzteren ist kastanienbraun gefleckt, ungeachtet keine Spur von Binden weiter zu sehen ist. — Höhe 26, Durchmes- ser 24 Linien. Aufenthaltsort: unbekannt.
Ampullaria Tamsiana Dk, Taf. 16. Fig. 1. 2.
A. testa subglobosa, late umbilicata, tenui, zonis fuscis pieta; epidermide tenui, laevi, vi- rescente; spira depresso-conica, tertiam altitudinis partem subsuperante; anfractibus teretibus; sutura canaliculata; apertura ovato-elliptica; peristomate simplice, columellari albo, vix dilatato.
Ampullaria Tamsiana Dk. in lit.
Das Gehäuse ist beinahe kugelig, weit genabelt, dünnschalig, mit zahlreichen, mehr oder weniger deutlichen Binden, glatt. Die Epidermis ist dünn, grünlich, glatt. Das Gewinde ist flach kegelförmig und nimmt etwas über den dritten Theil der gesammten Höhe ein. Die Windungen, deren ich 5 zähle, sind drehrund und durch ziemlich tiefe Rinnen geschieden. Die Mündung ist breit eiförmig, bei- nahe elliptisch, oben so breit wie unten, und durch die vorletzte Windung sehr wenig modifieirt. Der Schlund ist braun mit durchscheinenden Binden, der ein- fache Mundsaum gelblich weiss, auf der rechten Seite braun bandirt: der Spin- deltheil desselben ist kaum verbreitert. — Höhe 13, Durchmesser 14 Linien.
Aufenthaltsort: Puerto Cabello, von Dr. Tams gesammelt.
Von. A. ceyclostoma unterschieden durch höheres Gewinde, rinnenförmige Naht, weiteren Nabel, breitere Spindellippe; von A. teres durch die mehr kuge- lige Gestalt, breitere Mündung, die unten nicht so spitz vorgezogen ist; von A. cerocostoma durch grössere Breite, kleinere, namentlich niedere Mündung, die Farbe des Mundsaumes etc.
71. Ampullaria hopetonensis Lea.
Taf. 16. Fig. 3.
, A. festa ovata, inflata, anguste umbilicata, laevi, multifasciata; epidermide viridi-olivacea; spira fere tertiam altitudinis partem aequante; anfractibus teretibus; apertura oblongo- ovata, basi producta, intus fusca; peristomate simplici, interno albo, externo intus nigro-limbato.
Ampullaria hopetionensis Lea Trans. Am. Phil. Soc. vol. V. t. 19. f. 84. (kann ich nicht nachsehen). — _ Dekay nat. hist. of New-York etc. p. 124. (Shell smootb, flattered above, umbilicata, banded; sutures impres- sed; whorls five; aperture subovate).
TE
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Die hier abgebildete Ampullaria habe ich von Herrn Griffith in den Vereinig- ten Staaten als A. hopetonensis Lea mit der Angabe, sie sei von Hopeton (in Georgien) selbst, erhalten, und mag sie wohl die richtige Art sein, ungeach- tet ich die Worte „oben abgeplattet‘“ in Dekay’s Diagnose nicht darauf zu reimen vermag. Leider kann ich die Originalbeschreibung von Lea nicht nachsehen. Das Gehäuse ist eiförmig, mässig genabelt, mässig solide, glatt und glänzend, mit zahlreichen braunen Binden auf bläulichem Grunde, die durch die ziemlich dünne, glatte, mehr oder weniger olivengrüne Epidermis durchschimmern. Die Windungen, 5'2 an der Zahl, sind ziemlich aufgetrieben, in der oberen Hälfte stärker gewölbt als in der.unteren, das Gewinde nimmt den dritten Theil der gesammten Höhe ein. Die Mündung ist länglich-eiförmig, unten ziemlich spitz vorgezogen, oben so breit wie unten, nur wenig durch die vorletzte Windung modifieirt. Der Mundsaum ist einfach, gerade, nicht erweitert, der innere weiss, etwas umgeschlagen, der äusere schwarz. Der Schlund ist braun, und schim- mern die Binden schwärzlich durch. Der Deckel ist hornartig, dünn, aussen con- eav, wie gewöhnlich — Höhe 25, Breite 23 Linien.
Aufenthaltsort: Georgien, namentlich beim Orte Hopeton.
72. Ampullaria paludosa Say. Taf. 16 Fig. 4.
A. testa ovato-globosa, inflata, anguste umbilicata, laevi, multifaseiata; epidermide viridi olivacea; spira circa Ya totius altitudinis oceupante; anfractibus teretibus, in parte superiore ma- gis tumidis; apertura ovata, patula, basi rotundata; peristomate simplici, fulvo, dextro subre- tlexo, fasciata.
Ampullaria depressa Say Exped. S. Peters vol. 2. p. 264. t. 14. f. 2. (kann ich nicht nachsehen) non A. depressa Lamk.
— paludosa Say Deser. New Harmony. p. 22.
— — Dekay Zool. of New-York p. 124. („Whorls four, slightly wrinkled; body whorl more prominent above, somerrhat flattened towards the suture; spire very much depressed; aperture oval, exhibiting the bands on the margin; umbi- licus small, nearly ehosed. Colour pale olivaceus, obso- letely bansed with obscure Green, with numerous vertical and transverse greenish and brown lines; aperture some- what glaucous‘*,
Die von Dekay mitgetheilte Beschreibung passt nicht ganz auf das abgebil- dete aus den Vereinigten Staaten unter dem Namen A. depressa Say erhaltene Exemplar, indem dasselbe erstlich fünf Windungen, zweitens keine sehr nieder- gedrückte Spira, keinen beinahe verschlossenen Nabel hat. Dasselbe ähnelt viel- mehr im höchsten Grade der A. hopetonensis in der Bildung des Nabels, der Win- dungen, die in der oberen Hälfte stärker gewölbt sind als in der unteren, in der Färbung ete., und unterscheidet sich lediglich, indem die Spira unbedeutend nied- riger, die Mündung breiter, unten weniger vorgezogen und runder, die Aussen-
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lippe endlich etwas eingeschlagen ist. Auf den Umstand, dass diese letztere
innen bandirt ist, möchte ich kein grosses Gewicht legen. — Höhe 24 Linien,
Durchmesser ebensoviel. Aufenthaltsort: Florida (Dekay), Georgien (nach meinen Exemplaren).
73. Ampullaria Swainsoni Ph. Taf. 16. Fig. 5.
A. testa ovata, umbilicata, inflata, exquisite fasciata; spira acuta, fere terfiam altitudinis partem aequante; sutura demum canaliculata! apertura ovato-oblonga, subpyriformi.
Ampullaria fasciata var. Swainson Zool. Ill. 2 ser. vol. II. t.64. "===, 4
Ich gebe hier eine Copie der Ampullaria, welche Swainson a. a. ©. abgebil- det, und für eine Varietät der A. fasciata Lamk. gehalten hat. Betrachten wir indessen die von Lamarck eitirte Figur der Encyclopädie als Typus seiner Art, so ist die Swainson’sche Figur durch die mehr eiförmige Gestalt, die spitze, weit höhere Spira, die viel breitere, und unten nicht vorgezogene Mündung wesentlich verschieden. Nach Deshayes wäre diese Swainson’sche A. fasciata var. einerlei mit der A. lineata Spix, was mir doch sehr zweifelhaft scheint. — Die Höhe beträgt 33, der Durchmesser 28 Linien.
Mafenthaltkort: unbekannt. VARArfiLr .
Von der bandirten Varietät der A. reflexa unterscheidet sich A. Swainsoni durch bauchigere Gestalt, auffallend spitze Spira, weiteren Nabel.
N 74. Ampullaria fuliginea Koch. Taf. 16. Fie. 6.
A. testa ovata, imperforata, tenui, atro-olivacea, fasciis angustis albis translucentibus; epidermide lineis elevatis, confertis, transversis distinefa; spira fere terfiam altitudinis partem superante, elongata; anfractibus superius subangulatis, ad suturam fere horizontalibus; apertura ovato- oblonsa, "semilunata, basi aliquantulum effusa.
Das Gehäuse ist eiförmig, undurchbohrt, dünnschalig, und erscheint schwärz- lich mit einigen schmalen, weissen Binden. Die Epidermis ist, wie bei A. Lar- gillierti mit zahlreichen, dicht gedrängten, erhabenen @ucrlinien bedeckt, und schwärzlich olivengrün. Die Spira ist spitz, und nimmt den dritten Theil der gesammten Höhe ein; die Windungen, 6 an der Zahl, sind oben etwas kantig, an der Naht beinahe horizontal. Die Mündung ist länglich eiförmig, etwas halb- mondförmig, unten breiter und etwas vorgezogen zu einer schwachen Andeutung eines Gusses. Der Mundsaum ist einfach; hinter der Spindel zeigt sich eine schmale Furche, als Andeutung des gänzlich fehlenden Nabels. — Höhe 16!», Durchmesser 14 Linien.
Aufenthaltsort: vermuthlich Madagaskar.
Die nächste Verwandte ist A. Largillierti; dieselbe ist aber breiter, die Win-
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dungen haben oben eine deutliche Kante, der Guss am Grunde der Mündung ist viel auffallender etc.
75. Ampullaria urceus (Nerita) Müll, Taf. 17. Fig. 1.
A. testa ovato-globosa, umbilicata, solida, longitudinaliter undatim rugosa, albido-fulva, zonis destituta; epidermide castanea; spira circa quartam altitudinis partem occupante, plerum- que erosa; anfractibus fere aequaliter rotundatis; apertura oblonga, angusta, lactea; labro simplici, recto.
List. Conch. t. 125. f. 25. Favanne Conch. t. 61. f. D. 10. Nerita urceus Müll. hist. Verm. p. 174. nr. 360. Schröter Fluss- Conch. p. 253. nr. 63. — Binleit. vol. II. p. 143.
Chemn. Conch. Cab. IX. 2. p. 108. t. 128. f. 1136. Bulimus urceus Brue. Dict. nr. 4. Ampullaria rugosa Enceyel. meth. t. 457. f. 2. A. B,
_ — Lamk. hist. nat. ed. 1. vol. VI. 2. p. 177. — ed. 2. vol. VII.
p- 532. nr. 2.
= —_ Blainv. Manuel de Mal. t. 35. f. 1.
— urceus Fer. Syst. Conch. p. 68. nr. 3. junior Ampullaria leucostoma Swains. Zool. ill. (1 ser.) III. t. 175.
Das Gehäuse ist kugelig eiförmig, ziemlich eng genabelt, diekschalig, röth- lich weiss, ohne alle Spur von Binden, mit einer dunkel olivengrünen, fast ka- stanienbraunen Epidermis bedeckt, und mit ziemlich regelmässigen Längsrunzeln, oder vielmehr Falten bedeckt, sonst glatt, selbst bei starker Vergrösserung. Das Gewinde nimmt etwa den vierten Theil der ganzen Höhe ein, ist aber meist ab- gefressen. Die Windungen, 5 an der Zahl, sind regelmässig gewölbt, nach der Naht hin etwas eingezogen, aber doch nicht horizontal. Die Mündung ist läng- lich, schmal, wohl zweimal so hoch wie breit, in der untern Hälfte kaum brei- ter als in der oberen, durch den vorletzten Umgang ziemlicb modifieirt. Der Mundsaum ist einfach, die Aussenlippe nicht umgeschlagen, milchweiss; der Spin- delrand ziemlich breit, umgeschlagen, oft rothgelb. — Höhe 4 bis 5 Zoll, Breite kaum viel weniger.
Aufenthaltsort: Guyana,
Durch die sonderbaren, faltenartigen Längsrunzeln, und die schmale enge, am Rande nicht erweiterte Mündung von A. dolium nr. 53 verschieden.
Ampullaria Wernei Ph. Taf. 17. Fig. 2. Siehe die Beschreibung oben p. 19. nr. 22.
76. Ampullaria decussata Moric. Taf. 17. Fig. 3. A. testa depresso-globosa, umbilicata, lutea, zonis latis fuseis fasciata; epidermide lineis
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elevatis transversis striisque inerementi subdecussata, olivacea; spira quartam altitudinis partem subaequante; anfractibus convexis ad suturam horizontalibus; apertura ovata, subpyriformi; peri- stomate simpliei, ad basin subreflexo, aurantio; labro intus nigro-fasciato.
Ampullaria decussata Moe Sn. Soc. Phys. de Geneve vol. VII. p. 445. t. II. — _ Den Dümerel hist. nat etc. ed. 2. vol. VIII. p. 547.
Das Gehäuse ist niedergedrückt-kugelig, mässig dickschalig, mässig weit ge- nabelt, gelb, mit breiten dunkelbraunen Binden, die oft mehr Raum einnehmen als die Grundfarbe. Die Epidermis ist dünn, meist blass olivengrün, mit ziem- lich regelmässig entfernten, erhabenen @uerlinien, die von den Anwachsstreifen durchschnitten werden. Die Spira nimmt etwa den vierten Theil der gesammten Höhe ein, und ist meist an der Spitze angefressen. Die Windungen sind auf dem Rücken regelmässig gewölbt, an der Naht ziemlich horizontal. Die Mündung ist sehr breit eiförmig, in der untern Hälfte breiter als in der oberen, durch die vorletzte Windung etwas modifieirt; der Mundsaum ist einfach, in der untern Hälfte etwas umgeschlagen, der Spindelrand nicht verbreitert, safrangelb; die Aussenlippe Schwarz mit orangegelben Binden; der Schlund braun mit gelben Binden. — Höhe 13, Durchmesser 14 Linien.
Aufenthaltsort: Brasilien.
Abgesehen von der Epidermis und Färbung unterscheidet sich A. decussata von A. cyclostoma durch die mehr niedergedrückte Gestalt, die horizontale Zone an der Naht, die breitere mehr eiförmige Mündung; von A. Tamsiana durch die mehr niedergedrückte Gestalt, die mehr senkrecht gestellte, unten brei- tere Mündung, die nicht rinnenförmige Naht; von A. crocostoma durch die mehr niedergedrückte Gestalt, die breitere Mündung, die schmale Spindellippe.
Ampullaria balteata Ph. Taf.. 17. Fig. 4. Siehe die Beschreibung p. 21. nr. 25.
77. Ampullaria cornu arietis L.
Taf. A. Fig. 1. Taf. 18. Fig. 1.
A. testa discoidea, utringque concava, alba, castaneo-zonata; epidermide tenuissime ru- . I ” ze ’ ” ” . . gulosa; anfractibus superius ad suturam modice convexis, suturis late et parum profunde canali- culatis. basi ad peripheriam subangulatis; apertura ovato-oblonga; diametro obliquo. D Ü 5 5
Helix cornu arietis L. Syst. nat. ed. X. p. 771. nr. 590. — Mus. Lud. Ulr. p. 666. nr. 367. — Syst. nat. ed.XII. p. 1244. nr. 674. — Gmel. p. 3625. nr. 41. List. Conch. t. 136. f. 40. Petiv. Gaz t. 92. f. 4. aamnaule: Seba Mus. t, 39. f. 14. 15. Planorbis contrarius Müll. hist. verm. p. 152. nr. 243. Geve Belust. t. 3. f. 9—14. /
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Schröter Flussconch. p. 230. nr. 43. t. 9 £. 13. — Einl vol. 2. p. 139. Planorbis cornu arietis Encycl. meth. t. 460. f. 3. a. im _ — — Lamk. hist. nat. ur ed.1. vo 2. p.152. — ed. 2. vol. VIII. p. 381. ee en Ampullaria cornu arietis Sow. Gen. of. Shells. f. 3.
— _ _ Reeve Oonch. syst: t. CXCVIM. £.3. vol. Il. — — — Desh. Encycel. meth. vers. vol. 2.
_ — dOrbigny Voy. Amer. mer. p. Se © XVII. .7—)9.
Schröter hat in’seinem o. a. Werk über die Flussconchylien mehrere Varietä- ten unterschieden, und d’Orbigny bemerkt a. a. O., dass unter dem Namen A. cornu arietis mehrere Arten begriffen seien; ich besitze deren drei gut unter- schiedene. Bei der Beschaffenheit der älteren Abbildungen und Be- schreibungen ist es aber nicht wohl möglich, mit Sicherheit zu er- mitteln, welche der drei Arten die älteren Conchyliologen jedes- mal gemeint. Ich nenne mit d’Orbigny die im Nachfolgenden beschriebene Ampullaria cornu arietis.
Das Gehäuse ist vollkommen scheibenförmig, beiderseits concav, unten jedoch weit tiefer, weiss, mit vier bis sechs kastanienbraunen Querbinden, wozu wohl noch ein paar schmalere, blassere @uerlinien kommen. Die Epidermis ist blass olivenfarben, von zahlreichen, dicht gedrängten Anwachsstreifen fein runzelig. Die Windungen, 5 an der Zahl, sind oben nur mässig gewölbt, die Rinne der Naht daher breit und seicht, unten hart an der Peripherie auffallend kantig, und von dieser Kante eben zur unteren Naht abfallend. Die Mündung ist halbmondförmig; ihre Axe verläuft schräg von oben und innen nach unten und aussen; sie liegt ausserdem wie bei den folgenden Arten schräg, so dass der Basaltheil weiter vorsteht, als der obere Theil. — Der Deckel ist dünn, hornartig, von der Gestalt der Mündung; am innern Rande concav, am äus- sern convex, oben und unten schräg abgestutzt, so dass die untere Abstutzung zweimal so lang ist wie die obere. — Durchmesser 17, Höhe der letzten Win- dung 8 Linien.
Das Thier ist nach d’Orbigny sehr voluminös; der Fuss beinah dreieckig, sehr breit, hinten etwas zugespitzt, vorn abgestutzt, mit einer tiefen Furche. Der Kopf ist kurz und breit; die hintern Fühler sehr lang und spitz, die vordern des- ‚gleichen; die Augen sitzen hoch auf ziemlich deutlichen Stielen, die Athemröhre ist-ziemlich lang. Die Farbe ist unter dem Fuss gelblich, auf allen andern Thei- len rosenroth; grosse, eckige, röthlichbraune Flecke schmücken die Oberseite des Fusses und Kopfes; die Fühler und die Athemröhre sind braunroth geringelt.
Aufenthaltsort: der Parana-Fluss.
78. Ampullaria chiquitensis d’Orb. Taf. 18. Eig. 2. A. testa discoidea, albida, unicolore vel fasciis paueis castaneis picta supra fere plana,
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imo plano-convyexa, subtus lafe umbilicata; epidermide luteo-olivacea, laeviuscula; anfracti- bus supra et infra regulariter rotundatis; apertura ovata, subelliptica, parum lunata; axı ejus perpendiculari.
Ampullaria chiquitensis d’Orb. Voy. Amer. merid. p. 367. t. XLVIIT. f£. 10. 11.
Es wird genügen die Unterschiede dieser Art von der vorhergehenden anzu- geben. Das Gehäuse ist zwar auch scheibenförmig, aber oben bei weitem nicht so vertieft, selbst eben, ja sogar, wie d’Orbigny behauptet, bisweilen etwas con- vex. Unten erscheint der Nabel weit enger und tiefer, weil die Windungen hier rund und breit gewölbt sind. Dadurch erscheint die Mündung auch verschieden gebildet, sie ist bei weitem nicht so halbmondförmig, unten und oben. beinahe gleich breit, und gleichmässig abgerundet, und ihre Axe steht senkrecht. In der Färbung ist kein Unterschied, es müsste denn sein, dass bei dieser Art häufiger ungebänderte Individuen vorkommen; die Epidermis ist aber viel glatter. — Durch- messer 16, Höhe der letzten Windung 8Vı Linien.
Aufenthaltsort: die Provinz Chiquitos in Bolivien.
79. Ampullaria Knorrii Ph, Taf, 18. Fig. 3.
A. testa discoidea, utrinque concava, fasciis paucis rufo-fuscis pieta; epidermide olivacea, laevi, nitente; anfractibus superius ad suturam valde elevatis, sutura profunde canali- culata divisis, inferius in medio subangulatis; apertura ovato-oblonga; axi Ejus perpendi- culari.
Knorr Versn. vol. I. t. 2.
BRAND, an Ceratodes fasciatus Guild. Zool. Journ. III. p. 540. t. suppl. 28. £. 4—7.
Den Namen fasciatas habe ich aus zwei Gründen nicht beibebalten. Erstens kann man aus Guilding’s Beschreibung nicht erkennen, ob er diese Art gemeint hat, sondern man kann es nur aus dem Vorkommen, und daraus vermuthen, dass seine Beschreibung und Abbildung des Thieres etwas von der d’Orbigny’schen der A. cornu arietis abweicht. Zweitens würde der Name faseciatus nicht zu Ampullaria gesetzt werden können, und das Genus Ceratodes vermag ich wenigstens nicht anzunehmen, da ich keine Gränze zwischen demselben und den andern Ampullaria-Arten mit hornigem Deckel zu ziehen weiss.
Ampullaria Knorri sieht auf dem ersten Blick der A. cornu arietis sehr ähnlich, die Windungen sind aber oben dieht an der Naht hoch erhaben, fast senkrecht abfallend, so dass die Windungen durch schmale, tiefe Rinnen ge- schieden sind; unten sind sie, ähnlich wie bei A. chiquitensis, gleichmässig nach beiden Seiten, nach innen wie nach aussen abfallend, aber in der Mitte mehr erhaben als bei dieser, schwach kantig. Die Mündung hat eine senkrechte Axe, wie bei chiquitensis, ist aber oben weit schmaler als unten, und die vorletzte Windung tritt weit stärker hinein. Von A. chiquitensis unterschei-
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det sich Knorrii ausserdem wesentlich durch die vertiefte Oberseite, und die tiefe, rinnenförmige Naht derselben. — Durchmesser 16 Linien, Höhe der letzen Win- dung 8 Linien.
Aufenthaltsort: die Insel Trinidad, mitgetheilt vom Consul Gruner.
Ampullaria reflexa Swains. var. Taf. 18. Fig. 4
Anfangs hielt ich die hier abgebildete Ampullaria, die A. melanostoma Parreyss, für eine besondere Art, bis mich später eine zahlreiche Reihe von Exem- plaren hat erkennen lassen, dass sie zu A. reflexa Swains. zu bringen ist; s. die Beschreibung p. 12. nr. 9.
80. Ampullaria labiosa Koch. Taf. 18. Fig. 5.
A. testa globoso-ovata, umbilicata, admodum solida, unicolore (?); spira conica, acuta, quartam altitudinis partem oceupante; anfractibus rotundatis, vix in parte superiore magis con- vexis; apertura dilatata, late ovata, superius acute angulata, margine interiore fere rectilineo, labro late reflexo.
Leider ist das einzige Exemplar in meines Freundes Koch Sammlung der Epidermis beraubt, hat bereits lange todt im Schlamme gelegen, und sieht jetzt einfarbig röthlich aus. Das Gehäuse ist sehr dickschalig, mässig weit genabelt, ganz glatt; die Spira ist fast genau kegelförmig, sehr spitz, und nimmt den vier- ten Theil der gesammten Höhe ein. Die Windungen sind ziemlich regelmässig gewölbt, doch in der obern Hälfte stärker als in der untern. Die Mündung ist breit eiförmig, oben allmälig in einen spitzen Winkel ausgehend; der innere Rand derselben ist beinahe gradlinigt, die Aussenlippe auffallend breit (über zwei Li- nien breit) umgeschlagen. — Höhe 21, Durchmesser ohne den Umschlag der Aus- senlippe 20 Linien.
Aufenthaltsort: unbekannt.
Sollte diese Ampullaria weiter nichts als ein sehr altes Exemplar der A. fla- gellata sein? Mit Ausnahme der Schwere und Dicke des Gehäuses, so wie der weit umgeschlagenen Lippe wüsste ich in der That keinen Unterschied anzu- geben.
Ampullaria reflexa Swains. var.
A. malleata Jonas. Taf. 18. Fig. 6. Siehe die Beschreibung oben p. 12. nr. 9.
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81. Ampullaria sumatrensis Ph. Taf. 19. Fig. 1. 2.
A. testa globosa, anguste umbilicata, solida, laevissima, multifasciata, epidermide ob- scure olivacea, laevissima; spira circa quartam altitudinis partem aequante; anfractibus plerum- que aequaliter convexis; apertura ovato-oblonga, semilunari, superius angulata.
An Ampullaria celebensis Mousson Land- u. Süsswasser-Moll. Java p. 59?
Das Gehäuse ist fast ganz kugelig, eng genabelt, aber keinesweges.bloss durchbohrt, solide, sehr glatt und glänzend, und mit einer ziemlich dieken, leb- haft olivengrünen, vollkommen glatten Epidermis bedeckt, durch welche die brau- nen Binden des Gehäuses durchschimmern. Bei dieser Gelegenheit will ich be- merken, dass das Gehäuse mehrerer Ampullaria-Arten deutlich drei verschiedene Schichten der Schale zeigt von denen die mittlere gebändert ist, was auch bei dieser Art der Fall zu sein scheint, während andere Arten nach der Angabe von Troschel (Archiv 1845. I. p.202.) nur zwei Schalensehichten haben. Das Gewinde nimmt ungefähr den vierten Theil der gesammten Höhe, bald etwas mehr bald etwas weniger ein; die Umgänge sind meist sehr regelmässig gewölbt; bei einem Exemplar dagegen s. fig. 1. sind dieselben oben sehr viel stärker gewölbt, und nach unten beinahe conisch verschmälert. Die Mündung ist länglich, mondförmig, in der untern Hälfte kaum breiter als in der obern, oben winklig. Der Mund- saum ist innen deutlich verdickt, die Aussenlippe jedoch scharf, nicht stumpf wie bei A. globosa; dieselbe ist schmutzig gelb, und auch der Schlund fällt stark ins Gelbe. Der Nabel sitzt wenig unterhalb der Mitte des linken Mundsaumes. Der Deckel ist kalkig, sehr dick, etwas breiter als bei A. celebensis. — Höhe 35, Durchmesser 34 Linien.
Aufenthaltsort: der Fluss Danu-luar in Sumatra; Java?
A. celebensis ist dünnschaliger, undurchbohrt, nicht so kugelig gestaltet.
82. Ampullaria celebensis Quoy et Gaim, Taf. 19. Fig. 3. u. 4.
A. „testa ovato-globosa, laevi, polita, apice obtusa, fusco-viridi, basi perforata, [potius vix rimata] transversim obsolete fusco-fasciata; apertura ovato-oblonga, intus saturate fusca, in ambitu albicante; operculo calcareo, intus roseo.
Helix ampullacea L.? Mus. Lud. Ulr. p. 666. nr. 368. — Syst. nat. ed. XII. p. 1244. nr. 667. exel. Synon. non Helix ampullacea coll. Lin., quae Ampullaria Linnaei Ph. Ampullaria celebensis Quoy et Gaim. Voy. de PAstrol. vol. III. p. 167. t. 57 f
. 1—4. = _ Desh. in ed. 2. Lamk. hist. nat. etc. vol. VIII. p. 545. non Mousson.
Ich gebe in Fig. 4 eine Copie der Abbildung von @uoy und Gaimard, und in Fig. 3. eine Darstellung eines Exemplares der Sammlung meines Freundes Dr. Pfeiffer, und setze die Beschreibung von Deshayes wörtlich her mit wenigen,
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eingeklammerten Zusätzen und Bemerkungen. Das Gehäuse ist oval-kugelig, mit kurzem und spitzem Gewinde, welches oft am Wirbel angefressen ist, (die Höhe desselben beträgt etwa ein Viertel der gesammten Höhe); die Windungen, fünf an der Zahl, sind schmal und wenig convex, die letzte ist sehr gross, und ver- schmälert sich merklich gegen die Basis, was dem Gehäuse eine etwas birnförmige Gestalt gibt. Die Oberfläche wird bedeckt von einer grünlich braunen, dunklen, glatten und glänzenden Epidermis, unter welcher man eine grosse Zahl ungleicher, ziemlich dunkelbrauner @uerbinden bemerkt. Die Mündung ist oval-länglich, ihr Rand verdickt, graulich weiss, oder gelblich weiss; im Innern ist sie sehr dunkelbraun. Die Spindel ist diek, und hinter ihr bemerkt man eine enge Nabelspalte. Der Deckel ist kalkig, aussen concentrisch ge- streift, innen glatt, braun ins Röthliche oder Violette ziehend. — Höhe 29, Breite 252 Linien.
Aufenthaltsort: Celebes; das Pfeiffer’sche Exemplar soll von Java sein.
Ich habe nicht den mindesten Zweifel, dass Linne ein seiner Epidermis be- raubtes Exemplar dieser Art, und keine andere, im Mus. Lud. Ulr. als Helix ampullacea beschrieben hat. Man vergleiche nur seine Beschreibung, welche also lautet: „Das Gehäuse ist beinahe kugelig, bläulich grau, mit braunen und mit blassen Spirallinien; die Windungen sind nach oben hin bauchig. Das Ge- winde ist wenig convex, stumpflich; die Mündung ist eiförmig-länglich. Die äu- sere Lippe gerade, die innere zurückgeschlagen, oben angewachsen. Der Nabel ist gleichsam eine von der zurückgeschlagenen Innenlippe bedeckte Ritze. Man kennt diese Art an der bauchigeren Spira“. Die Citate Rumph. Mus. t. 27. f. 6. u. Gualt. Test. t. 1. f. R.
Die Beschreibung des Nabels, so wie, dass man die Art an der bauchigen Spira erkennen soll, passen nicht auf die Ampullaria fasciata der Encycl., wel- che Lamarck und Desh. für die Helix ampullacea Linnes gehalten haben. In Linnes Sammlung liegt eine andere, durch sehr hohes Gewinde ausgezeichnete Art, A. Linaei Ph. S. nr. 85. t. 20. f. 6.
Ampullaria Archimedis Spix. Taf. 20. Fig. 1. Siehe die Beschreibung unter A. zonata p.9. nr. 5.
83. Ampullaria elegans d’Orb. Taf. 20. Fig. 2. 3.
A. testa globoso-ovata, anguste umbilicata, crassiuscula, striata, fulvo-virescente, fasciis castaneis cincta; spira elevata, conica, tertiam altitudinis partem superante; anfractibus sex, regulariter convexis, sutura lineari profunda; apertura ovato-oblonga, albida, labra incrassato, vel subreflexo.
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Ampellaria elegans dOrb. 1835. Magaz. Zool. p.=33. = peristomata ejusd. ibidem. — elegans ejusd. Voy. in Amer. p. 378. t. LIT. f. 4—6.
D’Orbigny hat selbst im Voy. I. c. erklärt, dass kein Grund zur Trennung in zwei Arten vorhanden sei, wie er früher angenommen. Das Gehäuse ist ku- gelig-eiförmig, keinesweges minime umbilicata, was auch nur angustissime umbili- cata heissen soll, sondern mässig eng genabelt, wie d’Orbigny’s Figur, und mein von ihm selbst erhaltenes Exemplar beweisen; mässig dickschalig, der Länge nach fein gestreift, gelblich olivengrün mit dunkeibraunen, egalen Binden verziert. Das Gewinde ist ziemlich spitz, kegelförmig, und macht beinahe zwei Fünftel der gesammten Höhe aus; die Windungen, sechs an der Zahl‘, sind sehr regel- mässig gewölbt, durch eine sehr feine aber tiefe Naht geschieden; die Mündung ist länglich eiförmig, in der obern Hälfte nicht viel schmäler als in der untern, durch die letzte Windung wenig modifieirt; weisslich; der Mundsaum ist dick, je- doch mit schneidendem Rande, der unten am Spindeltheil etwas umgeschlagen ist. — Höhe 20, Breite 18 Linien.
Aufenthaltsort: Bolivien an den @uellflüssen des Rio Madeira.
Von AA. Spixii u.a. sogleich durch den weit engeren Nabel, von A. Roissyi durch die stark aufgetriebenen Windungen efc. zu unterscheiden.
84. Ampullaria australis d’Orb. Taf. 20. Fig. 4. 5. (nach d’Orbigny.)
A. „testa globosa, oblonga [melius: ovata, inflata], perforata, [nach der Figur anguste umbilicata ‚] tenui, transversim substriata, brunneo - viridescente, zonis perfuscis eiefa: spira elevata, conica, [vix tertiam altitudinis partem aequante;] apice subacuto; anfraetibus sex, ro- tundatis; suturis excavatis; apertura a albicante; labro tenui, acuto.‘* nn
Aunpallaria australis d’Orb. Guerin Mag. de Zool. 1835. p. = d’Orb. Voy. Amer. merid. p. 375. t. Li. ” 3. 4
Das Gehäuse ist eiförmig, mässig eng genabelt, wie die Abbildung beweist, aufgetrieben, dünn, mit ziemlich auffallenden Anwachsstreifen, braun ins Grüne ‘fallend, (die eine Figur ist in der Abbildung roth braun, die andere auf der letz- ten Windung ziemlich rein olivengrün), mit dunkelbraunen Binden, (die bisweilen wie die rothbraune Varietät zeigt, schmal und fast ganz verloschen sind); die Spira ist erhaben, kegelförmig, ziemlich spitz, (und nimmt nicht voll den dritten Theil der gesammten Höhe ein); die Windungen, sechs an der Zahl, sind wohl gerundet, die Naht rinnenförmig. Die Mündung ist oval, weisslich, (im Schlunde schimmern die Binden durch); die Aussenlippe dünn und scharf. — Höhe 32, Breite 26 Linien.
Das Thier ist schwärzlich.
Aufenthaltsort: die Laguna del Cacique negro unter dem 36° südlich von Buenos Ayres.
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Von A. gigas (canaliculata d’Orb.) durch einen weniger tiefen Kanal, deut- licher abgesetzte, spitzere Spira, und viel weniger aufgetriebene Gestalt verschie- den, so wie durch eine weit kleinere und schmalere Mündung.
85. Ampullaria Linnaei Ph, Taf. 20. Fig. 6.
A. testa oblongo-ovata, vix perforata, glauca, rufo-fasciata, apice nigra; epidermide....; spira elevata, conica, s totius altitudinis occupante; anfractibus rotundatis, in parte superiore magis convexis; aperfura ovato-oblonga, lutea; peristomate intus paullulum marginato,
Helix ampullacea Linne Collect. non H. ampullacea L. Mus. Lud. Ulr. etc.
Herr Hanley hat die Güte gehabt, mir eine Handzeichnung derjenigen Helix ampullacea zu senden, welche in Linne’s Sammlung liegt, und kürzlich bin ich in den Besitz eines, freilich seiner Epidermis beraubten, Exemplares dersel- ben gekommen. Es ist nicht die Art, welche Linne als Helix ampulla- cea beschrieben hat; denn die Worte Linne’s: spira parum convexa, obtu- siuseula lassen sich nicht darauf anwenden. Das Gehäuse ist länglich eiförmig, undurchbohrt, doch entsteht eine auffallende Nabelritze, indem der Spindelrand weit umgeschlagen ist. In seinem jetzigen Zustand, der Epidermis beraubt, er- scheint das Gehäuse röthlich, und schimmern schmale, rothbraune Binden nur schwach durch; die Spitze ist schwärzlich. Das Gewinde ist sehr hoch, conisch, und nimmt über zwei Fünftel der gesammten Höhe ein; die Umgänge, 7 an der . Zahl, sind gerundet, in der oberen Hälfte stärker gewölbt. Die Mündung ist länglich eiförmig, etwas halbmondförmig, oben kaum schmäler als unten, unten vorgezogen, und ihre Axe ist sehr schief nach unten und innen geneigt; der Schlund ist bräunlich gelb, und schimmern in demselben die bräunlichen Binden deutlicher durch als auf der Aussenseite; die Aussenlippe ist grade, innen in ei- ner Entfernung von beinahe 3 Linien vom Rande mit einem schmalen, schwach erhabenen, ringförmigen Wulst verdickt, und rein gelb, so wie die Innenlippe. — Höhe 26, Breite 22 Linien. f
Aufenthaltsort: unbekannt.
86. Ampullaria Pealeana Lea, Taf. 20. Fig. 7. nach Lea.
A. „testa subglobosa, laevi, solida, imperforata, lutea, fasciata; spira acuta; anfractibus quinis; apertura subovata, fasciata.‘*
Ampullaria Pealeana Lea 1838. Trans. Amer. Phil. Soc. VI. new Ser. _ — Observ. etc. vol. 2. p. 16. t. XXIII. f. 77. Das Gehäuse ist nach Lea ziemlich kugelig, glatt, solide, undurchbohrt, gelb, (nach der Abbildung stark ins Olivenfarbene ziehend, braun) bandirt; das Ge- winde ist ziemlich spitz, (und nimmt den dritten Theil der gesammten Höbe ein;)
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die Windungen sind fünf an der Zahl, (regelmässig gewölbt;) die Mündung ist ziemlich eiförmig, (wie es scheint in der untern Hälfte nicht breiter als in der oberen,) und zeigt die Binden der Aussenseite. Der Mundsaum erscheint einfach, nicht verdickt, und der Spindelrand breit und dick.) — Höhe 16, Breite 14 Linien. Aufenthaltsort: Turbaco in Columbien. Nach Lea unterscheidet sich diese Art von A. crassa Swains. indem sie breiter und mehr kugelig ist, und eine mehr ausgebreitete Aussenlippe besitzt.
87. Ampullaria Storeria Jay. Taf. 20. Fig. 8. nach Jay.
A. testa ovata, vix perforata, olivacea, transversim fasciata; anfractibus superius pa- rum convexis.
Ampullaria Storeria Jay 1839. catal. t. 1. f. 5. Descriptio nulla.
Jay hat nichts als die hier copirte Figur seiner A. Storeria gegeben, ohne alle Beschreibung ; dergleichen unvollständige Publikationen neuer Arten, sei es durch eine kurze, ungenügende Phrase, sei es durch eine blosse Abbildung, zu- mal wenn dieselbe sehr mittelmässig ist, oder die charakterischen Merkmale gar nicht erkennen lässt, sind eine wahre Calamität für die Wissenschaft. Die Figur von Jay scheint schlecht, und ist wohl in einer fehlerhaften Lage gezeichnet, so dass vom ganzen Gewinde nur zwei Umgänge zu erblicken, der Nabel viel zu hoch zu liegen gekommen, und die Mündung oben in einen langen, spitzen Win- kel vorgezogen erscheint, man demnach die Gestalt des Gehäuses und der Mün- dung nicht erkennen kann. Man kann hiernach nicht entscheiden, ob A. Store- ria eine neue Art ist, oder ob sie mit A. Platae zusammenfällt. — Höhe etwa 11%, Breite 10 Linien.
Aufenthaltsort: der Amazonenstrom.
Ampullaria zonata Spix var. (Ampullaria marginatra Jonas).
A. „testa ventricosa-globosa, umbilicata, tenui, castaneo-virente, nitida, apice valde erosa; anfractibus quafuor aut quinque,, valde convexis, per longitudinem tenuissime striatis, et, ultimo excepto, striis concentricis subtilissimis, oculo armato solummodo conspicuis, decussatis; aper- tura ovata; intus lactea, in toto ambitu nigro-cincta; collumella fusca; margine dextro subrevo- luto, sinistro reflexo superne adnato, inferne libero, umbilieum partim obtegente; operculo corneo.‘“
Ampullaria marginatra Jonas Zeitschr. f. Malakoz. 1845. p. 169.
Ich gebe die Beschreibung des Herrn Dr. Jonas wörtlich wieder mit weni- gen Zusätzen, die eingeklammert sind. Das Gehäuse ist bauchig kugelig, gena- belt, dünn, aus dem Kastanienbraunen ins Grüne fallend, glänzend, an der Spitze sehr angefressen; die vier oder fünf Windungen sind convex, sehr fein der Länge nach gestreift, mit Ausnahme des letzten, von sehr feinen concentrischen, nur
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dem bewaffneten Auge sichtbaren Streifen durchkreuzt; die Mündung ist eiförmig, innen milchweiss, im ganzen Umfang schwarz eingefasst; die Spindel braun; der rechte Mundsaum ist etwas zurückgeschlagen, der linke umgerollt, oben ange- wachsen, unten frei und den Nabel theilweise bedeckend. Der Deckel ist horn- artig, durchscheinend, braun, von Gestalt der Mündung. — Höhe des Gehäuses 42, Durchmesser 39 Linien.
Aufenthaltsort: unbekannt.
Nachdem ich Obiges geschrieben erhielt ich von Herrn Consul Gruner das Originalexemplar der A. marginatra zur Ansicht, und habe mich überzeugt, dass dieselbe eine merkwürdige, zonenlose Varietät der A. zonata Spix ist.
85. Ampullaria sinistrorsa Lea. Taf. 21. Fig. 3.
2,
A. testa sinistrorsa, late umbilicata, globoso-conoidea, solida, olivacea, striata; Apira co- nica tertiam altitudinis partem superante; anfractibus valde convexis; suturis impressis; aper- tura ovata, intus purpurea; peristomate simplici.
Paludina sinistrorsa Lea Trans. of the Amer. Philos. Soe. etc. vol. VI. — idem Observ. on the genus Unio. ete. vol. II. p. 90. t. XXI. . 78.
Das Gehäuse ist links- sewunden, kugelig-conoidisch, weit genabelt, ziem- lich dickschalig, gestreift, in der Abbildung olivengrün, nach der Beschreibung dunkel hornfarben: das kegelförmige Gewinde nimmt reichlich den dritten Theil der gesamuten Höhe ein. Die Windungen, fünf an der Zahl, sind sehr regel- mässig gewölbt, durch eine vertiefte Naht geschieden. Die Mündung ist eiförmig, oben spitz, (nach der Beschreibung beinahe rund, was wohl ein Irrthum ist;) innen purpurfarben; der Mundsaum einfach, schneidend. — Höhe 15, Durchmes- ser 14 Linien.
Aufenthaltsort: Ostindien (??) nach Lea.
Lea hat diese Art für eine Paludina gehalten, es ist aber wohl gewiss eine Ampullaria aus der Abtheilung Lanistes; sie steht der A. subcarinata offenbar sehr nahe, welche indess sehr viel kugeliger gestaltet ist.
89. Ampullaria magnifica Dk. Taf. 21. Fig. 1.
A. testa magna, angustissime umbilicata, subglobosa, solida, laevi, glauco-fulva, zonis fre- quentibus angustis fuseis pieta; epidermide....; spira tertiam totius altitudinis partem occupante, apice erosa; anfractibus 515, aequaliter convexis; apertura oblonga, semilunata, peristomate parum incrassato, auranfiaco.-
Diese wahrhaft prachtvolle Art ist fast genau kugelig, sehr eng genabelt, ziemlich solide, glatt, gelblich mit zahlreichen, schmalen, heller und dunkler brau- nen Binden; die Spira nimmt den dritten Theil der gesammten Höhe ein, und ist
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an der Spitze abgefressen, und daselbst braun. Die Umgänge, 5V: an der Zahl, sind vollkommen regelmässig gewölbt, durch eine schmale aber tiefe Naht ge- schieden. Die Mündung ist länglich, sehr stark halbmondförmig, oben mit einem ziemlich spitzen Winkel; der Mundsaum ist innen nur wenig verdickt, lebhaft orangegelb; die Aussenlippe ist einfach, grade. Der Schlund ist röthlich, und scheinen die Binden der Aussenseite durch. Von der Epidermis sind wenig Spu- ren sitzen geblieben, dieselbe scheint olivenbraun gewesen zu sein. — Höhe 3 Zoll 7 Linien, Durchmesser 3 Zoll 6 Linien. Aufenthaltsort: Java.
90. Ampullaria nigrilabris Ph. Taf. 21. Fig. 2.
A. testa ovata, umbilicata, tenui, nitida, fusco multifasciata; epidermide tenui, striis elevatis transversis tenuissimis, inaequalibus, striisque incrementi subdecussata; spira acute-conica, ter- tiam altitudinis partem subaequante, apice erosa, anfractibus convexis, ad suturam fere horizon- talibus; apertura ovato-oblonga, fere elliptica, faucibus obscure fuscis; peristomate simpliei, recto, nigro.
Das Gehäuse ist eiförmig, mässig weit genabelt, sehr dünn, glatt, glänzend, mit zahlreichen dunkelbraunen Binden; die Epidermis ist olivengrün, mit zahlrei- chen, zarten, ungleichen erhabenen Querstreifen, welche von den Anwachsstrei- fen etwas durchkreuzt werden. Das Gewinde ist ziemlich erhaben kegelförmig, und nimmt den dritten Theil der gesammten Höhe ein; die Spitze selbst ist am vorliegenden Exemplar abgefressen; die Umgänge, fünf an der Zahl, sind stark gewölbt, in der oberen Hälfte etwas mehr als in der untern, an der Naht bei- nahe horizontal. Die Mündung ist eiförmig-oval, beiderseits ziemlich abgerundet, in der untern Hälfte nicht viel weiter als in der oberen, durch die vorletzte Win- dung fast gar nicht modifieirt; der Mundsaum ist grade, schneidend, nicht umge- sehlagen, braunschwarz; der Schlund dunkelbraun, und durch einen etwas milchi- gen Streifen vom schwarzen Mundsaum gesondert. — Höhe 16, Breite 14 Linien.
Aufenthaltsort:. unbekannt.
Die Epidermis erinnert an A. decussata, marginatra, Largillierti, von denen sich nigrilabris aber leicht durch Gestalt, Färbung und Nabel unterscheidet.
91. Ampullaria Dorbignyana Ph. Taf. 21. Fig. 4.
A. testa globosa, anguste umbilicata, tenui, fusco-zonata, epidermide olivacea vestita; spira retusa, plana, apice acuta; sutura canaliculata; apertura ovato-oblonga, sublunata, utrinque rotundata, in parte inferiore latiore; peristomate aliquantulum reflexo, praesertim in basi.
Ampullaria canaliculata d’Orbigny var. Voy. Amer. merid. t. 4. f. 4. Ich beschreibe diese Art nur nach der Abbildung. Das Gehäuse ist kugelig, I. 20. 9
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eng genabelt, dünn, braun bandirt, mit olivengrüner Epidermis bedeckt; die Spira ist vollkommen horizontal mit spitzem Wirbel; die Nähte sind rinnenförmig. Die Mündung ist oval-oblong, unten und oben gerundet, wegen der stark her- einspringenden letzten Windung halbmondförmig, in der untern Hälfte breiter als in der obern; der Mundsaum ist etwas zurückgeschlagen, besonders an der Ba- sis. — Höhe 27, Breite 26 Linien.
Aufenthaltsort: die La Plata Staaten.
D’Orbigny betrachtet a. a. ©. diese Ampullaria als eine blosse Varietät der A. gigas Spix, indem er sagt, das Gehäuse derselben sei in seiner Gestalt sehr veränderlich. Nach meinen Erfahrungen ist dies durchaus nicht der Fall, und habe ich unter den zahlreichen Exemplaren der A.gigas, die ich vergleichen konnte, keine Form finden können, die einen Uebergang zur gegenwärtig be- schriebenen, durch die niedergedrückte Spira, die schmale, durchaus nicht erwei- terte, stark halbmondförmige Mündung, so sehr abweichende Art bildete.
92. Ampullaria canaliculata Lamk.
A. „testa ventricosa, tenui, longitudinaliter striata, sub epidermide virente transversim fas- ciata; spira brevi, acuta, anfractibus superne concavo-canalieulatis, apertura albo-caerulescente.
Ampullaria canaliculata Lamk. hist. nat. etc. edit. I. vol. VI. 2. p. 178 — ed. 2. vol. VIII. p. 534. non Delessert Recueil t. 31. f. 3, quae A. gigas Spix,
Das Gehäuse ist bauchig, dünnschalig, längsgestreift, unter einer grünlichen Epidermis quer gebändert; das Gewinde ist Kurz; die Umgänge sind oben con- cav-rinnenförmig; die Mündung ist bläulich. — Höhe 25, Durchmesser 22 Linien.
Aufenthaltsort: Guadeloupe.
Die obige Beschreibung von Lamarck ist durchaus ungenügend; man ersieht nicht einmal daraus, ob die Art genabelt ist oder nicht! und wird durch kein Citat er- läutert. Er vergleicht sie mit A. fasciata, aber dieses ist ein Gemenge der ver- schiedensten Arten, und kann ich daher die A. canaliculata Lamk’s nur für eine ungenügend beschriebene, zweifelhafte Art halten, die indess wahrscheinlich durch Nachforschungen auf Guadeloupe wieder entdeckt werden kann. — Man hätte mit Recht erwarten dürfen, dass Herr Chenu in dem Delessert’schen Recueil, — welcher doch alle Arten der Lamarck’schen Sammlung, die von diesem beschrie- ben aber nirgends abgebildet sind, enthalten soll — auch die Lamarck’sche A. ca- nalieulata abbilden würde, allein statt dieser 25 Linien hohen Art, wird, wie ich bereits oben bemerkt, ein 5 Zoll langes Exemplar der A. gigas gegeben!! Wie ich bei Gelegenheit der Beschreibung dieser bemerkt, kann ich, gleich Des- hayes, die A. canaliculata nicht für einerlei mit der A. gigas halten. Anfänglich glaubte ich die folgende Art für die A. canaliculata halten zu dürfen, da man der-
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selben indess auch keine kurze Spira zuschreiben kann, beschreibe ich sie lie- ber als eigene Art.
9. Ampullaria Lamarckii Ph. Taf. 21. Fig. 5.
A. testa subglobosa, umbilicata, solida, laeviuscula, sub epidermide fusco-olivacea zonis angustis frequentibus rufis picta; spira conica, acuta, fere tertiam altitudinis partem aequante; anfractibus teretibus; suturis canaliculatis; aperfura ovato-oblonga, non dilatata, basi producta; peristomate simplici, crasso, albido.
Das Gehäuse ist ziemlich kugelig aufgetrieben, mässig genabelt, dickschalig, zwar fein, aber doch allerdings gar nicht auffallend gestreift, unter einer grün- lichen Epidermis mit zahlreichen, schmalen @uerbinden verziert. Die Spira ist kegelförmig, spitz, nimmt aber doch beinahe den dritten Theil der gesammten Höhe ein und kann daher schwerlich kurz genannt werden. Die Windungen sind sehr stark gewölbt, und durch eine rinnenförmige Naht geschieden; die Mün- dung ist länglich eiförmig, nicht erweitert, unten etwas vorgezogen, und in der oberen Hälfte nicht viel enger als in der unteren. Der Mundsaum ist einfach, beinahe gar nicht umgeschlagen; der Spindelrand ist beinahe zwei Mal so lang als die Innenlippe, welche stark verdickt ist. Der Schlund ist braun mit bläuli- chem Schimmer, und lässt die Binden deutlich sehen. — Höhe 20, Durchmesser 19 Linien.
Aufenthaltsort: unbekannt.
94, Ampullaria dubia Guilding. A. „testa olivaceo-viridi, fasciata, fasciis obscuro-purpureis, latis; spira rufescente, brevi; apertura pallide crocea, nebula livido-purpurea suffusa‘‘, Guild. ’ Ampullaria dubia Guilding Zool. Journ. vol. III. p. 359. — tab. suppl. t. 27. f.7. 8. _ — Desh. ın Lamk. hist. nat. ed. 2. vol. VIII. p. 596 (ist Guilding copirt und übersetzt).
„Das Gehäuse ist olivengrün, gebändert, mit breiten, dunkelpurpurbraunen Binden; das Gewinde röthlich, kurz; die Mündung blass safrangelb, mit einem bläulich purpurnen Nabel.“ — Höhe in der Abbildung 26 Linien.
Aufenthaltsort: die Flüsse des äquinoktialen Amerikas.
Leider helfen die Abbildungen nichts, diese im Vorstehenden höchst ungenü- gend beschriebene Art zu erkennen, was um so mehr bedauern ist, als Guilding das Thier beobachtet und beschrieben hat. Ich vermuthe, es ist A. lutestoma Swains.
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95. Ampullaria guyanensis Lamk.
A. testa ventricosa-globosa, solida, longitudinaliter et inaequaliter striata; epidermide fus- ca; anfractibus senis; ultimo maximo, apertura aurantia.
Ampullaria Guyanensis Lamk. hist. nat. etc. vol. VI.2. p. 176. — ed.2. vol. VII. p- 532. excl. syn.
Desh. Encyel. meth. Vers. vol. 2. p. 33.
List. hist. Conch. t. 128. f. 28.
„Das Gehäuse ist bauchig-kugelig, diekschalig, unregelmässig der Länge nach gestreift; die Epidermis braun; sechs Windungen, die letzte sehr gross; die Mün- dung orangegelb-. Von A. urceus durch den Mangel der faltenförmigen Runzeln, offneren Nabel und andere Färbung der Mündung verschieden. — Höhe 3 Zoll 7 Linien, Breite 3 Zoll.“
Aufenthaltsort: Guyana.
96. Ampullaria oviformis Desh.
A. „testa ovato-globosa, fusco-virente, longitudinaliter transversimque tenuissime striata; striis minutissime granulosis; anfractibus convexis, angustis, ultimo basi producto, imperforato; apertura ovato-oblonga, fusco-nebulata; collumella erassa, vix arcuata‘““. Desh.
Ampullaria oviformis Desh. Encycl. meth. Vers. vol. 2. p. 34. Br _ idem in Lamarck hist. nat. etc. ed. 2. vol. VIII. p. 549.
Das Gehäuse ist nach Deshayes oval-oblong, mit stumpfem Wirbel; die Um- gänge, vier oder fünf an der Zahl, sind schmal und convex; der letzte sehr gross, kugelig, nach der Basis mehr verschmälert und verlängert, als bei den meisten Arten; diese Basis zeigt weder Nabel noch Nabelspalte; die äussere Seite, von einem bräunlichen Grün, scheint glatt; aber unter hinreichender Vergösserung betrachtet erscheint sie mit feinen Längsstreifen bedeckt, die von nicht minder feinen Querstreifen durchschnitten werden, auf denen sich sehr kleine Körner erheben. Die Mündung ist länglich eiförmig, schmal, weisslich braun; die rechte Lippe dünn und schneidend; die Spindel ist abgerundet, dick, solide und bräun- lich weiss. — Höhe 22, Breite 17V Linien.
Aufenthaltsort: Cayenne
97. Ampullaria rotundata Say.
A. „testa exquisite globosa, aeque lata atque alta, obscure fusca, versus aperturam oliva- cea; spira parum elevata; sutura mediocriter impressa; anfractu ultimo paullulum undulato, nee rugosa, quod praesertim intus sentitur; apertura intus circacircum aequaliter incrassata, fulva; sulco pro operculo parum conspicuo; faucibus submargaritaceis; umbilico parvo, angusto; oper- culo ealcareo, profunde et concentrice rugoso, substratificato‘“.
Ampullaria rotundata Say. Descript. etc. New Harmony. p. 21.
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„Das Gehäuse ist ausgezeichnet kugelig, so breit wie hoch, dunkelbraun, gegen die Mündung hin olivengrün; die Spira ist wenig erhaben; die Naht mäs- sig eingedrückt; die letzte Windung etwas wellenförmig, aber nicht runzelig, was besonders innen fühlbar ist; die Mündung ist innen ringsherum gleichmässig verdickt, rothgelb; die Furche für den Deckel ist wenig auffallend; der Schlund ist beinahe perlmutterartig; der Nabel klein, eng; der Deckel kalkig, tief und eoncentrisch runzelig. — Länge 21% Linien.“
Aufenthaltsort: der S. John’s River in Florida.
Nach Say der A. globosa Swains. äusserst ähnlich, welche jedoch weniger kugelig, nicht wellenförmig gefaltet, und an der Basis braun bandirt ist; vielleicht indessen nur blosse Varietät derselben. Ich bemerke, dass A. globosa keines- weges immer am Grunde braun bandirt ist. — Sei es nun, dass A. rotundata selbstständige Art oder nur Varietät von A. globosa ist, so bleibt ihr Vorkommen in Florida höchst merkwürdig. Ist es eine Varietät von A. globosa, so möchte ich glauben, sie sei nebst Paludina bengalensis durch die Reisscultur dorthin ge- kommen.
93. Ampullaria Tasmaniae Le Guillon.
A. „testa conica, tenui, anfractibus quinis, rotundatis, superne depressis, tenuiter striatis, sutura profunda discretis, dilute rufescentibus, ultimo longitudinaliter lineis spadiceis medio trans- versim interruptis picto; apertura ovato-rotundata; umbilico profundo, pervio“.
Ampullaria Tasmaniae Le @uillon. Revue Zool. 1842. p. 105.
Das Gehäuse ist dünn, conisch; die fünf Windungen sind gerundet, oben nie- dergedrückt, fein gestreift, durch eine tiefe Naht geschieden, hell röthlich braun; die letzte ist mit dunkelbraunen, in der Mitte quer unterbrochenen Längslinien gezeichnet; die Mündung ist rundlich -eiförmig; der Nabel tief, durchgehend. — Höhe 6%, Breite 6Y: Linien.
Aufenthaltsort: Van Diemensland.
Scheint mir eine Amphibola (Ampullacera @. et G.) zu sein.
99, Ampullaria Bruguieri Desh.
A. testa magna, subovata, globosa, tenuissima, fusco-fasciata, sub epidermide virente; spira brevi, acuta; anfraetibus rotundatis, sutura profunda, canaliculata separatis; apertura am- plissima, intus castanea.
Ampullaria Bruguieri Desh. Encycl. meth. Vers. vol. II. nr. 6.
„Diese Art hat durch einige ihrer Merkmale Analogie mit der A. canalicu- jata Lamk. (was ist diese?), unterscheidet sich aber durch so viele andere, dass man sie nicht damit verwechseln kann. Sie ist sehr gross und sehr dünn; sie ist ziemlich eiförmig, schr bauchig, besonders die letzte Windung. Die Umgänge
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sind sechs, gerundet, kugelig, durch eine tiefe, rinnenförmige Naht von einander geschieden. In wohl erhaltenen Individuen ist das Gewinde ziemlich spitz und röthlich, aber bei denjenigen, wo es abgefressen ist, was häufig der Fall ist ist es stumpf, und dunkelbraun. Die Basis des Gehäuses ist breit; sie zeigt ei- nen abgerundeten, ziemlich grossen Nabel, der etwas durch den linken Mund- saum verdeckt ist. Die ganze äussere Fläche ist mit einer grünlichen Epidermis bedeckt, welche zuweilen, besonders gegen die Mündung hin, dunkelbraun wird; unterhalb derselben erblickt man das Gehäuse geschmückt mit braunen @uerbin- den, deren Zahl und Breite ziemlich veränderlich ist. Es sind gewöhnlich 12 bis 14. Die Mündung ist sehr gross, eiförmig, kaum durch die vorletzte Windung modifieirt; innen ist sie dunkel kastanienbraun; man erkennt jedoch darin die dunklen Binden. Der Mundsaum ist sehr dünn, schneidend, ohne inwendigen Saum. Die Spindel ist wenig dick, abgerundet, nach aussen geschlagen, und ganz weiss. Der linke Mundsaum ist sehr kurz, sehr dünn, und besteht aus ei- ner durchscheinenden Masse, welche die Farbe der Epidermis durchschimmern lässt. — Höhe 51, Durchmesser 26%: Linien. Aufenthaltsort: unbekannt.
Nach dieser Beschreibung möchte ich die A. Bruguieri für eine ächte A. gi- gas halten.
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Erklärung der Tafeln.
Taf. A.
Fig. 1. Ampullaria cornu arietis Lin. Nr. 77.
Fig.
Fig.
Fig.
Fig.
Fig. Fig.
Fig. Fig. Fig. Fig.
‚Fig. Fig. Fig. Fig. Fig.
Fig. Fig.
2.3. 4.5.
1. 2. 3. 4.5.
—
S
scalaris d’Orb. Nr. 13. pulchella Ant. Nr. 45. Taf. 1. corrugata Swains. Nr. 1. carinata Swains. Nr. 2. globosa Swains. Nr. 3. scutata Mouss. Nr. 4. Taf. 2. zonata Spix. Nr. 5. Cumingü King. Nr. 6. papyracea Spix. Nr. 7. lineata Spix. Nr. 8. Taf. 3. reflexa Swains. Nr. 9. puncticulata Swains. Nr. 10. pomum Ph. Nr. 11. aperta Ph. Nr. 12. scalaris d’Orb. Nr. 13. Taf. 4. olivacea Spix. Nr. 14. quercina Spix. Nr. 15. cyclostoma Spix. Nr. 16. impervia Ph. Nr. 17. figulina Spix. Nr. 18. Tafel 5. retusa v. Olfers Nr. 19.
Fig. Fig. Fig. Fig. Fig. Fig.
Fig. Fig. Fig. Fig. Fig. Fig. Fig.
Fig. Fig. Fig. Fig. Fig. Fig. Fig. Fig.
Fig. Fig.
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REES DET
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2. 3. 4. b) 6 7
Ampullaria pyrum Ph. Nr. 20. cingulata Ph. Nr. 21. Wernei Ph. Nr. 22. columbiensis Sow. Nr. 23. _ oblonga Swains. Nr. 24. balteata Ph. Nr. 25. Tafel. 6. purpurea Jonas. Nr. 26. ovum Peters Nr. 27. intorta Lamk Nr. 28. Bolteniana Chemn. Nr. 29. nilotica Sow. Nr. 30. subcarinata Sow. Nr. 31. libyca Morelet. Nr. 32. Taf. 7. nucleus Ph. Nr. 33. Geveana Desh. Nr. 34. planorbula Ph. Nr. 35. paludinoides Dkr. Nr. 36. sinamarina Brug. Nr. 37. guinaica Lamk Nr. 38. ovum Peters. Nr. 27. malabarica Ph. Nr. 39. Tafel 8. polita Desh. Nr. 40. virens Lamk. Nr. 41. borneensis Ph. Nr. 42. pallens Ph. Nr. 43.
72
Taf. 9.
Fig. I. Ampullaria Spixii d’Orb. Nr. 44.
Fig. Fig. Fig. Fig. Fig. Fig.
Fig. Fig. Fig. Fig. Fig.
Fig. Fig.
Fig. Fig. Fig. Fig. Fig.
Fig. Fig. Fig. Fig. Fig. Fig.
Fig. Fig. Fig. Fig.
Fig.
Fig.
2.
or
ana
ven
1.2.3.
4.5.
pulchella Anton. Nr. 45. Platae Maton Nr. 46. crassa Swains. Nr. 47. _ reflexa Swains. Nr. 9. flagellata Say Nr. 48. Gruneri Ph. Nr. 49.
Taf. 10.
oblonga Swains. Nr. 24. insularum d’Orb. vide gigas Nr. 66. sordida Swains. Nr, 50. teres Ph. Nr. 51. Chemnitzii Ph. Nr. 52. Taf. 11.
dolium Ph. Nr. 53. speciosa Ph. Nr. 54.
Tafel 12.
castanea Desh. Nr. 55. luteostoma Swains. Nr. 56.
‘crocostoma Ph. Nr. 57.
glauca L. Nr. 58. pachystoma Ph. Nr. 59. Taf. 13.
kordofana Parreyss. Nr. 60. lucida Parr. Nr. 61. phaeostoma Ph. Nr. 62. exigua Ph. Nr. 63. Largillierti Ph. Nr. 64. Cecillei Ph. Nr. 65.
Taf. 14.
gigas Spix Nr. 66. reflexa ??
lurida Parr. var.
ovata Oliv. Nr. 67. Taf. 15.
neritoides d’Orb. Nr. 68. robusta Ph. Nr. 69.
Taf. 16.
Fig.1.2. Ampullaria Tamsiana Dkr. Nr. 70.
Fig. 3. Fig. 4. Fig. 5. Fig. 6.
Fig. 1. Fig. 2. Fig. 3. Fig. 4.
Fig. 1.
hopetonensis Lea Nr. 71. paludosa Say Nr. 72. Swainsoni Ph. Nr. 73. fuliginea Koch. Nr. 74.
Taf. 17.
urceus Müll. Nr. 75. Wernei Ph. Nr. 22. decussata Moric. Nr. 76. balteata Ph. Nr. 25.
Taf. 18.
cornu arietis L. Nr. 77.
chiquitensis d’Orb. Nr. 78. ‘
Knorrü Ph. Nr. 79.
reflexa Swains. var. Nr. 9.
labiosa Koch Nr. 80.
reflexa Swains. var. (A. malleata Jon.) Nr. 9.
Taf. 19.
sumatrensis Ph. Nr. 81. celebensis Guoy Nr. 82.
Taf, 20.
Archimedis Spix vide zonata Nr, 5. elegans d’Orb. Nr. 83.
australis d’Orb. Nr. 84.
Linnaei Ph. Nr. 85.
Pealeana Lea Nr. 86.
Storeria Jay. Nr. 87.
Taf. 21.
magnifica Dkr. Nr. 89. nigrilabris Ph, Nr. 90. sinistrorsa Ph. Nr. 88. D’Orbignyana Ph. Nr. 91. Lamarckii Ph. Nr. 93.
Alphabetisches Verzeichniss
der lebenden Ampullaria- Arten.
Ampullaria ampullacea Fer. Syst. Conch. p. 58. an
Chemnitzii ? aperta Ph. p. 14. nr. 12. t. 3. f. 5. Archimedis Spix t.20 f. 1. vide zonata p. 9. australis d’Orb. p. 61. nr. 84. t. 20. f. 4.5. balteata Ph. p. 21. nr. 25.1.5.1.7.1.7.f.4. Bolteniana Chemn. p. 23. nr. 29. t.6. f.4.5. borneensis Ph. p. 31. nr. 42. t. 8. f. 3. Bruguieri Desh. p. 69. nr. 99. Brownii Jay. — A. crassa var. canaliculata Lamk. p. 66. nr. 92. carinata Lamk. — A. Bolteniana. carinata Swains. p. 8. nr. 2. t. 1. f. 2, castanea Desh. p. 41. nr. 55. t. 12. £. 1. Cecillei Ph. p. 47. nr. 65. t. 13. f. 6. celebensis Quoy. p 59. nr. 82. t. 19. f.3. 4. Chemnitzü Ph. p. 39. nr. 52. t. 10. f. 5. chiquitensis d’Orb. p. 56.nr. 78. t. 18. f. 2. cincta de Cr. et Jan. — figulina Spix. eingulata Ph. p. 19. or. 21. t. 5. f. 3. columbiensis Sow. p. 20. nr. 23. t5. £.5 tonica Swains. — virens Lamk. conica Wood — reflexa var.? cornu arietis L. p. 57. n. 77. t. 18. £. 1. corrugata Swains p. 7. nr. 1. t. 1. £. 1. crassa Swains. p. 34. nr. 47. t. 9. f. 4. erassa d’Orb. = Roissyi d’Orb. erocostoma Ph. p. 42. nr. 57. t. 12. £. 3. Cumingii King. p. 10. ar. 6. t. 2. f. 2.3. cyclostoma Spix p. 16. nr. 16. t.4. f. 3—6. decussata Moric. p. 54. nr. 76. t. 17. £.3. depressa Say (non Lamk.) — A. palu-
dosa Say. dolium Ph. p. 40. nr. 53. t. 11. f. 2. D’Orbignyana Ph. p. 65. nr. 91. t. 21. f. 4. dubia Guild. p. 67. ur. 94.
|
Ampullaria effusa Lamk. — glauca L.
elegans d’Orb. p. 60. nr. 93. t. 20. f. 2. 3, exigua Ph. p. 46. nr. 63. t. 13. f. 4. exumbilicata Spix — crassa Swains. var. fasciata Brg. species dubia cfr. Chemnitzii Ph. fasciata Swains — Swainsoni Ph. fasciolata Spix — crassa var. figulina Spix p. 17. or. 18. 1.4 f. 8.9. flagellata Say. p. 36. nr. 48. t. 9. f. 7. fragilis Lamk. — Amphibola. fuliginea Koch. p. 53. nr. 74. t. 16. f. 6. Geveana Desh. p. 26. nr. 34. t. 7. f. 2. Gevesensis male pro Geveana. gigas Spix. p. 47. nr. 66. t. 14. £. 1. 2. glauca L. p. 43. nr. 58. t. 12. f. 4. globosa Swains. p. 8. nr. 3. t. 1. f. 3. Gruneri Ph. p. 37. nr. 49. t. 9. f. 8. guyanensis Lamk. p. 68. nr. 9. guinaica Lamk. p. 28. nr. 38. t. 7. f. 6. hopetonensis Lea p. 5l.nr. 71. t. 16. f. 3. impervia Ph. p. 17. ar. 17.1.4 f. 7. insularum d’Orb. p. 37. t. 10. f. 2. vide gigas. intermedia Fer. — sordida intorta Lamk. p. 23. nr. 28. t. 6. f. 3. Knorrü Ph. p. 57. nr. 79. t. 18. £. 3. kordofana Parr. p. 44. nr. 60. t. 13. f. 1. labiosa Koch. p. 58. ar. 80. t. 18. f. 5: Lamarkü Ph. p. 67. or. 93. t. 21. £. 5. Largillierti Ph. p. 46. ar. 64. t. 13. f. 5- leucostoma Swains — urceus juv. libyca Morel. p. 25. nr 32. t. 6. f St lineata Spix p. 11. ar. 8. 3. f. 26. Linnaei Pl. p. 62. or. 85. t. 20. f. ti. Ineida Parr. p. 45. nr. 61. 1.13. £. 2. t. 14. 8.4. 10
Ampullaria luteostoma Swains p. 42. nr 56. t. 12. f. 2.
magnifica Dkr. p. 64. nr 89. t. 21. £. 1.
malleata Jonas t. 18. f. 6. cfr. reflexa.
malabarica Ph. p. 29. nr. 39. t. 7. f. 8.
marginatra Jonas p. 63. — A. zonata Spix var. p: 63.
naticoides d’Orb. — Platae Mat.
neritoides d’Orb. p. 50. nr. 68. t. 15. f. 1—3.
nigrilabris Ph. p. 65. nr. 90. t. 21. f. 2.
nilotica Sow. p. 24. nr. 30. t. 6. f. 6.
nucleus Ph. p. 25. nr. 33. t. 7. f. 1.
oblonga Swains. p. 21. ar. 24. t.5. f.6 — t. 10. f. 1.
ochracea Jay. cfr. reflexa.
olivacea Ency. meth. — guinaica.
olivacea Spix. p. 15. nr. 14. t. 4. f. 1.
Olivieri Desh. — crassa Spix.
orientalis Ph == scutata Mouss.
orinoccensis Ziegl. = castanea Desh.
oviformis Desh. p. 68. nr. 96.
ovata Oliv. p. 49. nr. 67. t. 14. f. 5.
ovum Peters p. 22. t. 7.6.7.
pachystoma Ph. p. 44. nr. 59. t. 12. f. 5.
pallens Ph. p. 32. nr. 43. t. 8. f. 4.
paludinoides De Cr. et Jan. p. 27. nr. 36.
E72. 8.54: paludosa Say. p. 52. nr. 72. t. 16. f. 4. papyracea Spix. p. 11. nr. 7.t. 2. f. 4. Pealeana Lea. p. 62. nr. 86. t. 20. f. 7. peristomata d’Orb. = elegans .d’Orb. phaeostoma Ph. p. 45. nr. 62. t. 13. £. 3. planorbula Ph. p. 26. nr. 35. t. 7. f. 3. Platae Maton. p. 34. nr. 46. t. 9. f. 3. polita Desh. p. 29 nr. 40. t. &. f. 1. pomum Ph. p. 13. ur. 11. t. 3. £. 3. 4.
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4
Ampullaria pulchella Ant. p. 33. ur. 45.1.9. f. 2,
puncticulata Swains. p. 13. nr. 10. t. 3. f. 2. purpurea Jonas. p. 22. or. 26. t. 6. f. I. pyrum Ph. p. 18. nr. 20. t. 5. f. 2. quereina Spix. p. 15. nr. 15. t. 4. £. 2. reflexa Swains. p. 1:. 35. 58. nr. 9. t. 3. f£. 1; t. 9. £. 6; t. 18. f. 4. 6. retusa v. Olfers p. 18. or. 19. t. 5. £. 1. robusta Ph. p. 50. nr. 69. t. 15. f. 4. 5. Roissyi d’Orb. — pulchella Anton rosea Spix est Bulimus quidam juvenilis. rotundata Say. p. 68. nr. 98. rugosa Lamk. — urceus Müll. rugosa Sow. — corrugata Swains. scalaris d’Orb. p. 14. nr. 13. t. 3. f. 6. scutata Mouss. p. 9. nr. 4. t. 1. f. 4. sinamarina Brg. p. 27. nr. 37. t. 7. £. sinistrorsa Lea. p. 64. nr. 88. t. 21. f. 3, sordida Swains. p. 38. nor. 50. t. 10. f. 3- speciosa Ph. p. 40. nr. 54. t. 11. f. 2. sphaerica Desh. — corrugata Swains. Spixii d’Orb. p. 32. nr. 44. t. 9. f. 1. Storeria Jay. p. 63. nr. 87. t. 20. f. 8. subcarinata Swains. p. 24. nr. 31. t.6. f, 7. sumatrensis Ph. p. 59. nr. 81. t. 19. £. 1. 2. Swainsoni Ph. p. 53. nr. 73. t. 16. f. 5. Tamsiana Dkr. p. 5l. nr. 70. t. 16. f. 1.2. Tasmaniae le Guill. p. 69. nr. 99. scheint eine Amphibola. teres Ph. p. 38. ar. 51. t. 16. f. 4. urceus Müll. p. 54. nr. 75. t. 17. £. 1. virens Lamk. p. 30. nr. 41. t. 8. f. 2. virescens Desh. — A. polita. Wernei Ph. p. 19. nr. 22. t.35. f.4; t.. 17.8 2. zonata Spix. p. 9. nr. 5.1. 2, f. 1. zonata d’Orb. — Spixii d’Orb.
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Systematisches
Conchylien-Cabinet
Martini „a Chemnitz.
In Verbindung mit
Dr. Philippi, Dr. Pfeiffer, Dr. Dunker, Dr. Römer, Weinkauff, Clessin, Dr. Brot, Th. Löbbecke, Dr. v. Martens, Schmalz, Dr. Thiele, Dr. Wagner und Dr. Haas.
neu herausgegeben und vervollständigt von Dr. H. ©. Küster, nach dessen Tode fortgesetzt von Dr. W. Kobelt.
Ersten Bandes Zwanzigste Abtheilung.
Neue Folge.
Nürnberg 1915.°
Verlag von Bauer & Raspe. (Emil Küster).
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Die Gattung
Ampullaria.
Neue Folge.
In Abbildungen nach der Natur mit Beschreibungen
von
Dr. W. Kobelt-Schwanheim
Nürnberg 1915.' Verlag von Bauer & Raspe. (Emil Küster.)
Familie Ampullariidae.,
Philippi hat diese Familie in der zwanzigsten Abteilung des ersten Bandes in einer für die damalige Zeit — 1851 — sehr gründlichen und erschöpfenden Weise bearbeitet und 99 Arten aufgeführt und abgebildet. Er ist dort noch energisch gegen die Aufteilung der Familie in eine Reihe von Gattungen aufgetreten, die heute ziemlich allgemein anerkannt werden. So in erster Linie die linkgewundenen Afrikaner mit Horndeckel, welche ja auch anatomisch durch die Iaage der Lungen verschieden und geographisch scharf umgränzt sind (Lanistes mit Meladomus und Leroya), die südamerikanischen rechtsgewundenen Arten mit Horndeckel (Ampullaria s. str. einschliesslich Pomella und Marisa); — und die altwelt- lichen Arten mit Kalkdeckel und rudimentärem Sipho (Pachy labra Swainson). Der Name Pomus Humphrey ist einfach synonym mit Ampullaria Lam.
Am dringendsten bedürfen einer Neubearbeitung die afrikanischen Arten. Wir beginnen deshalb die Fortsetzung der Philippi’schen Monographie mit diesen.
Schwanheim, Februar 1911.
Dr. W. Kobelt.
T. 20. II. 13, II. 1911, 1
0
I
Genus Lanistes (Montfort).
Testa sinistrorsa, exumbilicata vel umbilicata, ovato-turrita vel depresse globosa, laevis vel spiraliter lirata et carinata, unicolor, strigata, vel fasciata; apertura ovata; peristoma tenue, simplex. — Operculum corneum, tenue, concentricum, nucleo prope marginem colu- mellarem sito.
Lanistes Montfort 1810 Conchol. system. II p. 122 (Typus Ampullaria cari- nata Olivier). — Troschel, Archiv f. Naturg. 1845 vol. XI p. 213 (Anatomie). j -
Meladomus Bourguignat, Moll. Afrique &quatoriale 1889 p. 169. — Hist. moll. Lac Tanganyica, in: Annales Sciences naturelles, Zool. (7) vol. 10 p. 76.
Es lassen sich unter den linksgewundenen afrikanischen Ampullarien zwar ganz leicht drei Gruppen unterscheiden: die hochgewundenen, paludinenartigen Verwandten des Lanistes ovum (= Meladomus Swains.), — die genabelten, niederge- drückten, mehr oder minder gebänderten und spiralgekielten Formen aus der Sipp- schaft des Lanistes carinatus (= Lanistes Montfort s. str.), und die kleinen Formen, wie L. farleri und Verwandte, für welche Bourguignat die Gattung Leroya Grandidier errichtet hat. Sobald man aber versucht, diese drei Formen- gruppen scharf zu scheiden, stösst man auf die grössten Schwierigkeiten und weiss nicht, wo man die Gränzen ziehen soll. Schon Philippi macht darauf anfmerksam, dass zwischen Lanistes carinatus Olivier und Meladomus purpureus Jonas zahlreiche Uebergangsformen existieren, die eine Scheidung der beiden Gruppen als Gattungen unmöglich machen. Auch die geographische Verbreitung liefert uns keinen Anhalt, und so wird man am besten tun, mit Martens die sämtlichen linksgewundenen afrikanischen Arten als eine Gattung Lanistes Montf. zu betrachten, innerhalb der- selben aber dle drei obengenannten Formengruppen Meladomus Swains., Lanistes Montf. s. str. und Leroya Grandidier als Untergattungen anzuerkennen.
Die Rücksicht auf die Beschaffung des Materials macht es mir leider unmög-
lich, die Formen in systematischer Reihenfolge abzuhandeln, und zwingt mich, Lanistes s. str. und Meladomus durch einander zu behandeln, doch das ist ja kein grosses Unglück.
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3
Die Diagnose für die Untergattung Lanistes würde lauten:
Testa sinistrorsa, umbilicata, spiraliter plus minusve distincte sculpta plerumque faseiis angustis numerosis cincta, carina circa umbilicum angustum et saepe altera superiore minus distincta insignis, anfractu ultimo saepe angulato; peristoma tenue, simplex. Operculum corneum, tenue, nucleo prope marginem columellarem sito.
Die Diagnose für die Untergattung Meladomus Swainson hätte zu lauten:
Testa sinistrorsa, ovata vel elongata vel conica, laeviuscula, ecarinata, anfracti- bus rotundato-convexis; apertura ovata, supra plerumque acuminata; peristoma tenue, rectum, acutum. — Öperculum corneum, terminale seu quam apertura parum minor, supra acutum, dextrum versus excisum, concentricum, nucleo prope marginem colu- mellarem sito. |!
Die Gattung ist auf das tropische Afrika beschränkt; nur eine Art ist dem Nil folgend in das paläarktische Gebiet eingedrungen. Die Zahl der beschriebenen Formen ist in den letzten ‚Jahrzehnten sehr erheblich gestiegen, wird sich aber, so- bald einmal genügendes Material vorliest und geographische Gesichtspunkte in Be- tracht gezogen werden können, sehr erheblich reduzieren lassen.
1° Meladomus purpureus Jonas. (Taf. 6. Fig. 1).
Testa sinistrorsa, subimperforata vel imperforata, ovato-turrita, solidula, laeviuscula, epidermide adhaerente nigro-fusca vel rufo-vel luteo-fusca unicolore induta. Spira conica, apice semper detrito. Anfr. 5—6 persistentes, sutura impressa discreti, convexi, ultimus haud inflatus, plerumque ruditer costellatus, antice haud descendens. Apertura lunato-ovata, supra acuminata, spirae 'altitudinem aequans, faucibus purpureis; peristoma acutum, simplex, mar- ginibus distantibus, interdum callo tenuissimo junctis, columellari ad insertionem dilatato, reflexiusculo, perforationem fere obtegente, intrante.
Alt. ad 80—87, plerumque 50—60 mm.
Ampullaria purpurea Jonas, in: Archiv f. Naturgesch., V. 1839 p. 342 t. 10 fig. 1. — Philippi, in: Martini-Chemnitz, Conchyl. Cabinet, I. 20, Ampullaria p. 22 t. 6 fig. 1. — Pfeffer, Jahrb. wissenschattl. Anstalten Hamburg VI p. 25.
Bulimus tristis Jay, Catalogue of Shells, ed. III, 1839, p. 121, t. 7 fie. 1.
Lanistes purpureus Troschel, in: Archiv f. Naturgesch. XI. 1845 p. 216; Gebiss d. Schnecken, I S. 90 (radula). — Martens, Malacozool. Bl. VI p. 216; SBer. Ges. naturf. Fr. Berlin 1891 p. 17; Novi-
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tates Conchol. (Pfeiffer) vol. IT p. 293. — Dohrn, in: Pr. zool. Soc. London 1864 p. 117, 1805 p. 233. Martens, Beschalte Weichtiere D. O. Afrika p. 163. — Kobelt, Moll. Erlanger, Ca- talog p. 79. — (Meladomus) Bourguignat, Descript. divers esp&ces 1879 p. 34; Moll. Afr. &quatoriale p. 170.
Meladomus bulimoides, Swainson, Treatise on Malac. 1840 p 340.
Meladomus olivaceus H. & A. Adams, Genera Moll. I p. 349 p. 47 fig. 6, nec Sowerby. — Morelet, Series conchol. vol. II p. 108.
Schale linksgewunden, durchbohrt, aber die Perforation durch den umgeschla- genen Spindelrand beinahe oder auch ganz überdeckt, getürmt eiförmig, festwandig, glatt, doch die letzte Windung nicht selten mit groben flachen Rippen skulptirt, nach Philippi auch unter der Lupe durch sehr feine Anwachsstreifen und Spiral- linien fein decussiert, mit einer festsitzenden schwarzbraunen oder auch gelblichen oder rotbraunen Epidermis überzogen. Gewinde kegelförmig, der Apex schon bei jungen Exemplaren mehr oder minder zerfressen; Naht tief, eingedrückt, oft durch kurze Rippchen berandet. Es sind gewöhnlich nur fünf, höchstens sechs Windungen übrig, mässig gewölbt und regelmässig zunehmend, die letzte nicht aufgeblasen und vornen nicht herabsteigend. Mündung ausgeschnitten eiförmig, oben scharf zugespitzt, so hoch wie das Gewinde, im Gaumen purpurbraun; Mundsaum einfach, scharf, geradeaus, die Randinsertionen durch einen ganz dünnen, gleichfarbigen Callus ver- bunden, der Spindelrand leicht gedreht, eindringend, an der Insertion verbreitert und über die Perforation zurückgeschlagen. — Deckel dünn, hornfarbig, gelblich, oben spitz.
Die Dimensionen dieser Art variiren kolossal. Neben ausgewachsenen Stücken von nur 45 mm kommen Riesen vor bis zu 87 mm Länge und 57,5 mm Breite. Die durchschnittliche Grösse ist 50—60 mm bei 34—37 mm Breite.
Aufenthalt auf der Insel Sansibar und dem gegenüberliegenden Festland, das Gebiet der grossen Seen höchstens am Nyassa-See erreichend, südlich bis zum Sam- besi, Mossambique und den Querimba-Inseln.
2. Meladomus olivaceus Sowerby sen, vart. Taf. 22. Fig. 1-4.
Differt a L. purpureo umbilico parum latiore, sutura profundiore, anfractu ultimo
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latiore striis distinetioribus; — a L. ovum sutura profundiore, anfractibus minus altis, umbi- lico parum latiore. Paludina olivacea Sowerby, Catal. Tankerville App. p. 10; Genera Shells Pal. fig. 3. — Reeve Conchol. syst. II t. 197 fig. 3. — (Lanistes) Martens, Novit. Conch, IT p. 291 (mit var. procerus und var. ambiguus).
Eine sehr zweifelhafte kritische Form ist Paludina olivacea Sow., beschrie- ben von Sowerby dem älteren im Catalogue of the Shells of Earl Tankerville 1825, appendix p. IX, und abgebildet in den Genera of Shells pl, 251 Fig. 3, kopiert bei Reeve, Conchol. syst. I, Taf. 107, Fig. 3, seitdem anscheinend nicht wiedergefunden. Philippi hat sie zu Meladomus ovum als Synonym gestellt, Morlet zu M. pur- pureus. Martens hat sie in den Novitates wieder aufgenommen und sagt vol. II p. 291 über sie:
„Testa conica, subanguste umbilicata, solida, striatula, nitidula; olivaceo-brunnea; anfractus 7, valde convexi, sutura profunda divisi; apertura diagonalis, lunato-elliptica, intus rubescens.“
„Philippi hat dieses Zitat zu ovum gezogen; mehrere mir vorliegende Exem- plare, welche sich durch die tiefen Nähte und die verhältnismässig geringere Höhe der einzelnen Windungen auffallend unterscheiden, veranlassen mich sie als eine eigene Art aufzufassen. Der Nabel ist auch verhältnismässig ein klein wenig weiter als bei ovum. Die Skulptur im wesentlichen dieselbe, feine Anwachsstreifen und gröbere faltenähnliche Streifen in gleicher Richtug, welche selbst wieder aus solchen feinen bestehen, aber diese sind gröber und unregelmässiger. Dass es überhaupt ein Lanistes und keine Paludina sei, ergibt sich aus der nahen Verwandtschaft mit ovum und purpureus, deren Weichteile von Prof. Peters und Troschel beobachtet sind. Zwischen den dünnen Deckeln der Lanistes und denen der eigentlichen Palu- dinen kann ich übrigens keinen scharfen Unterschied finden, abgesehen von der um- gekehrten Form, welche durch das Linksgewundensein der Schale bedingt ist; der concentrische Kern ist bei beiden dem inneren Rand genähert.“
„Indem Sowerby’s Figur als Typus der Art zu gelten hat, habe ich wiederum zwei Varietäten, eine grössere und eine niedriger gewundene vor mir.“
Diese Varietäten, deren vorzügliche Abbildungen wir aus der Novitates ko- piren, sind:
PRRTTZRRLER EEREN, TRETEN EA ET NTETE TSIAT EEE KETTE 5er Ehe
a) Meladomus olivaceus procerus Martens. (Taf. 22. Fig. 1. 2).
„Die grösste mir bekannte Form von Lanistes, 86—33 mm lang, 61—71 mm breit, Mündung 45—50 mm lang, 35—38 breit... . In der Form mit Sowerbys Abbildung gut übereinstimmend, die Mündung, an ihrer schiefen Ebene gemessen, länger als die halbe Länge der ganzen Schale, aber bei senkrechter Stellung der Schale, wobei sie perspektivisch verkürzt wird, doch nicht die halbe Schalenlänge einnehmend. Ancey (für Meladomus ovum var. ingens, in: Mem. Soc. zool. France VII. 1894 p. 233) gibt 33 mm als Länge, 65 als Breite und nur 42 mm für die Mündung an; wenn man annehmen darf, dass er die senkrechte Mündunss- höhe parallel der Achse meint, so stimmen disse Angaben vortrefflich zu den mir vorliegenden Exemplaren; wenn er aber die absolute Länge der Mündung in ihrer schiefen Ebene meint, so ist es zu wenig und seine Form wird dann mehr mit meiner ovum var. elatior übereinstimmen. Die mir vorliegenden Exemplaren zeichnen sich durch grobe unregelmässige Faltenstreifen aus, was in Sowerbys Ab- bildung auch angedeutet scheint. Die Farbe ist einfach schwarzbraun, das Innere der Mündung violett rosa.“ ;
Martens hat diese Form auf zwei Exemplare unsicheren Fundortes gegründet, welche das Berliner Museum aus dem Nachlass eines Herrn Thiermann erhielt. Die genauer Fundortsangaben in den Beschaltern Weichtieren D. S. ©. Afrika p. 165 beziehen sich teils auf den sicher verschiedenen Meladomus magnus Furtado (vgl. diesen) teils auf den wahrscheinlich ebenfalls verschiedenen Mel. ovum ingens Ancey.
b) Meladomus olivaceus ambiguus Martens. (Taf. 22. Fig. 3. 4.)
„Viel niedriger gewunden und die Naht etwas tief, so dass hierdurch allerdings eine merkliche Annäherung an L. ovum entsteht, wohin Philippi die vorliegenden Exemplare des Berliner Museums gerechnet hat. Doch spricht der Gesamteindruck, das Verhältnis zwischen Durchmesser und Höhe der letzten Windung, wie mir scheint weit mehr für M. olivaceus. Die Epidermis ist bei einigen so gut erhalten, glän- zend und die feinen Streifen so deutlich ausgeprägt, wie bei ovum, bei anderen
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mehr beschädigt, mehr überzogen, glanzlos und gröber gerunzelt. Das Innere der Mündung blass scharlachrot, nicht violett.“ Long. 67, diam. maj. 62, min. 48, apert. long. 41,5, lat. 33 mm. Lancistes olivaceus var. ambiguus Martens, Novit. conch. II p. 292 t. 71 fig. 3. 4; Beschalte Weicht. Deutsch. ©. Afriks p- 165. — (Mel.) Bourguignat Deser. div. especes 1879 p-. 34. Ampullaria ovum var. Philippi (vide supra) p. 23 t. 7 fig. 7. Tette am Sambesi, leg. Peters.
3. Meladomus pyramidalis Lelourneux. Taf. 25. Fig. 4. 5.
Testa sinistrorsa, late perforata, ovato-pyramidata, solidula, ruditer oblique striata, sculp- tura spirali nulla, unicolor viridi-fusca. Spira conica apice integro.. Anfractus 5—5t/, parum convexi, sutura impressa discreti, ultimus haud inflatus, antice haud descendens, circa umbili- cum subcompressus. Apertura lunato-ovata, supra acuminata, spirae altitudinem superans,
ar. faucibus purpureis; peristoma acutum, tenue, marginibus conniventibus, columellari super um- £\ bilicum reflexo.
er: Alt. 42, diam. 36, alt. apert. obl. 27, lat. 18 mm.
ik Lanistes pyramidalis Letourneux apud Bourguignat, (ubi ?) fide Dautzenberg.
Meladomus purpureus pyramidalis Kobelt, Catalog afrik. Binnenconch., in: Moll. Erlanger, p. 78.
; Schale mittelgross, ziemlich weit und nur wenig überdeckt durchbohrt, pyramidal eiförmig, fest doch nicht dickschalig, grob schief gestreift, auf der vorletzten Win- dung fast gerippt, ohne Spiralskulptur, das einzige mir vorliegende Exemplar nicht sonderlich erhalten, einfarbig grünlich braun, frische Exemplare wahrscheinlich dunkler. Gewinde kegelförmig mit wohl erhaltenem Apex. 5—5!/, kaum gewölbte, regel- mässig zunehmende Windungen, durch eine mässig eingedrückte Naht geschieden, die letzte nicht aufgeblasen, nicht herabsteigend, um den Nabel leicht zusammenge- drückt. Mündung ausgeschnitten eiförmis, oben spitz, erheblich höher als das Ge- winde, im Gaumen purpurfarben; Mundsaum dünn, scharf, die Ränder zusammen- neigend, der Spindelrand an der Insertion breit über den Nabel zurückgeschlagen. ;
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Das abgebildete Exemplar von Katanga, mir von Dautzenberg mitgeteilt. Jeden- falls sehr nahe mit L. purpureus verwandt.
4. Meladomus ellipticus Martens, Taf. 23. Fig. 3. 4. 7.
Testa ovato-elliptica, anguste umbilicata, tenuis, irregulariter striata, nitidula ; olivacea ; anfractus vix 6, convexi, sutura mediocri discreti, ultimus rotundatus, basi angustatus; aper- tura paulum obliqua, lunato-ovata, intus violaceo-rosea. — Martens.
Long. 65, diam. maj. 53, min. 42, alt. 44, lat. 30 mm.
Lanistes ellipticus Martens, in: Pfeiffer, Novitates Conchol. vol. II p. 294 t. 70 fig. 9. 10; Beschalte Weichtiere D. O. Afrika p. 108 (mit var. solidus Smith). — (Meladomus) Bourguignat, Moll. Afrique equat. p. 123.
Lanistes zambesianus Furtado, in: Journal de Conchyl. 1886 vol. XXXIV. 1886 p. 148 t. 7 fig. 1 (cfr. fig. 7).
„Durch die oben mehr aufgeblasene, unten stark verschmälerte Gestalt der letzten Windung ausgezeichnet, wodurch er mehr die Verhältnisse der gewöhnlichen Ampullarien zeigt, abegesehen von der Richtung der Windungen. Gewinde konisch zugespitzt; Naht tief, Nabel sehr eng. Einfarbig, trüb grünlich braun, Inneres der Mündung dunkelbraun.“
Südliches Ost-Afrika, Fluss Anaqua bei Mogera, unweit Quillimane im Süden der Mossambique-Küste; Nyassasee.
„Unter unseren Lanistes von Mossambique finden sich zwei, welche sich auf den ersten Blick sowohl von L. ovum als von L. purpureus unterscheiden; sie sind namentlich nicht so schlank als purpureus und doch nach unten weit mehr verschmälert als ovum und olivaceus, so dass selbst ovum dagegen gehalten, konisch erscheint; es ist als ob der letzten Windung eines purpureus das kurze Gewinde eines ovum aufgesetzt wäre. Auch der geringe Glanz unterscheidet sie von ovum. Die Windungen sind fast so tief eingeschnitten wie bei vlivaceus, der Nabelritz fast so eng wie bei purpureus, mit dem auch die Farbe und Skulptur am meisten übereinstimmt.“ — Martens.
Martens vereinigt in den „Beschalten Weichtieren* Lanistes zam besianus A. Furtado aus dem Zambese unterhalb Tette glatt mit seinem L. ellipticus, was nach Abbildung und Fundort unbedingt richtig sein dürfte. Furtado sagt von dem
)
einzigen Exemplar, auf welches er seine Art gegründet hat, Folgendes: „Coquille munie d’une perforation ombilicale, en partie recouverte par le developpement du bord columellaire, solide sans &tre Epaisse, assez regulierement ovoide, lisse et bril- lante. Tours au nombre de six, s’accroissant rapidement et r&gulierement; dernier tour assez el&gamment bombe, entierement couvert, & sa partie superieure par des lignes d’accroissement delicates, serr&es, assez regulierement espacees, tres bien definies, produisant au-dessous d’une bordure suturale une bande d’enfoncements, qui se montre des la fin du quatrieme tour; les interstices de ces lisnes sont assez finement stries longitudinalement. Suture assez marquee, bordee. Coloration du test d’un blanc bleuätre sous un epiderme uniform&ment colore d’un vert olivätre clair, sauf & la base du dernier tour, qui presente une zone spirale plus ou moins tranchee, d’une jaune d’ocre päle: chaque ligne d’accroissement est marqueei d’une lineole plus foncee, roussätre; la bordure suturale est d’un jaune clair, et la bande d’enfoncements, qui la suit est d’une jaune d’ocr&E qui se mele & la coloration generale. Sur le dernier tour, pres de la suture, il existe des traces a peine visibles de lignes transversales, qui proviennent aussi exclusivement de la coloration de l’epiderme. Ouverture ovoide, d’un brun violace clair, tournant au jaune dore sur le bord externe, et sur le bord columellaire, qui est faiblement arque, reflechi sur l’ombilic et luisant. — Opercule mince, mais solide, tres finement strie, translucide et d’un jaune rougeätre dore; surface d’insertion du muscle large et assez delicatement rugueuse sur le cöte interne.“
Furtado vergleicht seine Art mit Lanistes affinis Smith, die Abbildung deckt sich beinahe mit der Figur in den Novitates. Er hat ausserdem noch folgende nicht abgebildete Formen beschrieben, die ich mir nicht habe verschaffen können.
a. Meladomus ellipticus trapeziformis Furtado,
Coquille munie d’une perforation ombilicale presque entierement recouverte par le developpement du bord columellaire, solide, trapeziforme et assez courte. Coloration d’un blanc pourpre, sous un epiderme d’un vert olivätre clair, que traversent des lignes longitu- dinales plus fonc&es dont quelques-unes forment presque des varices d’un vert noirätre. Spire erodee au sommet. Suture marqu6e, non bordee. Tours de spire subsistants au nom- bre de 4'/,, faiblement convexes; dernier tour plus grand que la spire. Ouverture ovoide. d’un blanc jaunätre, pres des bords, et d’un brun pourpre, & l’interieur. Peristome d’un blanc jaunätre, & bords r&unis par un depöt calleux tres-mince; bord columellaire refl&chi, devel-
Il, 20. 1. 19, IIL 1911. 2
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lopp& dans le voisinage de la region ombilicale, bord externe mince et tranchant. — Long. 54, diam. 44, alt. apert. 33, lat. 22 mm. Lanistes ellipticus var. # trapeziformis A. Furtado, in: Journal de Conchyl. 1886 vol. 34 p. 150.
Aufenthalt im Sambesi unterhalb Tete.
b. Meladomus ellipticus luapulensis A. Furtado.
Coquille munie d’une perforation ombilicale, en partie recouverte par le bord columel- laire, subglobuleuse et & test d’un blanc pourpre, recouvert d’un @piderme d’un brun marron fonce, particulierement dans les premiers tours. Spire erod&ee au sommet. Suture marquee. Tours de spire au nombre de 5 et assez convexes; dernier tour plus grand, que la spire et developpe. Ouverture subovoide, d’un brun pourpr& & l’interieur, sauf vers la r@gion basale, qui est blanche. Peristome blanchätre & bords r&unis par un mirne depöt calleux de m&eme couleur. — Furtado.
Diam. ?
Lanistes ellipticus Luapulensis Arrudo-Furtado. in: Journal de Conchylio- logie 1886 vol. XXXIV p. 151.
Luapula, Südost-Africa. Auf ein einzelnes, schlecht erhaltenes Exemplar ge- gründet.
4, Meladomus solidus E. A. Smith. Taf. 24. Fig. 4. 5.
Testa in adultis omnino exumbilicata, globoso-ovata, solida, erassa, lutescenti olivacea, vix obsoletissime luteo fasciolata, laeviuscula, sed striis incrementi obliquis et sub vitro for- tiore lineis subtitissimis spiralibus subgranulosa. Anfractus 41/,, ad suturam late sed parum profunde excavati, dein valde convexi, ultimus magnus, ventricosus, rapide accrescens; aper- tura ovato-piriformis, faucibus pnrpureis, aureo limbatis, vel aureis, columella incrassata, super umbilicum reflexa. — Operculum corneum, extus concavum, intus ruditer corrugatum. — Smith angl. Alt. 39—42, diam. 36—40 mm; apert. long. 30, lat. 20 mm. Lanistes solidus E. A. Smith, in: Pr. zool. Soc. London 1877 p. 716 t. 74 fig. 10. 11; 1893 p. 635. Lanistes ellipticus var. solidus Martens, Beschalte Weichtiere D. O. Afrika p- 168.
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Schale bei erwachsenen Exemplaren vollständig entnabelt, kugelig eiförmig, festwandig und dick, gelblich olivenfarben, höchstens ganz undeulich gelblich gebän- dert, fast glatt erscheinend, aber durch schräge Anwachsstreifen und nur unter einer stärkeren Lupe sichtbare Spirallinien fein gekörnelt. 4!/z Windungen, an der Naht breit aber seicht ausgehöhlt, dann stark konvex, die letzte gross, bauchig, rasch zu- nehmend. Mündung eibirnförmis, im Gaumen purpurfarben, mit goldgelbem Saum oder goldgelb; Spindel verdickt, über den Nabel zurückgeschlagen. Deckel hornig, aussen konkav, innen grob gerunzelt.
Aufenthalt im Nyassa-See.
„Nur durch das kürzere Gewinde und die vielleicht durchschnittlich dickere Schale zu unterscheiden. Nabel sehr eng oder ganz gesehlossen.*“ Die Abbildung nach Smith.
5. Meladomus ovum Peters, (Taf. 6. Fig. 2; Taf. 7. Fig. 7).
Testa anguste umbilicata, oblongo-ovata, subturrita, laevissima, sub lente tenue striata, nitida, oblivacea, plus minusve distincte fasciata. Spira conica, apice obtusiusculo.. Anfractus 6 convexi, sutura obliqua disoreti. Apertura ovato-oblonga, superne angulata; peristoma sim- plex, acutum, rectum. — Operculum corneum, immersum, concentricum, nucleo prope mar- einem columellarem sito.
Dem Zitat in der ersten Abteilung ist beizufügen:
Lanistes ovum Martens, apud Pfeiffer, Novitates Conchol. vol. II p. 290; Malakozool. Bl. 1870 p. 35; Reise von der Decken, Zool. p. 133. — Dohrn, Pr. zool. Soc. London 1864, p. 117; 1865 p. 233. — Jickeli, Fauna Land- & Süsswassermoll. N. O. Africa p. 230. — Martens, Beschalte Weichtiere D. ©. Africa p. 166 (mit L. affinis E. Smith und var. manyaranus Stur., plicosus n., elatior Mrts.). — Kobelt, Verzeichnis, in: Moll. Erlanger p. 79 (mit diesen und var. laconii Germain). — Furtado, in: J. de Conchyl. 1886 p. 152.
Südost-Afrika, bis zum oberen Nil und zum Schari vordringend. Eine sehr veränderliche Art, von welcher fünf Varietäten beschrieben sind. Ich hoffe einige derselben später zur Abbildung bringen zu können.
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6a. Meladomus ovum plicosus Martens, Taf. 29. Fig. 1—3.
Differt a typo esta magis elongata, nitida, saturate viridifusca, laeviuscula, sed pone aperturam plicis namerosis, elevatis, peristomati parallelis sculpta; peristoma rufo-carneum, fauces violaceae.
Alt. 40—49, diam. maj. 32,5 37, min. 23,5—30,5 mm; aperturae alt. 23—29, diam. 17—18 mm. |
Lanistes ovum var. plicosus Martens, Beschr. Weichtiere D. O. Atrica p. 167. Novitates Conchol.*) V p. 181 t. 156 fig. 3—5.
Etwas mehr länglich, ähnlich Philippi’s Abbildung von L. ovum, glänzend, dunkel grünbraun, im allgemeinen glatt, aber im letzten Viertel oder Fünftel der letzten Windung mit zahlreichen Falten, die alten Mündungsrändern entsprechen; sie sind stark erhaben mit gerundetem Rücken. Naht seicht mit gelber Linie und engem Nabel, wie beim typischen L. ovum. Mündungsrand bei einem alten Exem- plare fleischrot, Inneres der Mündung violett-braun. a
Hindi in Ugogo in einer ausgetrockneten Pfütze, welche vielleicht nur 1—2 Monate im Jahre Wasser hat (Stuhlmann). — Zwischen Tabora und Tanganyikasee (Böhm & Reichard).
„Die wiederholten starken Falten an der Mündung stehen vielleicht mit den langen Unterbrechungen des tätigen Lebens und Wachstums in Verbindung, so dass jede Falte einer Trockenheitsperiode entspricht. Darnach würden die Tiere, nach- dem sie annähernd erwachsen, noch 9—12 Jahre leben können.“ Martens.
6b, Meladomus ovum affinis E. A. Smith. Taf. 24. Fig. 2. 3.
Testa late umbilicata, tenuis, olivaceo-viridescens, infra suturam lines angusta lutea ornata, laeviusceula, subtilissime striatula et sub lente minute subtiliter granulata. Anfractus 5 convexi. Apertura ovato-piriformis, intus purpurea, iridescens, luteo marginata; peristoma lutescens, margine columellari leviter reflexo. — Smith angl.
i *) Testa globoso-coniea, anguste umbilicata, tenuis, striatula, nitida, olivaceo-lutescens, apice nigreg- cens. Anfraetus 5!/, convexi, sutura profunda distincti, ultimus rotundatus, plicis aperturae parallelis pallidie
numerosis inter su appropinquatis sculptus. Apertura parum obliqua, lunato-ovata, intus pallide flavescens. — Martens.
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Alt 38, diam. 27,5, long. apert. 26, lat. 16,5 mm. Lanistes affinis Edg. A. Smith, in: Pr. zool. Soc. London, 1877 p. 716 t. 74 fig. 7; 1881 p. 290 t. 24 fig, 23; 1893 p. 635. — Ancey, in: Mem. Soc. zool. France VII. 1894 p. 223.
Smith glaubt diese Form von M. ovum als Art unterscheiden zu können durch das niedrigere, weniger kegelförmige Gewinde, die etwas geringere Windungszahl und die grössere Höhe der letzten Windung und der Mündung, während Martens beide glatt vereinigt. Es kommen im Nyassa Exemplare bis zu 60 mm Höhe vor.
7. Meladomus sinistrorsus Lea. (Taf. 21. Fig. 3).
Diese verschollene Art glaubt Martens in einem kleinen Lanistes wiederge- funden zu haben, welcher sich zunächst an L. ovum anschliesst, aber verhältnis- mässig viel kürzer ist, alle Windungen stark gewölbt, mit tiefer Naht, die letzte verhältnismässig niedrig, in der der Mündung entgegengesetzten Ansicht ?/;z der ganzen Höhe: Nabel offen, mässig weit, steil einfallend, doch ohne förmliche Kante. 'Trüb hraungrau, ziemlich glatt; Inneres der Mündung rötlich braun, nach Lea „purple- brown.“ — Grösstes Stück 34 mm hoch, 30'/J; im grossen Durchmesser, 25 im kleinen, Mündung 22 mm hoch, 16'/, breit. Kleinere Stücke beziehungsweise 21 mm hoch und breit, Mündung 12 mm hoch und 11'/, mm breit.
Der Synonymie sind hinzuzufügen: Bourguignat, Deser. diverses esp£öces, in: Ann. Ser. Nat. (7) X p. 78; Sep. p. 89. — Martens, Besch. Weichtiere D. O. Ofrika p. 167.
Sumpf bei Rubugua in Unyamwesi (Stuhlmann). — Wasserläufe in Ussagara und Unyamwesi, sowie im Fluss Malagarazi, der in den Tanganyika fliesst
(Bourguignat).
8. Meladomus grassetti Morelet. Taf. 23. Fie. 8. 9.
Testa sinistrorsa, umbilicata, ovato-conoidea, tenuiuscula, nitida, passim malleata et
.distanter plicatula, rufo-vel luteo-virescens, fasciis destituta; anfractus 5!/, convexi; spira
obtuse conoidea, sursum decorticata et violaceo-nigricans, testae longitudinis 2/, non aequans. Apertura ovata, superne angulata, intus purpurascens, marginibus tenuibus, acutis, rectis. — Moralet.
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Alt. 31, diam. 25 mm. { Ampullaria (Lanistes) grasseti Morelet, in: Journal de Conchyliologie, 1863 vol. XI p. 267 t. 10 fig. 2. — Cfr. Martens, Besch. Weich- tiere D. O. Afrika, p. 167.
Schale linksgewunden, tief und offen genabelt, eiförmig kegelförmigs, im Ver-
gleich mit den verwandten Arten dünnschalig, glänzend, hier und da gehämmert, auf
der letzten Windung mit zahlreichen, den Anwachsstreifen eutsprechenden Rippen skulptirt, einfarbig rötlich oder gelblich grün, die oberen Windungen violett-schwarz. Gewinde stumpf, abgerieben, doch nicht zerfressen. Mündung eiförmis, oben spitz, das Gewinde an Höhe übertreffend, innen purpurbraun. Mundsaum dünn, scharf, geradeaus. Aufenthalt auf Madagascar. Abbildung und Beschreibung nach Morelet.
9, Meladomus magnus Furtado. Tat. 24. Fig. 1.
Testa umbilicata, solida, crassiuscula, acuminata, laevis, nitida, irregulariter costellato-striata. striis distantibus, interstitiis confertim subtilisime striatis. Anfractus 6'/, rapide accrescentes,. valde convexi, ultimus inflatus, supra ad suturam leviter planatus. Apex obtusus, plerumque:- erosus; sutura profunda, ruditer irregulariterque plicato-crenulata, haud marginata. Aper- tura ovata, faucibus purpureo-castaneis, extus albido marginatis, margine columellari perparum. arcuato, super rimam umbilicalem reflexo, margaritaceo-albo, supra calloso, ad angulum tuber- culo albo insigni. — Operculum ?
Long. 105, diam. max. 80 mm.
Lanistes magnus Arrudo-Furtado, in: Journal de Conchyliologie 1886 vol. 24. p. 147 t. 6 fig. 3. — Smith, in: Pr. malac. Soc. London 1909: vol. IX p. 118.
„Coquille ombiliquee, solide, un peu €paisse, acuminee, lisse, brillante, munie de lignes d’accroissement irregulieres et assez fortes, & interstices fortement stries longi- tudinalement. Tours de spire au nombre de 6!/,, descendant rapidement, assez for- tement convexes; le dernier renfle, l&gerement deprime au-dessous de la suture.
Sommet obtus et erode. Suture assez marquee, grossierement et irreguliörement.
‚plissee (sans aucune bordure, ni sculpturale, ni de simple coloration). Coloration du
test d’un bleuätre cendre, encore assez prononce sur l’avant-dernier, sous un epiderme vert olive, tendant & devenir ocrace, surtout & la base du dernier tour et pres de
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la suture lignes d’accroissement plus foncees et lavees de bistre sur la zone sutu- rale; une bande brune presque effacee et large de deux millimetres, court au-dessous de la ligne mediane du dernier tour, sur la base duquel, de m&me que pres de la suture, il ya seulement des vestiges d’autres bandes plus &troites. Ouverture ovale, passent au blanc, & l’angle superieur, et dans une large zone basale, ce qui parait indiquer que le bord droit devait &tre blanc. Bord columellaire tres faiblement arqueg, assez reflöechi sur la fente ombilicale, d’un blanc presque nacre, superieurement epaissi par une callosit& oblongue, faiblement reli& a un autre Epaisissement blanchätre, depose au fond de l’angle superieur de l’ouverture, ce qui, dans les exemplaires parfaitement adultes, doit constituer une callositE unique considerable.“
Rio Luapula, von Capello und Jvens nur in einem etwas beschädigten Stück mitgebracht, aber neuerdings von Harger am Originalfundort wieder aufgefunden. Smith bemerkt öber diese Stücke: „This is the largest. known species of the genus Lani- stes, and is chiefly distinguished from other species by its great size. The two shells obtained by Mr. Harger differ somewhat in form and sculpture from the type, having a shorter spire and a broader body whorl, and besides the strong lines of growth the surface in places is more or less distinet malleated.. The periostracum of one specimen is of the ordinary olivaceous tint common to many species, but in the other example which is older it is quite black, although not a dead shell. The operculum is very thin, yellowish horny beneath, and coated above with a thin dirty whitish incrustation. For so large a shell it is decidediy small, und does not close up the aperture until it has been drawn within fully two inches from the peristome.“
10. Meiadomus jouberti Bourguignat. Taf. 25. Fig. 1-3.
Testa anguste perforata, magna, ventrosa, sinistrorsa, valde contorta, solida. crassa, ‘opaca, ponderosa, parum nitente, atro-castanea, saepe ad summum erosa, grosse striata, in ultimo obsolete costulata. Spira breviter obtuse subconoidea (apex obtusus, depressus, quasi ‚obtritus), — anfractibus 5 convexis, regulariter ac nihilominus velociter crescentibus, sutura inter superiores fere lineari, inter ultimos profunda separatis, ultimo maximo, inllato-rotundato. Apertura parum obliqua, sat lunata, subovata, superne angulata, intus rubescens; columella subrectiuscula; — peristomate recto, nihilo minus incrassato, ad marginem columellarem robusto, crasso ac reflexo; marginibus callo albo validoque junctis.
Alt. et diam. aeque 60, alt. apert. 40, lat. apert. 30 mm.
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Meladomus jouberti Bourguignat, Iconogr. malac. Tangangica pl. VI fle. 6; Hist. malac. Lac Tanganica, in: Ann. Soc. nat. sci. 7 vol. 10 p 76 t. 6 fig. 6. — (Lanistes) Martens, Beschalte Weichtiere D. 0. Afrika p. 163.
Schale eng durchbohrt, linksgewunden, zu den grössten Formen gehörend, bauchig, dickwandig, fest und schwer, wenig glänzend, schwarzbraun, oben zerfressen, grob ge- streift, auf der letzten Windung undeutlich gerippt. Gewinde niedrig. kegelförmig mit stumpfem, niedergedrücktem Apex. Fünf gewölbte, regelmässig und ziemlich rasch zunehmenden Windungen, durch eine zwischen den oberen lineare, zwischen den letzten tiefere Naht geschieden, die letzte sehr gross, gerundet aufgeblasen. Mündung nur wenig schräg, stark ausgeschnitten, eiförmig, oben spitz, innen rötlich. Mundsaum gerade, scharf aber doch ziemlich dick, auch der Spindelrand dick, zurück- geschlagen, die Insertionen durch einen weissen dicken Callus verbunden. Aufenthalt im Tanganyika, an der Mündung des Malagarazzi.
Durch das niedrige Gewinde von den sämtlichen Arten der ächten Meladomus unterschieden, anscheinend in den Sammlungen noch wenig verbreitet. Auch Martens hat sie nicht gesehen. Ich habe vor kurzem von Sowerby & Fulton ein Stück er- halten, das ich zu ihr stellen muss. Ich bilde es Taf. 25 Fig. 2. 3 ab. Es ist allerdings bei derselben Höhe von 60 mm nur 55 mm breit, stimmt aber sonst vor- züglich mit Beschreibung und Abbildung, die unbedeutenden Unterschiede können recht wohl durch andere Lebensverhältnisse bedingt sein, und sind jedenfalls nicht so erheblich, dass man auf ein einzelnes Exemplar eine Varietät, geschweige denn eine neue Art gründen könnte. Die Schale ist etwas dünner, die Skulptur schwächer, die vorspringenden Rippen weniger deutlich und einzelner gestellt. Der Deckel ist nicht ganz endständig, aussen konkav, der Nucleus ganz dicht an dem verdickten rechten Rande liegend, an der Innenseite mit einem nach aussen emporsteigenden schwarzen Saum, sonst eben, mit einer grossen spitzeiförmigen rauhen Fussansatz- Narbe. Als Fundort ist Mossambique angegeben. Das Exemplar war übrigens als Lanistes ovum elliptica bezeichnet.
Bourguignat sieht in Lanistes affinis Smith die nächst verwandte Art. Er sagt darüber: „mais cette espece se distingue du Melad. Jouberti non seulement par son teste plus mince, par son peristome moins robuste, notamment sur le bord colu- mellaire, mais encore par la forme de son ouverture, qui parait ovalaire densun sens. oblique de gauche & droite par suite de sa columella qui est nettement cintree.“
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11. Meladomus nyassanus Dohrn, Taf. 26. Fig. 1. 1a.
Testa imporforata, globosa, crassa, olivacea, nitida, striis incrementi sculpta; spira valde depressa, interdum plana. Anfractus convexiusculi, interdum ad suturam obtuse angulati, ultimus magnus, ventrosus, supra deplanatus, angustatus, tum convexus, basi attenuatus; columella arcuata, callosa. Apertura obovata intus carnea, nitidissima. Operculum castaneum, corneum. — Dohrn.
' Diam. maj. 75, min. 66, apert. diam. maj. 50, min. 87 mm. Lanistes nyassanus H. Dohrn, in: Pr. zool. Soc. London 1865 p. 233. — Edgar A. Smith, in: Pr. zool. Soc. London 1877 p. 715 t. 24 fig. 8. 9. 1893 p. 635. — (Meladomus) Martens, Beschalte Weicht. D. O. Afrika p. 168.
Schale undurchbohrt, kugelig, dickschalig, olivenfarben, glänzend, mit deutlichen Anwachsstreifen skulptirt; Gewinde sehr niedrig bis völlig flach. Die Windungen, (deren Zahl nicht angegeben ist), sind leicht gewölbt, an der Naht stumpf kantig, die letzte ist sehr gross, bauchigs, oben abgeflacht, kantig, dann konvex, nach der Basis hin verschmälert; die Spindel ist gebogen, schwielig., Mündung verkehrt-ei- förmig, innen fleischfarben, sehr glänzend. Deckel hornig, kastanienbraun.
Aufenthalt im Nyassasee und im Gebiet von Angoni südlich davon.
Ich habe mir diese in den Sammlungen wenig verbreitete Art nicht verschaffen können und kopire die Figur eines halbwüchsigen Exemplares nach Smith.
11a, Meladomus purpureus var, castaneus Sow. & Fulton. Taf. 26. Fig. 2. 3.
Von Sowerby & Fulton erhielt ich das hier abgebildete Exemplar unter dem Namen Meladomus bulimoides var. castanea in zwei Exemplaren. Sie unter- scheidet sich von allen mir bekannten Formen ausser der Farbe, auf welche ich nicht allzuviel Wert lege, durch eine eigentümliche Abflachung oder Aushöhlung unter der Naht, in welcher die Anwachsstreifen nach vornen convex sind. Die Form ist rein kegelförmig mit nur wenig gewölbten Windungen, die Skulptur der letzten Windung ist auffallend rippenförmig. Trotz des zerfressenen Apex sind noch sechs Windungen vorhanden. Die Dimensionen sind: Alt. 43, diam. max. 30, alt. apert. 23 mm.
Als Fundort ist Sansibar angegeben. I. 20. II. 19. v. 1911. 3
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12, Meladomus adansoni n, sp. Tat. 24. Fig. 6.
Testa late et aperte ambilicata, sinistrorsa, ovato conica, tenuiuscula, nitida, subtiliter striatula, sculptura spirali nulla, cinereo-lutescens, eirca umbilicum lutescens, strigis luteis saturatioribus angustis distantibus praesertim in anfractu ultimo ornata. Spira late conica, subgradata, apice planiusculo, leviter eroso; sutura linearis, leviter impressa. Anfractus 6 convexi, infra suturam planiusculi sed haud angulati, ultimus major, inflatus, eirca umbilicum minime angulatus. Apertura diagonalis, irregulariter ovata, supra acuta, intus livido-albida, peristoma acutum, tenue marginibus haud junctis, columellari supra vix dilatato, intrante.
Alt. 35, diam. max. 40, alt. apert. 20, diam. 14 mm.
Schale weit und offen genabelt, links gewunden, eiförmig kegelförmis, dünn- schalig, glänzend, fein gestreift, ohne Spiralskulptur, gelbgrau, nach der Basis hin mehr gelblich, mit dunkelgelben schmalen weitläufig gestellten Striemen gezeichnet. Gewinde breit kegelförmig, ziemlich hoch, mit flachem etwas zerfressenem Apex; Naht linear, leicht eingedrückt, zwischen den letzten Umgängen leicht weiss be- randet. Seehs stark gewölbte, regelmässig zunehmende Windungen, unter der Naht abgeflacht, doch nicht eigentlich kantig, die letzte gerundet, am Nabel kaum ganz leicht zusammengedrückt, ohne Spur einer Kante. Mündung diagonal, unregelmässig eiförmig, oben spitz und durch die Mündungswand leicht ausgeschnitten, innen schmutzig weiss mit breitem gelblichem Saum; Mundsaum scharf, dünn, die Ränder nicht ver- bunden, der Spindelrand oben nur auf eine kurze Strecke verbreitert und etwas über den Nabel zurückgeschlagen, eindringend.
Aufenthalt in Senegambien. Ich erhielt das abgebildete Exemplar schon vor vielen Jahren von einem meiner französischen Korrespondenten und kann es mit keiner beschriebenen Art in Beziehung bringen. Das Gewinde ist das von Mela- domus, die Nabelbildung die eines Lanistes, die Färbung ganz eigentümlich.
12a. Meladomus bloyeti Bourguignat.
Testa magna, turriculata, conica, solida, saturate castaneo-olivacea, anguste sed pro- funde umbilicata, anfractibus convexis (superis minoribus), regulariter crescentibus, sutura parum profunda discretis. Apertura subobliqua, ovalis, supra acute angulata; peristoma, rectum acutum, margine columellari fere recto, leviter reflexo. — Bourg. gall.
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Alt. 65, diam. 40, alt. apert. 34, lat. 22 mm. Meladomus Bloyeti Bourguignat, Moll. Afrique equinoxiale p. 171.
Dem M. purpureus jedenfalls sehr nahestehend. Bourguignat sagt über den Unterschied: „Cette espece, dediee au commandant Bloyet, se distingue du Melad., purpureus par sa spire conique & sommet aigu, par sa forme moins ventrue, plus elanc&e, par ses tours plus delicats, moins gros, par son ouverture moins large ete.“ Martens erwähnt sie nicht.
Aufenthalt in der Umgebung von Usagara in Deutsch-Ostafrika.. Noch nicht abgebildet.
13. Meladomus (Lanistes) carinatus Olivier sp. (Taf. 6. Fig. 4. 5.) Taf. 27. Fig. 710.
Testa sinistrorsa, depressa, aperte umbilicata, carina umbiliecum cingente, solida, oblique striata vel plus minusve irregulariter striato-costellata, costellis perobliquis, rufeseens, saepe albida, fasciis tribus plus minusve distinctis, infraperipherica distinctiore ornata, cuticula virescenti induta. Spira parum elevata, saturatius tincta, violacea vel nigro-violacea; sutura impressa. Anfractus 5, supremi plus minusve distincte angulato-carinati, sequentes convexi, ultimus depresse rotundatus tum inflatus, antice haud descendens, carina umbilicum profundum modice latum cingente insignis. Apertura obliqua, ovato-semicireularis, parum lunata, fauci- bus albidis fasciis externis saturate castaneo translucentibus; peristoma rectum, tenue, mar- gine externo cum columellari supra leviter dilatato albo angulum carinae umbilicali respon- dentem formante. — Operculum corneum, immersum, concentricum, supra acuminatum, leviter excisum, concentrice sulcatum nucleo prope marginem columellarem sito.
Diam. maj. ad 40—50, alt. 35—45 mm.
Cochlea terrestris umbilicata etc., Gualtieri, Test. Index 1742.
Helix terrestris bolteniana contraria Chemnitz, Conchylien-Cabinet vol. IX. 1786 S. 89 t. 109 fig. 921. 922.
Ampullaria carinata Olivier, Voyage empire ottoman 1804, vol. III p. 68 t. 31 fig, 2. — Savigny Descr. de l’Egypte, Zool. Coquilles pl. 2 fig. 31. — Lamarck, Animaux sans vertebres VI. 2 no. 8; ed. Deshayes vol. VIII p. 536.
Lanistes olivieri Montfort, Conch. Syst. II p. 122 (1810).
Ampullaria bolteniana Roth, Moll. species Diss. 1839 p. 26. — Philippi, in: Martini-Chemnitz, ed. II vol. I. 20 p. 23 t. 6 fig. 4. 5.
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Lanistes boltenians Dohrn, Pr. zool. Soc. London 1864 p. 117. — (Melado- mus) Bourguignat, Ann. Sc. nat. 1885 (6) XV p. 132; Moll. Afrique &quator. p. 178. — Fischer et Bouvier, in: J. de Conchyl. 1802 vol. 40 t. 1 fe. 1, t. 2 fig. 13, t. 5 fig. 17—20.
Lanistes carinatus Troschel, Archiv f. Naturgesch. XI 1845 p. 214. — Mar- tens, Malakoz. Bl. 1866 p. 3; SBer. Akademie Berlin 1878 p. 296; Ann. Mus. Genova (2) XV p. 66; Besch. Weichth. D.-O.-Afrika p. 109. — Jickeli, Fauna N.-O.-Afrika p. 227. — Kobelt Moll. Erlanger p. 39 t. 10 fig. 1- 3.
Schale links gewunden, gedrückt keselig, offen aber nicht allzuweit genabelt, der Nabel mit einer oft kielförmigen Kante umgeben, festwandig, sehr sehräg ge- streift, nicht selten auch nach der Mündung hin mit unregelmässigen schrägen Rippen- streifen skulptirt, auch unter der Lupe ohne Spiralskulptur, rötlich oder richtiger auf weisslich gelber Grundlage mit drei mehr oder minder ausgesprochenen rot- braunen Binden, einer etwas verwaschenen auf der Oberseite, die eine ganz schmale Zone frei lässt, einer sehr ausgeprägten, deren Oberrand genau in der Peripherie liest und die Windung kantig erscheinen lässt, und einer schmalen Basalbinde; der Raum zwischen ihnen und dem Nabel ist stets weisslich gelb; gut erhaltene Exem- plare sind von einer grünlichen dünnen Epidermis überzogen. Das Gewinde ist flach konvex mit stumpfem Apex, nach oben hin dunkler gefärbt, schliesslich violett bis fast schwärzlich. Fünf Windungen, die obersten ausgesprochen kantig; aber die Kante verschwindet nach unten bald; die unteren sind gut gewölbt, die letzte an- fangs zusammengedrückt gerundet, dann mehr aufgeblaseu, vornen nicht herabsteigend ; Mündung schräg, halbeirund, nur mässig ausgeschnitten; im Gaumen sind die Aussen- binden schärfer ausgeprägt, als aussen, sie spitzen sich nach vorn zu und erreichen den Rand nicht. Der Mundsaum ist dünn, scharf, geradeaus; der Basalrand bildet mit dem leicht verdickten und oben verbreiterten Spindelrand eine ausgussartige Ecke. — Deckel typisch.
Aufenthalt im ganzen Nilgebiet, und im Somaliland, im Gazellenfluss und Djur, im blauen Nil bis zum Dembeasee; das Vorkommen im Victoria Nyansa ist nach Martens noch zweifelhaft, dagegen kommen eng verwandte Formen bis zum Kingani und Sambesi vor.
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14. Meiadomus (Lanistes) libycus vignoni Bourguignat. Taf. 28. Fig. 1—3.
Testa umbilicata, globosa, solidula, striatula et lineis spiralibus subtilissimis confertis, aliisgue elevatis irregularibus numerosis subundulatis eincta, luteofusca, obsolete fasciata, an- fractibus omnibus (5) superne planatis, cingulo crasso prominulo angulatis, ad suturam ipsam appressis, ultimo inflato, eirca umbilicum angulato. Apertura 2/,!ongitudinis occupans, modice obliqua, intus distinctius fasciata, ovato-oblonga, basi non angulata, margine columellari stricto, albo. — Martens.
Alt. 34, diam. maj. 32, min. 26, alt. apert. 22, lat. 16 mm.
Lanistes Bernardianus (var.) Martens, in: Novitates Conch. vol. II p. 286 t. 70 fig. 1—4, nec Morelet. Meladomus Vignoni Bourguignat Moll. Afrique &quatoriale p. 187.
Schale genabelt, kugelig, ziemlich festschalig, fein gestreift, mit dichten sehr feinen Spirallinie und stärkeren gewellten Spiralreifen umzogen, gelbbraun mit undeutlichen Binden. Fünf Windungen, oben abgeflacht, mit einem dicken vorspringenden Kiel umzogen, an der Naht selbst angedrückt, die letzte aufgeblasen, um den Nabel mit einer Kante. Die Mündung nimmt ?/, der Gesamthöhe ein; sie ist mässig schräg, die Binden scheinen innen deutlicher durch, als sie aussen sind, die Form ist lang- eiförmig, ohne Basalecke, der Nabelrand ist strack, weiss.
Aufenthalt bei Lagos in Ober-Guinea, der Typus von dem Missionär Mann ge- sammelt, Abbildung und Beschreibung nach Martens.
Martens hat diese skulptirte Form mit L. bernardianus vereinigt, Bourguignat betrachtet sie als selbständige Art. Zwischenformen werden wohl nicht fehlen.
15. Meladomus (Lanistes) Letourneuxi Bourguignat. Taf. 28. Fig. 4.
Testa sinistrorsa, profunde ac anguste umbilicata, elongato-conica, altior quam lata, solidula, sat nitens, eleganter striatula, epidermide corneo-castaneo leviter subolivaceo induta et (epidermide detrito) albo-coerulescens cum zonis vinosis, quarum una lata superior, altera ad peripheriam. Spira valde producta, conoidea, contorta, subscalariformis, ad summum acu- tiuscula. Anfractus 6—7 inflato-rotundati, regulariter crescentes, sutura perprofunda sicut canaliculata discreti; ultimus mediocris, spirae altitudinem non aequans, rotundatus, ad aper- turam non amplus, subtus circa umbilicum obsolete subangulatus. Apertura obliqua, fere
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cireularis, intus cornea cum zonis vinoso-castaneis apparentibus ; peristomate continuo, recto, acuto, super convexitatem ultimi adpresso. — Bourguignat. Alt. 28—30, diam. 28—28 mm. Meladomus Letourneuxi Bourguignat, in: Moll. Egypte, Abyss., Zanzibar 1879 p. 41. — Berthier, in: Bull. Soc. malac. France vol. II. 1885 t. 6 fig. 4, p. 110.
Schale linksgewunden, eng aber tief genabelt, hoch kegelförmig, höher als breit, ziemlich fest, fast undurchscheinend, ziemlich glänzend, elegant gestreift, mit einer olivenfarbenen Epidermis, meist aber durch einen ganz dunkelbraunen Ueberzug bedeckt, in abgeriebenem Zustand bläulich weiss, mit wenigen rötlichen Binden, von denen zwei besonders deutliche oben und an der Peripherie liegen. Gewinde stark vorgezogen, kegelförmig ‚fast skalarid, mit spitzem Apex. 6—7 aufgeblasen konvexe Windungen, regelmässig zunehmend, durch eine fast rinnenförmige Naht geschieden, die letzte mittelgross, an der Mündung nicht erweitert, unten um den Nabel undeutlich kantig. Mündung schräg, fast kreisrund, innen hornfarben mit bräunlich durchscheinendeu Binden; Mundsaum zusammenhängend, geradeaus, scharf, an den konvexen vorletzten angedrückt.
Aufenthalt im Kyngani bei Bagamoyo, Ostafrika. — Bourguignat vergleicht sie mit dem L. fuliginosus von Madagaskar. Meiner Ansicht nach ist sie eine Skalaride einer Form von L. carinatus und nur eine individuelle Abnormität. Ich kopiere die Figur aus dem Bulletin de la Societe malacologique de France.
16. Meladomus (Lanistes) duveyrierianus Revoil. Taf. 28. Fig. 5.
Testa sinistrorsa, profunde, pervie ac anguste umbilicata, globoso-depressa, tricarinata (carina una supera circa suturam in ultimo evanescens, altera mediana ad aperturam eva- nida, tandem ultima infera circa umbilicum), opacula, nitida, argutissime striatula sieut polita, supra fusculo-violacea aut pruinosa, cum zonulis albidulis quarum una circa suturam.et altera mediana; subtus albido-subolivacea cum zonulis duabus latis castaneis. Spira convexo-tecti- formis, in tholum rotundata, perobtusa apice minuto. Anfractus 5 rapide crescentes, quorum superiores circa suturam planulati ac carinati, ultimus convexus ad suturam marginatus maximus, ad initium mediane carinatus, ad aperturam rotundatus, inferne circa umbilicum sat acute carinatus. Apertura obliqua, semicircularis, inferne angulata, intus zonulis tribus castaneis latisque apparentibus; peristomate recto, acuto, ad columellam leviter dilatato ;
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marginibus approximatis, callo junetis. Operculum tenue, pellucidum, extus leviter concavum, intus nitidum, concaviusculum. — Bourg. Alt. 28, diam. 29, alt. apert. 18, diam. 13 mm. Meladomus duveyrierianus (Bourguignat) Revoil, in: Bull. Soc. malac. France II. 1885 p. 99 t. 6 fig. 5.
Schale linksgewunden, tief und durchgehend, doch eng genabelt, gedrückt kugelig, mit drei deutlichen Kanten, an Naht, Peripherie und Nabel, von denen die beiden oberen nach der Mündung hin verschwinden, undurchscheinend, glänzend, sehr fein gestreift, sich wie polirt anfühlend, oben violett bräunlich mit einer hellen Zone an der Naht und an der Peripherie, manchmal wie bereift, unten blass olivenbraun mit zwei breiten kastanienbraunen Binden. Gewinde